Schutzmittel

­Beschaffung von Schutzmitteln

Der Bedarf an Hygiene- und Schutzmaterialien ist von der KZBV ermittelt und dem Bundesbeschaffungsamt gemeldet worden. Ihre Standesorganisationen werden unter dem Vorsatz, die flächendeckende Versorgung aufrechtzuerhalten, diese Hygiene- und Schutzmaterialien vehement einfordern.
Die KZV Sachsen steht in Verhandlung mit Anbietern, die voraussichtlich kurzfristig Schutzartikel liefern können. Interimsweise wollen wir Ihnen über diesen Weg den Erwerb von Artikeln – wie Mund-Nasen-Schutz, FFP-2-Masken, Klarsichtvisiere und Desinfektionslösungen – vermitteln, bis diese wieder im Dentalhandel erwerbbar sind. Damit sollte die Behandlung unter RKI-Richtlinien wieder ermöglicht werden. Nur Schutzmaßnahmen rechtfertigen das Durchbrechen der geforderten
Mindestdistanz von 1,50 Meter. Wir hoffen, dieses Angebot noch vor Ostern zu realisieren.
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Herstellung von Desinfektionsmitteln

Am 4. März hat die Bundesregierung per Allgemeinverfügung Apotheken die Herstellung von Desinfektionsmitteln ohne Zulassung nach Biozid-Verordnung erlaubt. Wenden Sie sich daher bei Bedarf an eine Apotheke.

Wiederverwendung von persönlicher Schutzausrüstung­­

Diese Maßnahmen sind entsprechend anzuwenden, wenn keine Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung aus gegenwärtigen Gründen gewährleistet werden kann. Für den Fall, dass während einer Pandemie FFP-Masken nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und nur die Möglichkeit besteht, auf bereits benutzte Masken zurückzugreifen, können diese ausnahmsweise unter folgenden Bedingungen auch mehrfach, jedoch längstens über eine Arbeitsschicht, eingesetzt werden.

Beachten Sie bitte:
Die Außenseite der gebrauchten Maske bzw. des gebrauchten MNS (Mund-Nasen-Schutz) ist potenziell erregerhaltig. Beim erneuten Aufsetzen muss daher eine Kontamination des Trägers insbesondere im Bereich Gesicht (Nase, Mund, Augen) vermieden werden.

Folgende Maßnahmen sind einzuhalten:
  • Das Absetzen der Maske, des MNS hat so zu erfolgen, dass hierdurch eine Kontamination der Maske / des MNS (vor allem der Innenseite) bzw. eine Kontamination des Gesichtes verhindert wird, z. B. durch eine vorherige Handschuhdesinfektion oder ein entsprechendes Handschuhmanagement (z. B. Mehrfachhandschuhe).
  • Nach dem Absetzen der Maske / des MNS ist diese/r am besten trocken an der Luft hängend aufzubewahren (nicht in geschlossenen Behältern!). Wichtig dabei ist, dass von dem Lagerort keine Infektion ausgeht, sodass Kontaminationen der Innenseite der Maske / des MNS aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden.
  • Handschuhe sind anschließend fachgerecht zu entsorgen und die Hände sind zu desinfizieren.
  • Gebrauchte Masken und/oder der gebrauchte MNS sind eindeutig einer Person zuzuordnen, um ein Tragen durch andere Personen auszuschließen (z. B. Markieren der Masken am Halteband).
  • Benutzte FFP-Masken und MNS nicht mit Desinfektionsmittel reinigen oder desinfizieren, da diese Maßnahme die Funktionalität der Maske negativ beeinflussen kann.
  • Da davon ausgegangen werden muss, dass die Außenseite des Schutzes kontaminiert ist, sind beim erneuten Aufsetzen des MNS / der Maske hygienisch einwandfreie, unbenutzte Handschuhe zu tragen, welche vor erneutem Patientenkontakt wieder entsorgt werden müssen. Auf den richtigen Sitz der gebrauchten Maske ist zu achten.
  • Beim erneuten Aufsetzen ist wichtig, dass eine Verschleppung der Erreger von der kontaminierten Außenfläche auf die Innenfläche verhindert wird. Das Berühren der Innenseite des Filtervlieses ist daher zu vermeiden.
  • Masken und MNS, deren Innenfläche durch Fehler bei der Handhabung möglicherweise (Verdachtsfall) mit Erreger kontaminiert wurden, sind aus präventiver Sicht sofort fachgerecht zu entsorgen.
  • Der Ort, an dem die Zwischenlagerung erfolgte, ist unmittelbar nach Entnahme der Maske / des MNS zu desinfizieren.
Quelle: Robert Koch-Institut (RKI)

Beachten Sie bitte:
Diese Maßnahmen sind daher ausdrücklich nur auf offiziell ausgerufene Notfallsituationen anzuwenden, wenn FFP-Masken und oder MNS nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen und nur die Möglichkeit besteht, auf bereits benutzte Masken zurückzugreifen. Führen Sie mit Ihrem Personal eine Unterweisung zu den aufgelisteten Maßnahmen durch und dokumentieren Sie die durchgeführte Unterweisung inkl. Unterschriften der Mitarbeiter.

Kontakt

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Tel.: 0351 - 806 62 62
Fax: 0351 - 806 62 41
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KZV Sachsen

Tel.: 0351 80530
Fax: 0351 8053-621
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Stand: 3. April 2020