Vorsicht: Betrugsmaschen mit Viren-Mails und Telefontricks

In letzter Zeit erreichten die zahnärztlichen Körperschaften Hinweise auf neue Betrugsmaschen bei sächsischen Zahnärzten. Beispielsweise mithilfe von gefälschten Bewerbungsunterlagen versuchen die Urheber, Computerviren einzuschleusen, an persönliche Daten zu kommen oder gebührenpflichtige Hotline-Rückrufe zu provozieren. Dabei gehen sie mitunter sehr clever vor. Es ist Vorsicht geboten.

Täuschend echte Tricks

Einige Zahnärzte in Sachsen haben gefälschte Bewerbungsunterlagen per E-Mail erhalten. Die Mails enthalten ein freundlich formuliertes Anschreiben einer jungen Frau. Im Anhang finden sich ein Bewerbungsfoto und eine ZIP-Datei mit vermeintlichen Bewerbungsunterlagen. Die ZIP-Datei enthält jedoch einen Verschlüsselungstrojaner. Diese Erpressersoftware verschlüsselt Daten auf dem Computer und macht sie damit unbrauchbar. Die Angreifer fordern dann ein „Lösegeld“ für die Entsperrung. Es wird davon abgeraten, die Dateien zu öffnen oder auszuführen.

Auch werden momentan gefälschte E-Mails unter der Absenderadresse des AOK-Bundesverbandes versandt. Der AOK-Bundesverband warnt eindringlich davor, die E-Mails sowie den Anhang zu öffnen. Empfänger erkennen die gefälschte E-Mail an folgendem Betreff: "Ihre angeforderten Patientendokumentation – A5882010559". Zudem befindet sich im Anhang eine ZIP-Datei. Sofern man eine solche E-Mail erhalten hat, empfehlen die Datenschützer und Sicherheitsexperten des AOK-Bundesverbandes, diese zu löschen und anschließend den E-Mail-Papierkorb zu entleeren.

Es sind Fälle von gefälschten Benachrichtigungen von Zustelldiensten, wie FedEx, bekannt geworden. Dabei haben Zahnärzte per E-Mail oder Post täuschend echte Benachrichtigungen zu einer vermeintlichen Paketsendung erhalten. Die Absender bitten um Rückruf, um die Probleme mit der Lieferung abzuklären. Die Nummer ist kostenpflichtig und sollte auf keinen Fall angerufen werden.

Verhaltenstipps
  • Vorsicht und gesunde Skepsis sind bestes Rezept gegen Datenverlust und Betrug.
  • regelmäßige Datensicherungen durchführen
  • persönliche Daten nicht ohne Weiteres herausgeben
  • Telefonnummern von unerwünschten Anrufern oder E-Mail-Absendern blockieren
  • Anhänge in E-Mails unbekannter Absender nicht öffnen
  • unverlangt zugesandte oder merkwürdig erscheinende E-Mails von bekannten Absendern vorsichtig behandeln
  • Anhänge von Mails, die EXE-Dateien oder ZIP-Dateien enthalten, sind besonders verdächtig.
  • nicht auf E-Mails von Banken, Versicherungen o. Ä. reagieren, die zur Eingabe der Benutzerdaten oder PINs auffordern; bei Unsicherheit per Telefon oder persönlich beim Absender nachfragen
  • bei einem Schadensfall sofort an die örtliche Polizei wenden

    Kontakt

    Zahnärztehaus
    Informationszentrum Zahngesundheit
    Tel.: 0351 - 806 62 78
    Fax: 0351 - 806 62 79
    Schreiben Sie eine E-Mail

    Stand: 26. September 2018