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Toxikologie, Biokompatibilität und Verträglichkeit von Zahnrestaurationsmaterialien 25.03.2026 | Fortbildungsakademie der LZKS, Dresden

Zahnmaterialien sollen nicht nur gut ausschauen und gut halten, sondern auch gut verträglich sein. Wachsendes Interesse erlangen deshalb Fragen nach der Toxikologie/Biokompatibiltät dieser Werkstoffe. Für eine wissenschaftlich fundierte Risikoabschätzung muss jedoch bekannt sein, wie viel von einer Substanz aus den Materialien freigesetzt wird, wieviel tatsächlich vom Organismus resorbiert wird und ab wann mit gesundheitlichen Problemen bei Betroffenen zu rechnen ist.
Vermehrt ist zu beobachten, dass bei einer steigenden Anzahl von Patienten nach der Zahnrestauration vermehrt Nebenwirkungen auftreten (z.B. lichenoide Reaktionen, Asthma, Ekzeme). Mittlerweile konnten als Auslöser solcher Reaktionen, die in der Zahnmedizin häufig verwendeten (Meth-)Acrylate und Zusatzstoffe, eindeutig identifiziert werden. Aus Zahnkunststoff-Materialien wurde die Freisetzungsrate solcher Inhaltsstoffe bestimmt und die weltgrößte Datenbank aufgebaut. Betroffene Patienten mit nachgewiesener Allergie gegenüber solchen Stoffen dürfen kein Zahnmaterial erhalten, das diese Stoffe in den Körper freisetzen kann. Heute ist möglich nach der Testung für den betroffenen Patienten, das für ihn verträglichste Füllungsmaterial vor einer anstehenden Zahnrestauration auszuwählen.
In diesem Kurs werden auch die Verträglichkeit und die Toxikologie von Titan-, im Vergleich zu Keramiken/Zirkon-Implantaten, dargestellt. Ferner werden neueste Ergebnisse eigener Untersuchungen zu Ursachen, Therapien und weltweit erstmals präventive Maßnahmen bei der Entstehung von Kreidezähnen (MIH) vermittelt. Jedes vierte (!) Kleinkind in Deutschland zeigt bereits eine MIH (neueste Mundgesundheitsstudie).

Inhalte:

1. Toxikologie und Verträglichkeit von Zahnmaterialien - was darf ich verwenden?
- Wirkungen von freigesetzten Zahnallergenen bei Patienten sowie Belastung der Raumluft in Zahnarztpraxen und Laboren, Prophylaxe und wirkungsvolle Schutzmaßnahmen, Auswahl des verträglichsten Zahnmaterials.
2. Verträglichkeit und Toxikologie von Titan- und Keramik-Implantaten:
- Titan- und Zirkongehalte in Knochen bei Implantatträgern, Wirkungen, Histologie, Verträglichkeit, Toxizität von Titan und Zirkon, Risikobewertungen.
3. Ätiologie der Molaren-Inzisiven Hypomineralisation (MIH; Kreidezähne) - Therapeutische und präventive Strategien:
- Ursachen, Therapie und weltweit erstmals Prophylaxe/Prävention der MIH.

Referent(en):
Prof. Dr. Franz-Xaver Reichl (München)
Veranstalter:
Landeszahnärztekammer Sachsen
Termin(e):
Mittwoch 25.03.2026, 14.00 bis 20.00 Uhr
Veranstaltungsort:
Fortbildungsakademie der LZKS, Dresden
Gebühr je Teilnehmer:
250,00 €
Fortbildungsnummer:
D 30/26
Teilnehmerkreis(e):
Zahnärzte
Fachgebiet(e):
Zahnerhaltung
Fortbildungspunkte:
8