Telematikinfrastruktur

Verantwortlich für den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, kurz gematik.

Aktuelle Informationen

Informationen zum Upgrade auf eHealth-Konnektor

Die Kosten für das Upgrade zum eHealth-Konnektor werden Ihnen pauschal refinanziert. Ebenfalls erhalten Sie eine weitere Betriebskostenpauschale.

Die Refinanzierung dazu wird Ihnen voraussichtlich ab dem IV. Quartal 2020 bereitgestellt werden.

Zu gegebener Zeit werden wir Sie über die Modalitäten der Beantragung der Kosten informieren.

Anspruch auf ein weiteres stationäres Kartenterminal besteht nur für Vertragszahnärzte welche über eine Doppelapprobation verfügen oder wenn die Chirurgie das hauptsächliche Tätigkeitsfeld ist.

Hinweis: Nach dem Upgrade des Konnektors zum eHealth-Konnektor (Erweiterung um medizinische Anwendungen z.B. NFDM bzw. eMP) ist eine Zahnarztpraxis verpflichtet, einen eZAA (eHBA) in der Zahnarztpraxis vorzuhalten. Diesen beantragen Sie über die Landeszahnärztekammer bei einem Anbieter Ihrer Wahl.

Upgradekosten für die medizinischen Anwendungen dürfen vom Anbieter nur für die VSDM-Konnektoren erhoben werden. Dies betrifft überwiegend Konnektoren, die bis zum 31.12.2019 installiert bzw. bestellt wurden.

Die Pauschalen entnehmen Sie bitte der Vereinbarung.

Voraussetzungen in Ihrer Praxis

Notwendige Komponenten der Telematikinfrastruktur (TI) sind:

  •  e-Health-Kartenterminal
  •  Konnektor
  •  VPN-Zugangsdienst
  •  Praxisausweis (SMC-B Karte)
  •  elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)
  •  technische Grundvoraussetzung einer funktionierenden Internet-Verbindung

Vor der Bestellung wenden Sie sich am besten zunächst an Ihren PVS-Hersteller beziehungsweise ihren Systembetreuer, da das Praxis-Verwaltungs-System für den Anschluss an die TI angepasst werden muss.

Damit alles Notwendige am Installationstag vorliegt und Ihr Praxisbetrieb nicht unnötig stark eingeschränkt wird, soll Sie die Checkliste "Anschluss an die Telematikinfrastruktur" bei der Vorbereitung unterstützen.

Um die fachgerechte Beratung und Installation beim Anschluss an die TI überprüfen zu können, steht Ihnen ein Installationsprotokoll zur Verfügung.

Praxisausweis SMC-B beantragen

Die Beantragung des Praxisausweises (SMC-B Karte) erfolgt über das Online-Portal.

Nach Aktivierung des Links zum Online-Portal erhalten Sie eine Login-Aufforderung. Bitte benutzen Sie Ihre persönliche Vertragszahnarzt-Zugangskennung.

Informieren Sie sich auch über die Antrags-, Nutzungs- und Sperrregelungen der KZV Sachsen zum Umgang mit dem Praxisausweis.

Refinanzierung

Bei Vorliegen von Anspruchsberechtigungen zur Beantragung von Pauschalen für Erstausstattungs- und Betriebskosten sendet Ihnen die KZV Sachsen automatisch eine Mail zu. Im Anhang dieser Mail finden Sie ein PDF-Dokument zur Beantragung der Refinanzierung. Bitte füllen Sie den Antrag aus und übersenden diesen der KZV Sachsen.

Das Dokument zur Beantragung der Refinanzierung finden Sie zusätzlich im persönlichen Dokumentencenter. Bitte benutzen Sie für den Abruf des Dokumentes aus dem persönlichen Dokumentencenter Ihre persönliche Vertragszahnarzt-Zugangskennung.

Bitte beachten Sie die Frist zur Beantragung der Erstausstattungskosten.

Ansprüche zur Auszahlung der Pauschalen müssen innerhalb eines Jahres gegenüber der KZV Sachsen geltend gemacht werden. Ausnahmeregelung gilt für Praxen, die seit dem Jahr 2017 bzw. bis zum 31. Dezember 2019 an die TI angeschlossen sind. Diese Ansprüche sind letztmalig im IV. Quartal 2020 geltend zu machen.

 Im BMV-Z Anlage 11 ist die Finanzierung der Kosten und des Aufwandes für die technische Ausstattung der Praxen geregelt.

Der Pauschalenvereinbarung entnehmen Sie die aktuellen Refinanzierungsbeträge.

Fragen zur Refinanzierung

Anwendung in der Praxis

Das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) ist die erste verpflichtende Anwendung der Telematikinfrastruktur. Dabei werden die Stammdaten des Versicherten von der elektronischen Gesundheitskarte mit den Daten der jeweiligen Krankenkasse über die TI abgeglichen und bei Bedarf automatisch aktualisiert. Anschließend erfolgt das Einlesen der Daten in Ihr Praxisverwaltungssystem (PVS).

Auch weitere Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) werden zukünftig in der Zahnarztpraxis zum Alltagsgeschehen zählen. So sind als nächstes die Kommunikation im Medizinwesen (Leitfaden KIM) sowie die Nutzung der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) in der Umsetzung.

Die sichere E-Mail-Kommunikation im Medizinwesen (KIM) ermöglicht den zuverlässigen und vertraulichen Austausch von Nachrichten und medizinischen Dokumenten innerhalb der Telematikinfrastruktur - über alle Sektoren und Berufsgruppen im Gesundheitswesen hinweg. So können bspw. Arztbriefe, Röntgenbilder und Befunde verschlüsselt in diesem geschlossenen Nutzerkreis versandt werden.

Mit Besitz des elektronischen Heilberufsausweises (eHBA) wird die Möglichkeit geschaffen, eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) zu erstellen. Diese ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. Somit können rechtssicher und leistungsorientiert medizinische Dokumente unterschrieben werden.

Die Anwendung Notfalldatenmanagement (Leitfaden NFDM) soll in Notfallsituationen einen sicheren und schnellen Zugriff auf notfallrelevante medizinische Informationen geben, um zur Abwendung eines ungünstigen Krankheitsverlaufs zu verhelfen. Angaben wie Diagnosen, Medikation und Allergien/Unverträglichkeiten können somit vollständig erhoben werden, welche für die Behandlung anamnestisch entscheidend sind.

Der elektronische Medikationsplan (Leitfaden eMP) umfasst Medikationsdaten und deren medikationsrelevante Informationen. Ebenfalls umfasst dieser ein Kommentarfeld zum interdisziplinären Austausch der beteiligten Heilberufsangehörigen. Die im eMP enthaltenen Daten sollten dann durch das Arzneimitteltherapiesicherheitsmanagement (AMTS) überprüft werden. Gefährliche Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten und Verordnungen können so im Vorwege ausgeschlossen werden.

Elektronischer Zahnarztausweis (eZAA, eHBA)

Für den Ausweistyp „elektronischer Zahnarztausweis“ (eZAA) ist auch der Begriff „elektronischer Heilberufsausweis“ (eHBA) gebräuchlich.

Die Verfügbarkeit und die Nutzung von medizinischen Anwendungen innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) setzt das Vorhandensein eines elektronischen Zahnarztausweises in der Zahnarztpraxis voraus.

Mit diesem eZAA können Sie z.B. Texteinträge und Daten elektronisch signieren.

Diese Signatur wird zum Beispiel in den Anwendungen Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und der elektronischen Patientenakte (ePA)  zum Einsatz kommen.

Beantragen können sie den eZAA bei der Landeszahnärztekammer Sachsen.

Bitte beachten Sie hierzu die Hinweisseiten der Landeszahnärztekammer Sachsen.

Weitere Informationen