Patienteninfos

Bonus statt Schmerzen!

Warten Sie nicht, bis die Schmerzen unerträglich sind und einen Zahnarztbesuch erzwingen. Sie gefährden nicht nur Ihre Zähne, sondern auch den Bonus für Zahnersatz. Diesen erwirbt man durch regelmäßigen Zahnarztbesuch - bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren zweimal pro Jahr, bei Erwachsenen ab 18 Jahren einmal pro Jahr. Mit einem lückenlos ausgefüllten Bonusheft erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse einen höheren Zuschuss für notwendige Kronen oder Brücken.

Auch ohne Beschwerden sollte der Zahnarzt unbedingt regelmäßig besucht werden. Kleine Schäden können so frühzeitig erkannt und meist mit einer kleinen Füllung repariert werden. Zahnersatz muss also nicht sein. Der optimale Schutz für die Zähne und das Zahnfleisch ist ein auf jeden Patienten speziell abgestimmtes Vorbeugungsprogramm - die Individualprophylaxe. Damit kann nahezu jeder sein Gebiss langfristig erhalten. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt darüber.

Die Zahnbürste in Kinderhand

Mittlerweile gibt es Zahnbürsten, die singen, die wechseln die Borstenfarbe, die haben Füße, sehen aus wie Tiere. Aber welche Zahnbürste ist für Ihr Kind die richtige?

Kinder unter zwei Jahren kommen am besten mit einer Bürste zurecht, die einen kleinen abgerundeten Kopf und einen leicht abgewinkelten, kompakten Handgriff aufweist. Den können die kleinen Hände nicht nur greifen, sondern spüren ihn auch beim Gebrauch. Ist das Kind älter als 24 Monate, ist die Zahnbürste am sinnvollsten, deren Borstenfeld so groß ist, dass es beim Putzen zwei Zähne gleichzeitig erfasst. In diesem Alter kommen Kinder am besten mit geraden Borsten zurecht.

Erst bei Kindern über 5 Jahre eignet sich ein Putzgerät mit schräg stehenden Borsten. Ab diesem Alter sind die Feinmotorik der Hand und die Bewegungsgewohnheit so ausgeprägt, dass das Kind beim Putzen auch die Zahnzwischenräume wirklich mit bearbeitet.

Für alle ganz kleinen Zähneputzer unter zwei Jahren gilt aber immer: Nachputzen von den Eltern, damit aus dem Zahnputzspiel auch sauberer Ernst wird.

Elektrische Zahnbürste ja, aber ...

Sie wäre schon ein rechtes Familien-Geschenk, so eine elektrische Zahnbürste. Bei nur einer Zahnbürste behielte dennoch jeder in der Familie seinen Zahnbürsten-Kopf. Diese Zahnbürste kann von Rechts- wie Linkshändern gleichermaßen bedient werden. Die nachlassende Farbe der Borsten zeigt den Zeitpunkt des Bürstenwechsels an. Dennoch: Ganz „ohne“ ist der Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste nicht und von ganz allein macht auch sie nicht alles. Die elektrische Bürste ist kein Zeitspar-Gerät. Ob von Hand oder elektrisch geputzt, die Putz-Zeit muss gleichermaßen 3 Minuten betragen. Auch zu heftiges Aufdrücken beim Putzen ist genau wie bei der Handzahnbürste eher schädlich fürs Zahnfleisch. Die Rotationsbewegungen der elektrischen Zahnbürste müssen ergänzt werden mit der Bewegung von oben nach unten über den Zahn. Es verlangt auch einige Übung bis die Zahnbürste so druckfrei über das Zahnfleisch bewegt werden kann, dass damit ein sehr angenehmer Massageeffekt zu erzielen ist.

Weil die elektrische Zahnbürste eben doch einiges an Fertigkeiten und Verstehen verlangt, sollten Kinder das Zähneputzen erst mit der üblichen Handzahnbürste erlernen, bevor ihnen die elektrische in die Hand gedrückt wird.

Erfolge wollen gepflegt werden

Ein wunderbares Gefühl, wenn schiefe Zähne wieder gerade stehen, Zahnfleischtaschen beseitigt oder Lücken geschlossen sind – also Lachen, Sprechen und Essen wieder Spaß machen. Möglichst lange soll dieser Zustand Freude bereiten. Das Schöne daran ist, dass fast jeder selbst in der Lage sein kann, gerade den Erfolg einer zahnärztlichen Behandlung langfristig zu unterstützen und zu erhalten. Der Zahnarzt und sein Team begleiten ihre Patienten dabei.

Wer die eigene Verantwortung verkennt, nimmt sich die Chance, aktiv an seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden mitzuwirken. Jede Behandlung, die aus einer nachlassenden Gründlichkeit bei der täglichen Mundhygiene heraus notwendig wird, verursacht wieder Schmerzen, Ärger und auch Kosten. Der erfolgreiche Abschluss einer zahnärztlichen Behandlung oder Beschwerdefreiheit entlassen also keinen aus der Verantwortung für die Pflege seiner Zahngesundheit.

Mundgeruch muss gar nicht sein

Der Begriff Halitose klingt zwar interessant, doch er heißt nichts anderes als Mundgeruch, und das empfinden die Betroffenen  als unangenehm. Wer sonst nicht von Mundgeruch geplagt wird und plötzlich damit zu kämpfen hat, ist versucht, zu einem Mundwasser zu greifen. Doch damit wird das Problem sehr oft nur überdeckt.

Ist die Ursache eine Zahnfleischentzündung oder ein Kariesloch im Zahn, kann der Zahnarzt schnell helfen. Auch Schnarchen kann eine Ursache sein, weil dabei der Mund stark austrocknet. In vielen Fällen kann der Zahnarzt mit einer Schiene etwas gegen das Schnarchen tun.

Woran die wenigsten denken, dass hastiges Essen mit zuwenig Kauen Mundgeruch verursachen kann. Kauen muss der Mensch, weil das Kauen die Zunge reinigt.
Greifen Sie nach dem Essen zu Zahnseide zum Reinigen der Zahnzwischenräume. Zahnpflegende Kaugummis fördern den Speichelfluss, der ebenfalls Mundgeruch eindämmen kann. Fragen Sie Ihren Zahnarzt auch nach einer belagreduzierenden Mundspülung oder lassen Sie sich den Gebrauch eines Zungenreinigers erklären.

Mundschutz für Sport und Freizeit

Sport als Freizeitbeschäftigung und Urlaubsvergnügen steht mittlerweile wieder hoch im Kurs. An gute Sportgeräte und funktionelle Bekleidung denkt jeder. Doch nicht nur Kopf, Knie und Gelenke bedürfen besonderen Schutzes, auch an einen Mundschutz für die Zähne sollte man denken. Ausgeschlagene oder abgebrochene Zähne und mitunter heftige Bisswunden an Lippe oder Zunge gehören zu den häufigsten Sportverletzungen. Nicht nur Kinder, die vielleicht mit Fahrrad, Inlinern oder Skatebords noch nicht sofort zurecht kommen, auch Erwachsene sind betroffen. Ob Fußball, Handball, Wassersport oder Mountainbikefahren, Squash und Skaten – ein Mundschutz kann schmerzhafte Verletzungen mit oftmals bleibenden Schäden verhindern. Kinder und Jugendliche mit „Zahnspangen“ sind besonders verletzungsanfällig. Ein Mundschutz kann Mund und Zähne nur dann optimal schützen, wenn er passgenau angefertigt wurde, und zwar nach einem Abdruckmodell, das Ihr Zahnarzt herstellt.

Das Anfertigen eines Mundschutzes ist keine Kassenleistung, doch das Vermeiden von Zahnschäden, Narben oder langwierigen Heilbehandlungen sollte die Privatleistung wert sein.

Patienteninformation der Bundeszahnärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) haben eine Patienteninformationsreihe aufgelegt. Die fachlich fundierten, wissenschaftlich abgesicherten, aber verständlich formulierten Informationen wenden sich an den Patienten und sollen den Zahnarzt bei seiner Aufklärung in der Praxis unterstützen.

Abrufbar sind diese Informationen über Fissurenversieglung, Fluoridierung zur Kariesprävention, Parodontalbehandlung und operativen Entfernung von Weisheitszähnen im Internet unter: www.bzaek.de oder www.dgzmk.de

Prothesenpflege

Jeder Betroffene wünscht sich, die „Dritten“ wären so gut wie eigene Zähne. Also sollte man die Prothese auch so behandeln wie „echte“ Zähne. Mit denen legt man sich schließlich auch nicht ungeputzt schlafen.

Auch die Oberflächen der Prothesen- oder Spangenteile werden nur bei mechanischer Bearbeitung mit einer Bürste von Speiseresten und Bakterien befreit. Unterstützend für das optische Ergebnis können zusätzlich Reinigungstabletten verwendet werden.

Auch mit den „Dritten“ sollten Sie regelmäßig den Zahnarzt aufsuchen. Nur er kann rechtzeitig feststellen, ob sich Kieferknochen und Mundschleimhaut verändert haben, die Bisshöhe noch stimmt. Während sich Ihr Kiefer immer verändern wird, bleibt die künstliche Prothese starr und muss regelmäßig angepasst werden. Das ist nicht nur für weiterhin beschwerdelos funktionierendes Kauen und ästhetisches Sprechen notwendig. Einen schlecht sitzenden Gebissapparat wird man Ihrem Gesicht immer ansehen, und ein Sicherheits- oder Wohlgefühl stellt sich damit auch nicht ein. Und auch so manchem Defekt, den der Prothesen-Träger selbst noch nicht bemerkt hat, kommt der Zahnarzt auf die Spur, bevor das gute Stück kaputt geht.

Sind Zahnlücken gefährlich?

Zahnlücken lassen sich nicht immer vermeiden. Im Bereich der Frontzähne sind Zahnlücken besonders ärgerlich, denn jeder kann sie sehen. Nicht sichtbare Lücken toleriert man schon eher. Darin besteht auch die Gefahr. Jede Zahnlücke wird sich über kurz oder lang negativ auf unser Kausystem auswirken. Durch die Lücke verlieren die Nachbarzähne einen Teil ihrer Stütze: sie beginnen zu kippen. Dem Zahn im Gegenkiefer fehlt der Widerstand: er wächst aus dem Kiefer heraus und wird so immer länger. Beim Kauen schont man den Bereich der Lücke: damit wird die restliche Muskulatur stärker beansprucht. Für den Kieferknochen bedeutet die Lücke, dass er in diesem Bereich nicht mehr benötigt wird: also bildet er sich zurück. Dies kann eine spätere Versorgung der Lücke erschweren.Je eher eine Lücke geschlossen wird, umso weniger kann sie unser Kausystem nachhaltig und folgenschwer aus dem Gleichgewicht bringen.

Starke Zähne nur mit gesunden Wurzeln

Auch wenn die erste Lebenshälfte Zahnlücken hinterlässt, die meisten 60-Jährigen sind heutzutage stolz, noch fast alle eigenen Zähne zu besitzen.

Nicht wenigen aber erscheint es, dass die Zähne im Alter noch einmal wachsen. Das ist eine optische Täuschung. Tatsächlich bilden sich Kieferknochen und das Zahnfleisch zurück. Damit liegt ein größeres Stück Zahnhals frei. Oftmals wird das mit Schmerz beim Putzen oder Eis essen bemerkt. Fluoridhaltige Lacke und Tinkturen, die der Zahnarzt auftragen kann, bringen äußere Linderung.

Doch mit dem zurückweichenden Zahnfleisch drohen den Zahnwurzeln neue Gefahren. Diese sind nicht wie die Zahnkrone von hartem Schmelz umgeben. Die Wurzeloberfläche besteht aus wesentlich weicherem Wurzelelement und ist auch nicht so glatt. Deshalb haben es kariesbildende Bakterien bei älteren Menschen viel leichter, bis zu den Wurzeloberflächen vorzudringen, dort besonders gut zu haften und Löcher zu „fressen“. Diese Wurzelkaries kann dann die Stabilität der Zähne sehr schnell schwächen.
Eine professionelle Zahnreinigung vom Zahnarzt wäre deshalb eine wichtige Ergänzung der persönlichen täglichen Zahnpflege, wenn man noch lange auf die eigenen Zähne stolz sein will.

Wann das erste Mal zum Zahnarzt?

Es ist ein stolzes Gefühl für Eltern, wenn beim Nachwuchs das erste Zähnchen plötzlich am Löffel klappert. Und damit taucht zugleich bei vielen die Frage auf, wann sollte das Kind eigentlich erstmals zum Zahnarzt gehen?

Seit Juli 1999 gibt es auf der Grundlage der Gesetzlichen Krankenversicherung das Programm der Früherkennungsuntersuchung, das mit dem 30. Lebensmonat beginnt. Voraussetzung ist das vollständig durchgebrochene Milchgebiss. Ist dies schon vor diesem Zeitpunkt der Fall, kann mit der ersten Untersuchung auch eher begonnen werden. Der Zahnarzt inspiziert dabei die Mundhöhle, schätzt das Kariesrisiko ein, berät die Eltern zu Ernährung und Mundhygiene und behandelt vorbeugend mit Zahnschmelz härtenden Maßnahmen.

Was riecht denn so beim Zahnarzt?

Hat jemand das falsche Deo oder Rasierwasser erwischt, kommentiert er oftmals „Das riecht ja wie beim Zahnarzt!“ Und alle sind im Bilde. Mehr noch, der Satz belebt sofort jedermanns Geruchsnerven. Dabei weiß es eigentlich kaum einer – was riecht beim Zahnarzt eigentlich so nach Zahnarzt?

Das ist zum Beispiel Eugenol, eine chemische Verbindung, die Hauptbestandteil des Nelkenöls ist und antibakteriell sowie schmerzlindernd wirkt. Eugenol findet in Verbindung mit Zinkoxid beim Abdecken der schmerzempfindlichen Zahnsubstanz Anwendung und ist auch in Wurzelfüllpasten enthalten.

Auch andere den Wund- oder Entzündungsschmerz dämpfende Mittel wie Chlorphenolkampfer-Lösung oder Hypochloridlösung verbreiten sofort einen „Schwimmbadgeruch“. Sobald es also um Schmerzlinderung geht - riecht es nach Zahnarzt.

Mittlerweile stehen alternative Chemikalien zur Verfügung, die sich geruchsneutraler verhalten. Wessen Geruchssinne dennoch gar zu sehr anspringen, könnte sich ja damit trösten, dass Zahnarztgeruch auch eine schmerzarme Behandlung verspricht.

Wenn das Zahnfleisch blutet

Geschwollenes, gerötetes und blutendes Zahnfleisch deuten auf eine Entzündung des Zahnfleisches hin. Auch Schmerzen oder Schwellungen sind ernst zu nehmen. Entzündungen des Zahnfleisches können mit verbesserter Zahnreinigung vermieden werden.

Im Mund leben viele Arten von Bakterien, die zum Leben notwendig sind. Bei unzureichender Zahnpflege können sich die Bakterien jedoch ungestört vermehren. Sie wachsen zu Belägen zusammen und reizen durch ihren Stoffwechsel das Zahnfleisch. Werden die Zahnbeläge nicht entfernt, kann die Entzündung vom Zahnfleisch auf den Kieferknochen übergreifen und diesen zerstören. Die beste Vorbeugung heißt: regelmäßig und gründlich Zähne mit Bürste und Zahnseide putzen – auch in den Räumen zwischen den Zähnen. Mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen können Entzündungen frühzeitig erkannt und gestoppt werden.

Zahnbürste in der Zuckertüte

Jeder kennt den Heißhunger auf Süßes, der einen alles auf einmal verschlingen lässt. Im Hinblick auf die Gesundheit der Zähne ist ein solcher Umgang mit Süßem sinnvoller, als die Tüte mit den Gummibärchen über den Tag zu verteilen.

Zucker, der lange Zeit auf den Zähnen verbleibt, lässt die Bakterien in der Mundhöhle Säuren bilden. Diese zerstören den Schutzmantel des Zahnes. Es kommt also nicht auf die Menge des Zuckers an, sondern auf dessen Verweildauer im Mund. Zähneputzen nach jeder Mahlzeit sollte selbstverständlich sein. Auch für Kinder, wenn sie ihre Zuckertüte zum Schulanfang lüften. Eine Zahnbürste mitten in die Süßigkeiten gesteckt, kann diesen Zusammenhang ganz einfach vermitteln. Denn auch die Milchzähne haben erheblichen Einfluss auf Ausrichtung, Gesundheit und Funktion der bleibenden Zähne.

Zähne vertragen nicht jeden Vitaminstoß

Die kalte feuchte Jahreszeit hat begonnen, die ersten Erkältungsattacken hat mancher vielleicht schon überstanden. Immer mehr Leute greifen im Winterhalbjahr vermehrt zu Vitamintabletten, zu Fruchtsäften und Vitamin-C-haltigen Früchten oder Früchtetees. Eine gesunde Einstellung, die jedoch ein paar Tricks den Zähnen zuliebe erfordert. Einige der frei käuflichen Sorten Vitaminbrausetabletten können bei Langzeiteinnahmen Verfärbungen wie Kaffee oder Tee an den Zähnen und auch an Zahnersatz hervorrufen. Statt über Monate zu Zahnpasta mit starken Putzkörpern zu greifen, sollte lieber pausiert und der Verbrauch mäßig gestaltet werden.

Auch wenn mit Zucker gespart wird, fruchtige Genüsse, gleich ob Obst, Tee oder Saft, greifen den Zahnschmelz an. Dafür sorgen die Fruchtsäuren. Aber: nicht sofort zur Zahnbürste greifen! Geben Sie Ihrer Mundflora die Chance, sich zu neutralisieren, wenigstens 20 Minuten. Dem kann man mit Mineralwasser oder Zahnpflegekaugummi prima nachhelfen. Beides bietet sich auch als „erste Hilfe“ für Ihre Zähne an, wenn Sie unterwegs sind und sich in der Regel keine Putzgelegenheit bietet.
Dr. Klaus Erler

Zahnfarbene Füllungen

Die beste Füllung ist noch immer die, die man nicht braucht. Doch ohne kommt kaum einer durchs Leben. Nur sollte das vielleicht nicht gerade bei einem herzhaften Lachen für jeden ersichtlich sein. Zahnfarbene Füllungen bieten sich als Lösung an. Welches Material dabei eingesetzt wird, hängt davon ab, welcher Zahn behandelt werden muss und wie groß der Defekt ist. Ist das „Loch“ noch von genügend gesunder Zahnsubstanz umgeben, kann man außer einer vom Zahnarzt gelegten Füllung auch ein im Zahnlabor angefertigtes Inlay aus Kunststoff oder Keramik in Betracht ziehen. Inlays sind „Maßanfertigungen“ nach einem Abdruck und haben eine höhere Haltbarkeit.

Vom Zahnarzt gelegte Kunststoff-Füllungen bestehen aus Schichten unterschiedlicher plastischer Werkstoffe, die unter Licht ausgehärtet werden. Ähnlich wie bei anderen Füllungen entstehen im Laufe der Gebrauchsjahre Abnutzungen an diesen Composites. Die Lebensdauer ist damit begrenzt.

So zahnfarben die Lösung also ist, bleibt doch der Zahn ein nunmehr „reparierter“ und bedarf umso mehr besonderer Aufmerksamkeit und Pflege. Zumal die zahnfarbene Füllung außer im Frontzahnbereich keine Kassenleistung ist.

Zahngesund durch die Schwangerschaft

Es ist eins der schönsten und gern gehörten Komplimente, einer Schwangeren zu sagen, sie sehe aus wie das blühende Leben. Die beschwerlichsten Tage werden oft verdrängt, doch gerade im Anfang der Schwangerschaft liegen für die werdende Mutti kaum beachtete Gefahren für ihre Zahngesundheit. Da treffen die berühmt-verrückten Essgelüste mit den gefürchteten Brech-Attacken zusammen. Beides sind pure Säure-Attacken auf den Schutzmantel der Zähne und auf das Zahnfleisch, das wegen verstärkter Durchblutung besonders reizempfindlich geworden ist. Es gilt daher, nicht nur möglichst nach jeder Mahlzeit und jeder Magen-Attacke die Zähne zu putzen, sondern dies auch zahnfleischschonend zu tun.

Ist das Baby endlich geboren, ist die erhöhte Gesundheitsgefahr für die Zähne der Mutter noch nicht vorüber. Es geht nicht nur darum, durch sorgfältige Mund- und Zahnpflege die Übertragung von kariesauslösenden Bakterien beim Schmusen, Vorkosten oder Nuckelbefeuchten für das Kind so gering wie möglich zu halten. Auch die gesundheitlichen Reserven der Mutter sind durch die Schwangerschaft zumindest reduziert worden, nun tut die Stillzeit noch ein Übriges. Außer dem Zähneputzen ist deshalb auch eine bewusst (zahn-)gesunde ausgewogene (!) Ernährung angesagt.

Zahnimplantate – mehr als nur Lückenfüller

Ein Implantat ersetzt nicht nur den verlorenen gegangenen Zahn, sondern schont die nebenstehenden Zähne, weil diese nicht wie bei konventionellem Zahnersatz beschliffen werden müssen, um die lückenschließende Konstruktion zu tragen. Dafür aber kann so ein Implantat eine Brücke, eine Teil- oder sogar eine Vollprothese sehr gut tragen – weil die künstliche Wurzel festverwachsen im Kiefer steckt.

Erfahrungen mit der Implantation künstlicher Wurzeln gibt es mittlerweile seit etwa 15 Jahren, die Erfolgsquote bei dieser Behandlung ist sehr hoch und es gibt nahezu für jeden Fall das richtige Implantat.

In der neuen Ausgabe Nr. 35 der Patientenzeitschrift ZahnRat erfahren Sie, in welchen Schritten eine Implantation abläuft, welche gesundheitlichen Voraussetzungen für ein Implantat gegeben sein müssen und wie der „neue“ Zahn gepflegt werden muss.
Es wird auch von Risiken und Nachteilen einer solchen Therapie zu lesen sein, der ZahnRat erläutert in einem kurzen Abriss ebenfalls die Kostenfragen.

Der neue ZahnRat liegt ab sofort in den Wartezimmern der Zahnärzte zum Mitnehmen aus.

Zahnschmuck - Keine Sache für Heimwerker

Weihnachten ist nicht nur die Zeit der heimlichen Wünsche, sondern auch der kleinen Eitelkeiten. Ganz aktuell werden verschiedentlich "Heimwerker-Sets" für das Kleben von Zahnschmuck angeboten. Gelockt wird mit einem Preisvergleich zu Zahnschmuck vom Zahnarzt. Doch die Aufkleber aus dem Katalog halten nach eigenen Angaben nur 4 Wochen. Der vom Zahnarzt geklebte Schmuck dagegen etwa zwei Jahre. Aber nicht nur der Zeitfaktor spricht gegen das Do-it-yourself-Verfahren. Vor dem Kleben muss die Zahnfläche mit einem Ätzmittel gereinigt und für den Kleber aufnahmefähig gemacht werden. Wer ist schon so geübt, dass er vor dem Spiegel mit der Ätzflüssigkeit die minimalste Fläche behandelt, nicht zufällig wieder mit Zunge oder Lippe darüberfährt, den Kleber mit möglichst Punktgenauigkeit auf das Schmucksteinchen oder Dazzler aufträgt und sauber auf die gewünschte und vorbehandelte Zahnfläche aufdrücken kann? Immerhin sind Ätzmittel und Kleber Chemikalien, die an der falschen Stelle oder in zu großer Menge aufgetragen unangenehme Reizungen im Mund auslösen können.

Es sollte auch bedacht werden, dass sich nicht jeder Zahn zum Schmuckkleben eignet, er muss gesund sein und darf nicht nur noch aus Füllung bestehen. Gerade das aber kann nur der Zahnarzt einschätzen.

Auch kleine Eitelkeiten wollen also mit Bedacht erfüllt werden.

Zahnschmuck statt Piercing

Körperschmuck hat besonders in der Urlaubs- und Sommersaison Hoch-Zeit. Vor allem jungen Leuten ist es ein Spaß, mit Ungewohntem auf sich aufmerksam zu machen. Die Urlaubslaune tut ein Übriges zu spontanen Entscheidungen. Wenn es denn der verzierte Mund sein soll, sollte an Zahnschmuck statt an Piercing gedacht werden.

Die kleinen goldenen Motive, sogenannte Dassler, oder Strass-Steinchen bestehen zum einen aus hygienisch und allergisch unbedenklichem Material und werden zum anderen vom Zahnarzt nur aufgeklebt – wiederum mit einer körperverträglichen Substanz.

Ein Piercing in Lippe, Zunge oder Zahnfleisch bringt schon erst einmal eine Verletzung beim Anbringen des „Schmucks“ mit sich, löst fast immer chronische Entzündungen im Mund aus und schlägt bei jeder Kau- bzw. Sprechbewegung an den Zähnen an, was bleibende Schäden hinterlässt.

Dagegen ist aufgeklebter Zahnschmuck, wenn vom Zahnarzt vorgenommen, weder mit Verletzungen noch mit dauerhaften Schadspuren nach dem Entfernen des Schmuckes verbunden. Wer genug vom Zahnschmuck hat, kann ihn sich einfach wieder ablösen lassen. Jedes abgelegte Piercing aber hinterlässt Narben und damit verletztes Nervgewebe.

Weil das Piercen für Mediziner eine Körperverletzung darstellt, nehmen Zahnärzte in ihren Praxen kein Piercing vor.

Kontakt

Patientenberatungsstelle
Tel.: 0351 - 806 62 57
Fax: 0351 - 806 62 58
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Stand: Fri Jun 25 10:59:07 2010