Zahnärztliche Stelle Röntgen

Rechtsgrundlage

Die Röntgenverordnung (RöV) vom 30.04.2003 - § 17 a Qualitätssicherung durch ärztliche und zahnärztliche Stellen bildet die Rechtsgrundlage für die Arbeit der Zahnärztlichen Stellen (ZSt).

Für den Freistaat Sachsen bestellte das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) die "Zahnärztliche Stelle Sachsen" bei der Landeszahnärztekammer Sachsen mit dem Ziel der Qualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Aufgaben

Die detaillierten Aufgaben sowie der Umfang der Tätigkeit sind in einer der RöV nachgelagerten Richtlinie geregelt.
  • Mittlerfunktion zwischen Strahlenschutzverantwortlichem und strahlenschutzrechtlichen Behörden
  • Optimierung der medizinischen Strahlenanwendungen
  • Vorschläge zur Verringerung der Strahlenexposition
  • Verbesserung der Bildqualität

Zur Realisierung dieser Aufgaben wurde von der Kammerversammlung der LZKS ein Röntgenausschuss (Vorsitz: Herr PD Dr. Dr. M. Schneider) gebildet. Diesem gehören 6 Zahnmediziner unterschiedlicher Fachgebiete und 2 Strahlenphysiker (davon ein Vertreter des SMWA) an.

In monatlichen Sitzungen des Ausschusses erfolgt die Beurteilung von etwa 150 Röntgeneinrichtungen (dabei ca. 900 Filme und 500 Unterlagen).

Die Prüfung aller Röntgengeräte in Sachsen (ca. 4.600 installierte Röntgeneinrichtungen) erfolgt turnusmäßig jeweils innerhalb von drei Jahren.

Dazu fordert die ZST von den jeweiligen Praxen Unterlagen und Filme an (Checkliste bzw. bei digitalen Röntgeneinrichtungen Beiblatt digital) und bewertet

  • Unterlagen je Röntgengerät: Abnahme-, Sachverständigen- und Konstanzprotokoll sowie
  • Filme je Röntgengerät: Referenzaufnahme, 3 Konstanzaufnahmen, 2 Patientenaufnahmen pro radiologisch tätigem Zahnarzt einschließlich Indikationsangaben.

Die ZSt der LZKS ist über die durchgeführten Begutachtungen zur Jahresberichterstattung an das SMWA verpflichtet.

Weitere Tätigkeitsfelder

Neben der Begutachtung von Röntgeneinrichtungen sind bei der Zahnärztlichen Stelle weitere Aufgaben angesiedelt:
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung von Gesetzes- sowie Normenvorlagen im Bereich der dentalen Radiologie
  • Information und Weiterbildung der sächsischen ZÄ zu einschlägigen Gesetzen und Verordnungen, wie. z. B. Röntgenverordnung und deren nachgelagerten Richtlinien in der Fachliteratur oder im Zahnärzteblatt
  • Durchführung von Kursen zur Erlangung der "Fachkunde im Strahlenschutz" sowie der "Kenntnisse im Strahlenschutz" für das Anwendungsgebiet der Zahnheilkunde
  • Aktualisierung der "Fachkunde im Strahlenschutz" durch Kurse sowie die Aktualisierung der "Kenntnisse im Strahlenschutz" für die Zahnarzthelferinnen als E-Learning-Kurs über den BuS-Dienst der LZKS
  • Ausstellung von Urkunden zur Fachkunde im Strahlenschutz für das Anwendungsgebiet der Zahnheilkunde als vom SMWA dazu benannte Stelle
  • Bereitstellung eines Röntgenanlagenbuches für die Mitglieder der LZKS

Um Betrieb sowie Umgang mit den Röntgeneinrichtungen reibungslos und praktikabel zu gestalten, arbeitet die Zahnärztliche Stelle eng mit Behörden und Einrichtungen zusammen: Länderausschuss Röntgenverordnung, Normenausschuss Dentale Radiographie, Bundeszahnärztekammer/Zahnärztliche Röntgenstelle der Bundesländer, dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie der Landesdirektion Dresden mit den Außenstellen in Leipzig und Chemnitz.

Formulare

Hier stehen auszugsweise Formulare und Unterlagen zum Download bereit:

Bei Röntgenuntersuchungen sind der untersuchten Person nach § 28(2) Röntgenpässe anzubieten. Diese können Sie kostenfrei über die KZV-Abrechnungsstellen in Dresden, Leipzig und Chemnitz beziehen.

Kontakt

LZK Sachsen
Tel.: 0351 - 806 62 60
Fax: 0351 - 806 62 41
Schreiben Sie eine E-Mail

Stand: 22. September 2017