Pflicht zur fachlichen Fortbildung

Welche gesetzlichen Grundlagen und Richtlinien kommen zum Tragen?

Wer muss wann den Nachweis erbringen?

  • Alle Vertragszahnärzte (VZÄ), ermächtigte Zahnärzte und angestellte Zahnärzte müssen nach fünfjähriger vertragszahnärztlicher Tätigkeit den Nachweis von 125 Fortbildungspunkten erbringen. Erstmals musste der Nachweis zum 30.Juni 2009 von den Zahnärzten erbracht werden, die bereits zum 30. Juni 2004 vertragszahnärztlich tätig waren.

Wann und in welcher Form muss der Nachweis bei der KZV eingereicht werden?

  • Nach Ablauf des Fünfjahreszeitraumes kann der Nachweis in Form einer Bestätigung und einer Einzelaufstellung der Veranstaltungen eingereicht werden. Dafür können Sie die für Sie vorbereiteten Formblätter nutzen, die eine selbständige Errechnung Ihre Fortbildungspunkte möglich machen. Hierfür ist das Programm Excel auf Ihrem Rechner erforderlich.
  • Sollten Sie kein Excel auf Ihrem Rechner zur Verfügung haben, stehen Ihnen die Formblätter auch als pdf-Datei zur Verfügung. Diese können Sie ausdrucken und per Hand ausfüllen.
  • Die Fortbildungszertifikate (o. ä.) sind nur nach Aufforderung einzureichen.

Was wird mit den zu viel erworbenenen Punkten?

  • Haben Sie mehr Punkte als erforderlich gesammelt, werden diese nicht auf den neuen Punkteturnus angerechnet. Diese verfallen am Ende des Fünfjahreszeitraumes.

Wie wird die fachliche Fortbildung bewertet?

Grundlage für die Punktebewertung sind die Leitsätze der Bundeszahnärztekammer vom 1.Januar 2006.

  • Selbststudium durch Fachliteratur (Studium der ZM mit 10 Punkten pro Jahr)
  • Seminare (z. B. Stammtische der KZV, Dresdner Abende mit 1 Punkt pro Stunde)
  • Fortbildungsangebote

Wie lange müssen die Nachweise aufbewahrt werden?

  • Die Fortbildungsnachweise sind nach Abschluss des jeweiligen Fünfjahreszeitraumes noch mindestens ein Jahr aufzubewahren.

Werden die Zahnärzte zur Abgabe der Fortbildungsnachweise aufgefordert?

  • Die KZV wird spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Fünfjahreszeitraumes die betroffenen Zahnärzte zur Einreichung des Fortbildungsnachweises auffordern.

Wie erfolgt die Stichprobenprüfung?

  • Von den Zahnärzten, die den Fortbildungsnachweis eingereicht haben, werden zwei Prozent aufgefordert, die Fortbildungszertifikate / Nachweise einzureichen.
    Die sachliche Prüfung wird im darauffolgenden Quartal durch die
    KZV erfolgen, Problemfälle werden zur Prüfung dem Vorstand vorgelegt. Die Prüfung erfolgt nach den Leitsätzen der Bundeszahnärztekammer.

Welche Konsequenzen können sich ergeben?

  • Wenn der Zahnarzt die 125 Fortbildungspunkte nachweislich (Stichprobenprüfung) nicht oder nicht vollständig erbringt, ist die KZV verpflichtet, das Honorar der vertragszahnärztlichen Leistungen zu kürzen. Für die vier darauf folgenden Quartale jeweils um 10 Prozent und die weiteren vier Quartale um 25 Prozent. Sollten die Nachweise bis dahin nicht erbracht werden, muss die KZV einen Antrag auf Entzug der Zulassung stellen.

Wann bekomme ich wieder eine ungekürzte Auszahlung?

  • Die Honorarkürzung endet nach Ablauf des Quartals, in dem der vollständige Fortbildungsnachweis erbracht wird.

Wie werden angestellte Zahnärzte geprüft?

  • Der Fortbildungsnachweis des angestellten Zahnarztes wird unabhängig des Beschäftigungsumfanges nach fünfjähriger Tätigkeit in einer oder mehreren Praxen durch den Vertragszahnarzt eingereicht.
  • Die Konsequenzen bei Nichterfüllung der 125 Fortbildungspunkte trägt der Vertragszahnarzt.

Wie werden die Zahnärzte in einer Berufsausübungsgemeinschaft geprüft?

  • Wenn ein Zahnarzt dieser Gemeinschaft den Nachweis nicht erbringt, wird das Gesamthonorar durch die Anzahl der beteiligten Vertragszahnärzte geteilt und der entsprechende Einzelanteil wird gekürzt.

Muss auch ein Assistent den Nachweis erbringen?

  • Ist der/die Assistent/in über den Vorstand der KZV Sachsen genehmigt worden, muss kein Nachweis erbracht werden.


Die e-Fortbildung  - ein Angebot Ihrer KZV Sachsen - bietet eine weitere Möglichkeit für Sie.



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Stand: 24. Oktober 2017