Zuckertüte keine Kariesfalle für Kinderzähne

Die Zuckertüte gehört zum Schulanfang wie Ranzen und Lesebuch, und Süßes soll auch in der Tüte ste-cken. Eine „Kariesfalle“ für die Zähne der Schulanfänger ist die Zuckertüte aber nicht. Süße Geschenke sind Kinder heute längst gewöhnt, nur den richtigen Umgang damit meistens nicht.
Zum Schulanfang sind Kinder besonders lern- und wissbegierig. Ein guter Zeitpunkt, um zum Beispiel ge-meinsam die erste neue altersgerechte Junior-Zahnpasta zu kaufen oder im Süßigkeitenregal gemeinsam nach Verpackungen mit dem Zahnmännchen-Logo zu suchen, das zahnfreundliches Naschwerk kennzeich-net. Auch die Essgewohnheiten sollten ein Thema für das Familien-gespräch zum Schulbeginn sein. Denn es geht nicht nur um den bewussten Konsum von Süßigkeiten, sondern auch um künftige Ess- und Trinkgewohn-heiten, die für die 6-Jährigen nun täglich außer Haus und erstmals sehr selbstständig stattfinden.
Besonders Säfte, süße Tees und Limonaden sollten keine täglichen Schulbegleiter sein. Sie weisen einen hohen Anteil Zucker auf, der wegen fehlender Putz- oder Spülmöglichkeiten über viele Stunden an der Oberfläche der Kinderzähne haften bleibt. Im natürlichen Mundklima wird dieser in Säure umwandelt, die die Backenzähne und die neu durchbrechenden Frontzähne in kürzester Zeit schwer schädigen kann. Die „Kariesfalle“ für die Zähne von Schulanfängern steckt somit eher im Alltag als süß verpackt in der Zu-ckertüte.
Untersuchungsergebnisse der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege Sachsen belegen, dass die zahnärztliche Behandlungsbedürftigkeit der Schulanfänger im Freistaat nahezu 34 % beträgt. Knapp die Hälfte dieser Altersgruppe hat ein naturgesundes Gebiss.


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Stand: 16. April 2012