Coronavirus

Die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen stellen Ihnen hier fortlaufend die aktuellen Informationen zum Coronavirus zur Verfügung.

Gesetzliche Regelungen

Infektionsschutzgesetz (IfSG)

  • gilt seit 1. Oktober bis voraussichtlich 7. April 2023
  • FFP2-Maskenpflicht in Zahnarztpraxen für Patienten und Besucher.
  • Nutzen Sie unseren Aushang (deutsch und englisch).
  • Link zum Gesetz


SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) aufgehoben

  • vorzeitig zum 2. Februar 2023 aufgehoben
  • an Stelle von verpflichtenden Maßnahmen treten Empfehlungen des Bundesarbeitsministeriums
  • Praxisinhaber entscheiden anhand der Gefährdungsbeurteilung, welche Maßnahmen in der Praxis geeignet sind.

Fragen dazu beantwortet Tobias Räßler, M.Sc. Ressortleiter Praxisführung/Zahnärztliche Stelle:


Sächsische Corona-Schutz-Verordnung ab 3. Februar 2023

  • ab 3. Februar 2023 gibt es in Sachsen keine landeseigenen Corona-Schutzmaßnahmen mehr
  • die Isolationspflicht für Corona-positiv getestete Menschen wird aufgehoben
  • Verordnung gilt bis 7. April 2023 und enthält eine Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie Ausnahmen von der Testpflicht des Bundes
  • Link zur Bekanntmachung


Wichtig:
Die bundesweit einheitlich geregelten Masken- und Testpflichten gelten weiterhin (siehe Infektionsschutzgesetz):

  • Für Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher in Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken etc. ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend.
  • Für den Zutritt zu Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gilt eine FFP2-Maskenpflicht und eine Testnachweispflicht.

Coronavirus-Testverordnung

Angesichts des Infektionsgeschehens wird die seit 30. Juni 2022 gültige Testverordnung über den 25. November 2022 hinaus verlängert.

Das Wichtigste im Überblick

  • Zahnärzte dürfen weiter testen.
  • Auch die Tests zur Verhütung der Verbreitung, die praxisintern durchgeführt werden (Personaltests), sind wie bisher 10 mal pro Monat/Person möglich.
  • Die Sachkostenpauschale für selbst beschaffte PoC-Antigen-Tests und Antigen-Tests zur Eigenanwendung beträgt ab 01.12.2022 2 EUR je Test (vorher 2,50 EUR).
  • Seit Montag, den 16. Januar 2023, werden Tests zur Beendigung der Isolation nach einer Infektion mit dem Corona-Virus nicht mehr finanziert. Ausgenommen hiervon ist die Testung nach Isolation von medizinischem Personal – auch Zahnarztpraxen. Für diese Tests gilt die Sachkostenerstattung in Höhe von 2,00 EUR weiter.
  • Wichtig: Am 28. Februar 2023 endet für alle Tests die Abrechnungsmöglichkeit, hiervon sind auch die Mitarbeitertests betroffen. Ab dem 1. März 2023 kann keine Abrechnung mehr erfolgen.
  • Die Abrechnungen der im Januar und Februar 2023 durchgeführten Tests nimmt die KZV Sachsen ausschließlich über das Online-Formular bis einschließlich 4. April 2023 entgegen.
  • Seit dem Inkrafttreten (30.06.2022) dürfen nur noch Tests zur Anwendung kommen, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Link zur Liste (ab S. 12)
  • Anspruch auf kostenfreie Tests (sog. Bürgertests) haben nur noch die nachfolgend aufgeführten asymptomatischen Personen.

1. Folgende asymptomatischen Personen haben Anspruch auf kostenfreie PoC-Antigentests:Besucher sowie Behandelte und Bewohner in folgenden Einrichtungen:

- Krankenhäusern
- Rehabilitationseinrichtungen
- Voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen
- Voll- und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
- Einrichtungen für ambulante Operationen
- Dialysezentren
- Ambulante Dienste oder stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Tageskliniken
- Entbindungseinrichtungen
- Obdachlosenunterkünfte
- Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar - Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedler

2. Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines persönlichen Budgets beschäftigt sin

3. Pflegende Angehörige i. S. d. § 19 S. 1 SGB XI

4. Personen, bei denen ein Test zur Beendigung der Absonderungen notwendig ist (sog. Freitesten)

Personen, die einen kostenlosen Bürgertest verlangen, müssen ihre Anspruchsberechtigung nachweisen, entweder durch Vorlage von entsprechenden Unterlagen (z. B. Bescheid über Leistungsberechtigung nach § 29 SGB IX, Beleg des Pflegestats, positives Testergebnis bei Freitestung etc.) oder eine Selbstauskunft. Wer keinen Anspruch auf einen kostenfreien Bürgertest hat, muss ihn privat bezahlen. Der Anspruch auf kostenfreie Bürgertests besteht nur noch bis einschließlich 28. Februar 2023. Danach müssen Tests selbst bezahlt werden.

  • Die Bedingungen für die Testung haben sich nicht geändert. So muss z. B. der Anschluss an die Corona-Warn-App zur Erzeugung von digitalen Testzertifikaten seit August 2021 realisiert sein und ein Nachweis der Identität durch Vorlage des Personalausweises erfolgen.
  • Für alle Tests gelten weiterhin die bekannten Dokumentationspflichten. Alle Dokumentationen müssen unverändert bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden.


Link zum Abrechnungsformular PoC-Antigen-Tests

Fragen zur Testverordnung beantwortet Ihnen gern Frau Sauer, Tel.: 0351 8053-626.

    Bürgertestungen

    Laut aktueller Testverordnung sind Bürgertests weiterhin möglich. An den bereits bestehenden Voraussetzungen – Identitätsprüfung durch Lichtbildausweis, erfolgter Anschluss an die Corona-Warn-App – gibt es keine Änderungen.

    Es bleibt dabei, dass Praxen, Apotheken und andere Teststellen seit 1. August 2021 technisch in der Lage sein müssen, die Testergebnisse und COVID-19-Testzertifikate auf Wunsch der getesteten Person an die Corona-Warn-App (CWA) zu übermitteln.

    Fragen und Antworten

    Wer hat Anspruch auf kostenfreie Tests (sog. Bürgertests)?

    Folgende Asymptomatischen Personen haben Anspruch auf kostenfreie PoC-Antigentests:

      1. Besucher sowie Behandelte und Bewohner in folgenden Einrichtungen 

      - Krankenhäusern
      - Rehabilitationseinrichtungen
      - Voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen
      - Voll- und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
      - Einrichtungen für ambulante Operationen
      - Dialysezentren
      - Ambulante Dienste oder stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe
      - Tageskliniken
      - Entbindungseinrichtungen
      - Obdachlosenunterkünfte
      - Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedler

      2. Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines persönlichen Budgets beschäftigt sin

      3. Pflegende Angehörige i. S. d. § 19 S. 1 SGB XI

      Personen, die einen kostenlosen Bürgertest verlangen, müssen ihre Anspruchsberechtigung nachweisen, entweder durch Vorlage von entsprechenden Unterlagen (z. B. Bescheid über Leistungsberechtigung nach § 29 SGB IX, Beleg des Pflegestats, positives Testergebnis bei Freitestung etc.) oder eine Selbstauskunft. Wer keinen Anspruch auf einen kostenfreien Bürgertest hat, muss ihn privat bezahlen. Der Anspruch auf kostenfreie Bürgertests besteht nur noch bis einschließlich 28. Februar 2023. Danach müssen Tests selbst bezahlt werden.

    Welche Pflichten sind mit der Durchführung von Tests an Patienten verbunden?

    1. Der getesteten Person muss eine Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2 Virus ausgestellt werden (hier auch in englischer Sprache).
    2. Übermittlung des Testergebnisses auf die Corona-Warn-App auf Wunsch der getesteten Person (ab 01.08.2021).
    3. Ist das Testergebnis positiv, muss der getesteten Person das ausgefüllte Formular „Pflicht zur Absonderung“ mitgegeben werden.


    Welche Tests dürfen durchgeführt werden?

    • Auch PCR-Tests dürfen durchgeführt werden. Anspruch auf einen solchen Labortest besteht, wenn der PoC-Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis gezeigt hat. Die Beschaffung der Tests sowie die Auswahl eines medizinischen Labors zur Auswertung liegen in der Hand der Praxisleitung. Wenn Sie diese Testungen in Betracht ziehen, stellt Ihnen die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS) die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Fordern Sie diese gern per E-Mail an.

    Was muss zwingend dokumentiert werden?

    1. Die Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag sind zu erfassen.
    2. Je durchgeführte Testung ist der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
    3. Pro Test muss die Test-ID gemäß der Liste des Gesundheitsausschusses der Europäischen Union angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Tests beim Personal aufzunehmen.
    4. Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt.
    5. Schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests.

    Oben genannte Dokumentationen sowie Testnachweise müssen für vier Wochen aufbewahrt werden. Rechnungsunterlagen für selbst beschaffte Tests sind bis zum 31.12.2024 in der Praxis zu speichern bzw. aufzubewahren und müssen auf Verlangen zu Prüfungszwecken vorgelegt werden.


    Wann erfolgt die Abrechnung?

    Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, zu den veröffentlichten Einreichungsterminen über die KZV Sachsen.


    Welche Aufbewahrungsfristen sind zu beachten?

    Für alle Tests gilt, dass die Rechnungen über die Lieferung von Tests bis zum 31. Dezember 2024 aufzubewahren sind. Die Kassenärztliche Vereinigung ist verpflichtet die Abrechnungen stichprobenartig zu prüfen. Erforderliche Unterlagen sind zur Verfügung zu stellen. Während einer Prüfung können Zahlungen ausgesetzt werden.

    Weiterführende Informationen:

    Informationen der KBV
    Informationen der BZÄK
    Coronavirus-Testverordnung
    Corona-Arbeitsschutzverordnung
    Häufige Fragen zu den aktuell geltenen Regelungen in Sachsen

    Dokumentationspflichten bei Coronatests

    Eine umfangreiche Dokumentation jeglicher Testung ist ab dem 1. Juli 2021 verpflichtend. Zwingend zu dokumentieren sind:

    • Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag (gilt nur, wenn Sie Bürgertests durchführen).
    • Je durchgeführte Testung sind der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund (Testung von Kontaktpersonen, Testung von Personen nach Auftreten von Infektionen oder Testung zur Verhütung) anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
    • Pro Test muss die Test-ID gemäß der Liste des Gesundheitsausschusses der Europäischen Union angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Eigentests beim Personal aufzunehmen.
    • Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt
    • schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests

    Rechtliche Grundlage: Coronavirus-Testverordnung des BMG vom 01.09.2022

    Corona-Impfung

    Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen

    Die einrichtungsbezogene Impfpflicht endete zum 31. Dezember 2022 und hat keine Gültigkeit mehr.

    Impfen durch die Zahnärzteschaft

    Nach Inkrafttreten der geänderten Coronavirus-Impfverordnung ist das Impfen auch in Zahnarztpraxen möglich. Die Impfverordnung ist bis zum 7. April 2023 gültig.

    1. Voraussetzungen

    • Impfungen dürfen allein durch Zahnärztinnen/Zahnärzte erbracht werden, die zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer erfolgreich absolvierten ärztlichen Schulung berechtigt sind und dies entsprechend nachweisen können (siehe 9. Impfzertifikat durch die LZK Sachsen).
    • Für die Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 müssen geeignete Räumlichkeiten mit der erforderlichen Ausstattung zur Verfügung stehen.
    • Zudem muss nach berufsrechtlichen Vorschriften eine erforderliche Betriebshaftpflicht- bzw. Berufshaftpflichtversicherung vorhanden sein, die mögliche Schädigungen aus der Durchführung der Schutzimpfungen abdeckt. Es wird empfohlen, sich vom Haftpflichtversicherer eine Bestätigung des Einschlusses der Haftungsübernahme auch beim zahnärztlichen Impfen einzuholen.
    • Sie benötigen außerdem einen Impfberechtigungsnachweis der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS). Aus diesem gehen die vorab genannten Punkte hervor. Um diesen zu erhalten, schicken Sie das Formular „Selbstauskunft zur Bestätigung der Impfberechtigung“ ausgefüllt und unterschrieben an mitgliederverwaltung@lzk-sachsen.de. Mehr dazu auch unter Punkt 8. Impfberechtigungsnachweis.
    • Beachten Sie bitte, dass Zahnärzte nur berechtigt sind, Personen zu impfen, die das
      12. Lebensjahr vollendet haben. Kinder unter 12 Jahren sind von der Impfberechtigung nicht umfasst.

    2. Meldungen an das RKI

    Zahnärztinnen/Zahnärzte, die Impfungen durchführen, müssen dem RKI taggleich folgende Angaben über die durchgeführten Impfungen übermitteln (Impfüberwachung):

    • Name (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Vorname (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Patienten-Pseudonym (erzeugt die KZV)
    • Geburtsmonat und –jahr (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Geschlecht
    • Fünfstellige Postleitzahl und Landkreis der zu impfenden Person (Landkreis ergänzt KZV)
    • Kennnummer (Abrechnungsnummer)
    • Datum der Schutzimpfung
    • Beginn oder Abschluss der Impfserie (Erst-, Folge- oder Auffrischungsimpfung)
    • Impfstoffspezifische Dokumentationsnummer (Impfstoff-Produkt oder Handelsname)
    • Chargennummer


    Zwecks Durchführung der Meldung geben Sie taggleich auf der Website https://www.zahnaerzte-in-sachsen.de/formulare/dim in das dort zur Verfügung gestellte Formular die Daten ein zu den von Ihnen durchgeführten Impfungen. Die Daten werden dann an das RKI übertragen, wobei gleichzeitig die Patientennamen und Geburtsdatum automatisch pseudonymisiert werden.
    Das Formular finden Sie nach Eingabe von Benutzername und Passwort (ausschließlich des Praxisinhabers) auf dem Dashboard. Es dient gleichzeitig der Abrechnung der erbrachten Impfleistungen, die monatlich mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) erfolgt. Neben den oben aufgeführten Daten geben Sie also zugleich auch alle weiteren für die Abrechnung der Leistungen notwendigen Daten ein (siehe unten Punkt 4).

    3. Dokumentationspflichten

    Wie alle von Ihnen erbrachten vertragszahnärztlichen Leistungen müssen Sie auch die von Ihnen erbrachten und abgerechneten Impfleistungen in Ihren Unterlagen dokumentieren. Die für die Abrechnung übermittelten Daten (siehe Punkte 2 und 4) sind bis zum 31. Dezember 2024 unverändert zu speichern bzw. aufzubewahren.

    4. Abrechnung

    Folgende Vergütungen werden gezahlt:

    Durchführung der Impfung (incl. Aufklärung und Beratung, symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, Verabreichung des Impfstoffs, Beobachtung der sich an die Verabreichung des Impfstoffs unmittelbar anschließenden Nachsorgephase, erforderliche medizinische Intervention im Fall des Auftretens von Impfreaktionen) 28,00 €/Person und Impfung
    Durchführung der Impfung (siehe zuvor) an Samstagen, Sonn- und gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember 36,00 €/Person und Impfung
    Notwendiges Aufsuchen einer Person zum Zweck der Impfung (zzgl. zur Vergütung für die Durchführung der Impfung) 35,00 €
    Aufsuchen einer weiteren Person in derselben sozialen Gemeinschaft oder Einrichtung (zzgl. zur Vergütung für die Durchführung der Impfung) 15,00 €/jede weitere Person
    Erstellung eines COVID-19-Impfzertifikats i. S. d. § 22a Abs. 5 IfSG (nur für Personen, die vom jeweiligen Leistungserbringer selbst geimpft wurden) 6,00 €
    Erstellung eines COVID-19-Impfzertifikats i. S. d. § 22a Abs. 5 IfSG (nur für Personen, die vom jeweiligen Leistungserbringer selbst geimpft wurden) bei automatisierter Erzeugung des Zertifikats aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) 2,00 €

    Wird die Impfung ausschließlich im Impfausweis bestätigt, ist die Abrechnung für das Ausstellen eines Impfzertifikates nicht möglich.

    Die Abrechnung erfolgt monatlich. Mit der täglichen Eingabe der erforderlichen Daten auf dem Online-Formular (siehe Punkt 2.) haben Sie alles Notwendige für die Abrechnung der Leistungen getan. Sie ersparen sich also eine erneute Eingabe der Daten am Ende des Monats zu Abrechnungszwecken. Ebenso wie bei der Übertragung der Daten an das RKI werden die persönlichen Angaben zur geimpften Person bei der Übersendung an die
    KZV Sachsen automatisch pseudonymisiert. Die KZV Sachsen rechnet die Leistungen dann monatlich mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) ab. Die Auszahlung der Honorare erfolgt, nachdem die Gesamtrechnung durch das BAS beglichen wurde.
    Es werden Verwaltungskosten in Höhe von 0,99 % in Abzug gebracht. Eine Abrechnung ist nur über das zur Verfügung gestellte Online-Formular möglich.

    5. Impfzertifikate erzeugen

    Hier stehen drei Varianten zur Verfügung.

    1. Automatisierte Erzeugung aus dem PVS – bitte fragen Sie Ihren Anbieter.
    2. Desktop-Client: Eine Alternative ist der Desktop-Client (auch „Komfort-Client“). Mit der Anwendung können die Personendaten automatisch durch die Integration des elektronischen Kartenterminals befüllt werden. Die Daten müssten so nicht mehr per Hand eingetragen werden. Die Firma IBM hat den Desktop-Client im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und stellt diesen kostenfrei bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist der Zugang zur Telematikinfrastruktur sowie eine Internetverbindung. Praxen können die Anwendung online herunterladen. Die Konfiguration muss nach Angaben von IBM durch einen IT-Techniker vorgenommen werden. Die Installationsdatei, die Anleitung sowie das Anwender-Handbuch finden Sie hier
    3. RKI-Webanwendung: Alternativ kann der Impfzertifikatsservice des Robert Koch-Instituts genutzt werden, der über die Telematikinfrastruktur läuft. Die Eingabe der Daten, wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum, erfolgt manuell, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

    6. Impfstoffbestellungen

    Zahnärztinnen/Zahnärzte erhalten die Impfstoffe, und das Impfbesteck und -zubehör unentgeltlich über Apotheken. Bei der Erstbestellung von Impfstoffen müssen sich Zahnärztinnen/Zahnärzte in der Apotheke als impfberechtigt legitimieren. Hierfür muss der Impfberechtigungsnachweis vorgelegt werden. Diesen stellt die zuständige Landeszahnärztekammer (siehe 1.) auf Ersuchen der Zahnärztinnen/Zahnärzte aus. Die Bestellung des Impfstoffs und des Impfzubehörs muss jeweils bis spätestens Dienstag,
    12:00 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Zahnärztinnen/Zahnärzte bestellen den Gesamtbedarf an Impfstoffen dosisbezogen und impfstoffspezifisch auf einem Rezept (Formular 16). Die Anzahl der benötigten Dosen ist entsprechend der Vialgröße, also der Anzahl der pro Packung zu entnehmenden Dosen anzugeben. Dieser unterscheidet sich je nach Impfstoff. Pro Rezeptformular können maximal drei verschiedene Impfstoffe verordnet werden. In das Feld „Arztnummer“ ist dabei die Pseudoziffer 999999900 einzutragen.

    7. Weitere Informationen – Aufklärung, Beratung und Impfstoffe

    Die Bundeszahnärztekammer veröffentlicht unter diesem Link Informationen rund um das Impfen in der Zahnarztarztpraxis. Mit den Fragen 16 und 17 geht sie auf die Aufklärung und Impfberatung ein, die vor der eigentlichen Impfung erfolgt.
    Aufklärungsbögen zu den einzelnen zur Verfügung stehenden Impfstoffen finden Sie online auf der Seite des Robert Koch-Instituts.
    Informationen zu den einzelnen Impfstoffen, z. B. ab welchem Alter der Impfstoff genutzt werden kann, veröffentlicht online das Paul-Ehrlich-Institut.

    Für Fragen steht Ihnen Frau Sauer, Tel.: 0351 8053 626 gern zur Verfügung.

    8. Impfberechtigungsnachweis der LZK Sachsen

    Wenn Sie das geforderte Curriculum absolviert haben und auch alle anderen Anforderungen erfüllen, muss eine Selbstauskunft bei der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS) eingereicht werden. Mit dieser wird bestätigt, dass alle vorgeschriebenen Bedingungen zur Impfung erfüllt sind. Dazu gehört neben der entsprechenden Schulung und geeigneten Räumlichkeiten auch die Bestätigung einer Berufshaftpflichtversicherung.

    Zum Download stehen zwei Formulare bereit:

    Die Selbstauskunft schicken Sie bitte ausgefüllt und unterschrieben per E-Mail an : mitgliederverwaltung@lzk-sachsen.de.
    Auf Grundlage dieser Selbstauskunft stellt die LZKS den Impfberechtigungsnachweis aus. Dieser muss spätestens bei der ersten Bestellung von COVID-19-Impfstoffen in der Apotheke vorgelegt werden.

    9. Impfzertifikat durch die LZK Sachsen

    Voraussetzungen für die Ausstellung des Impfzertifikats sind:

    • die Teilnahme an einer ärztlichen Schulung oder Hospitation
    • die Bestätigung einer erfolgreichen Teilnahme an einem Curriculum

    Grundlage bildet das Mustercurriculum der BZÄK.

    Wenn Sie Ihr Impfzertifikat beantragen möchten, schicken Sie uns beide Nachweise für die theoretische und praktische Schulung bzw. Hospitation in einem PDF-Dokument an fortbildung@lzk-sachsen.de.
    Ihr Team der Fortbildungsakademie arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Erstellung der Impfzertifikate. Bitte sehen Sie daher von wiederholten Rückfragen ab.

    Dauer und Umfang der Schulungen

    6 Unterrichtsstunden á 45 Minuten (4 Unterrichtsstunden theoretische und 2 Unterrichtsstunden praktische Schulung).

    Baustein 1: Theoretische Schulung inkl. Selbsstudium

    Die theoretische ärztliche Schulung kann sowohl in Präsenz als auch als internetbasierte online-Fortbildung absolviert werden. Als online-Fortbildung kommt z. B. das Angebot der "Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen", Modul Z, in Frage. Link zur online-Fortbildung

    Inhalt der Schulung:

    • Aufklärung
    • Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese und der Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien
    • weitere Impfberatung
    • Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person
    • Kenntnis von Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung
    • Kenntnis  von  Notfallmaßnahmen  bei  eventuellen  akuten  Impfreaktionen  sowie  Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

    Vordruck Bescheinigung theoretische ärztliche Schulung

    Baustein 2: Praktische ärztliche Schulung

    Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Hospitation

      ODER

    2. Praktische ärztliche Notfallschulung


    1. Hospitation

    Absolvieren Sie eine 90-minütige Hospitation in einer Impfstelle, in der Corona-Schutzimpfungen durchgeführt werden (z. B. Arztpraxis, Impfzentrum). Diese muss unter ärztlicher Aufsicht stattfinden und folgende Inhalte umfassen:

    • Aufklärung, Anamnese, Impfberatung, Einholen der Einwilligung
    • Durchführen der Impfung
    • Beachtung von Kontraindikationen

    Vordruck Hospitationsbescheinigung BZÄK


    2. Praktische ärztliche Notfallschulung

    Sie nehmen an einer praktischen ärztlichen Notfallschulung mit folgenden Inhalten teil:

    • Durchführung von Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen
    • Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

    Derzeit bietet die LZKS keine Impfkurse an. Nutzen Sie daher gern die Möglichkeit der Hospitation.

     

    10. Fragen und Antworten

    FAQ der BZÄK

    Sonderregelungen

    Steuerfreiheit des Corona-Bonus ausgeweitet

    Der Bundestag hat am 19. Mai 2022 das 4. Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. Danach können Arbeitgeber bestimmter Gesundheitseinrichtungen - auch Zahnarztpraxen - ihren Mitarbeitern zusätzlich zum geschuldeten Lohn noch bis Ende dieses Jahres einen steuerbefreiten Corona-Bonus gewähren. Ursprünglich waren bis zu 3000 Euro vorgesehen, per Änderungsantrag wurde nun auf 4500 Euro aufgestockt. Zudem wurde die im Gesetzentwurf ursprünglich enthaltene Passage, wonach die Zusatzleistung des Arbeitgebers „aufgrund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen“ zu gewähren sei, gestrichen. Daher sind auch freiwillige Leistungen des Arbeitgebers steuerbefreit.

    Mehr auf bundestag.de

    Wichtig: Hierbei handelt es sich nicht um einen staatlichen Bonus. Einen solchen soll es nur für Beschäftigte in Krankenhäusern und in der Pflege geben.

    Erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld

    In den Jahren 2021, 2022 und auch 2023 stehen jedem Elternteil pro Jahr 30 Kinderkrankentage pro Kind zur Verfügung, für Alleinerziehende sind es 60 Tage. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich dieser Anspruch auf maximal 130 Arbeitstage.

    Eltern können bis 7. April 2023 Kinderkrankengeld auch dann in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind nicht krank ist, sondern zu Hause betreut werden muss, weil Schule, Kindertagesstätte oder Kindertagespflege behördlich geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Auch wenn die Behörden den Zugang nur eingeschränkt haben oder empfehlen ein mögliches Betreuungsangebot nicht wahrzunehmen, können Kinderkrankentage genutzt werden. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten könnten.

    Musterbescheinigung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen

    Weitere Voraussetzungen sind, dass:

    • sowohl der betroffene Elternteil als auch das Kind gesetzlich krankenversichert sind,
    • das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist,
    • keine andere im Haushalt lebende Person das Kind beaufsichtigen kann.

    Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Bei Krankheit des Kindes muss der Krankenkasse ein ärztliches Attest vorgelegt werden, bei Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung wird eine Bescheinigung der Schule oder Einrichtung der Kindertagesbetreuung benötigt.

    Was muss der Arbeitgeber wissen?

    Der Anspruch führt auch wegen eines eingeschränkten Schul- oder Kitabetriebs zu einem Anspruch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters auf unbezahlte Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wird von seiner Zahlungspflicht für die in Anspruch genommenen Tage befreit, hat aber gleichzeitig keinen Anspruch auf Erbringung der Arbeitsleistung.

    FAQ des BMFSFJ

    Links, Downloads, Ansprechpartner

    Was ist COVID-19?

    Die Atemwegserkrankung COVID-19 wird durch Coronaviren (Sars-CoV-2) verursacht. Eine Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Ein Überleben der Viren über mehrere Tage auf unbelebten Flächen ist wahrscheinlich. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insgesamt als hoch ein. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern (Quelle RKI).

    Krankheitsverlauf und Symptome

    Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Krankheitsverläufe sehr unspezifisch, vielfältig und variieren in ihrer Schwere und Symptomatik stark. Sie reichen von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

    Zu den am häufigsten genannten Symptomen zählen:

    • Husten
    • Fieber
    • Schnupfen
    • Störung des Geruchs- und oder Geschmackssinns
    • Pneumonie

    Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit ­, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lyphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

    Risikogruppen für schwere Verläufe

    Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

    • ältere Personen ab etwa 50–60 Jahren
    • männliches Geschlecht
    • Raucher
    • stark adipöse Menschen
    • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
      • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck),
      • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
      • chronische Lebererkrankungen
      • Diabetes mellitus
      • Krebserkrankung
      • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

    Inkubationszeit

    Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt laut RKI im Mittel bei 4–6 Tagen (je nach Virusvariante). Sie kann jedoch auch nur einen oder bis zu 14 Tage umfassen.