Coronavirus

Die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen stellen Ihnen hier fortlaufend die aktuellen Informationen zum Coronavirus zur Verfügung.

Testabrechnung - geänderte Einreichungsfrist

Gemäß § 7 Abs. 4 TestV können Testabrechnungen nur für das aktuelle Quartal und ein Quartal rückwärts noch abgerechnet werden. Dies bedeutet, dass zur Testabrechnung des III. Quartals 2022 nur noch Tests aus dem II. Quartal 2022 eingegeben und abgerechnet werden können.


Link zum Abrechnungsformular PoC-Antigen-Tests

Corona-Tests: geänderte Testverordnung seit 30. Juni 2022 in Kraft

Seit 30. Juni 2022 ist eine neue Testverordnung in Kraft. Sie gilt bis 25. November 2022.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Zahnärzte dürfen weiter testen.
  • Auch die Tests zur Verhütung der Verbreitung, die praxisintern durchgeführt werden (Personaltests), sind wie bisher 10 mal pro Monat/Person möglich.
  • Ab dem Inkrafttreten (30.06.2022) dürfen nur noch Tests zur Anwendung kommen, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests verzeichnet sind. Link zur Liste (ab S. 12)
  • Die Sachkosten für PoC-Antigentests werden ab sofort mit 2,50 Euro vergütet.
  • Bei ärztlichen Leistungen, die ausschließlich bei Bürgertests anfallen, beträgt die Vergütung nun 7,00 Euro. Soweit die zu testende Person einen Eigenanteil leisten muss, wird lediglich ein Betrag i. H. v. 4,00 Euro erstattet.
  • Wird bei asymptomatischen Kontaktpersonen von nachweislich infizierten Personen ein überwachter Test zur Eigenanwendung ausgeführt, werden neben den Sachkosten von 2,50 Euro hier die ärztlichen Leistungen mit 5,00 Euro vergütet.
  • Anspruch auf kostenfreie Tests (sog. Bürgertests) haben nur noch die nachfolgend aufgeführten asymptomatischen Personen, wobei einige eine Selbstbeteiligung von 3 Euro tragen müssen. Der Anspruch auf einen kostenfreien Test ist jeweils nachzuweisen.
  • Die Bedingungen für die Testung haben sich nicht geändert. So muss z. B. der Anschluss an die Corona-Warn-App zur Erzeugung von digitalen Testzertifikaten seit August 2021 realisiert sein und ein Nachweis der Identität durch Vorlage des Personalausweises erfolgen.
  • Für alle Tests gelten weiterhin die bekannten Dokumentationspflichten. Alle Dokumentationen müssen unverändert bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden.
  • Anspruch auf kostenfreie Tests (sog. Bürgertests) haben nur noch die nachfolgend aufgeführten asymptomatischen Personen, wobei einige eine Selbstbeteiligung von 3 Euro tragen müssen. Der Anspruch auf einen kostenfreien Test ist jeweils nachzuweisen.

    • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Nachweis durch amtlichen Lichtbildausweis),
    • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten vor der Testung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden konnten (Nachweis durch ärztliches Attest oder Mutterpass),
    • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben (Nachweis durch schriftliche Teilnahmebestätigung durch den Verantwortlichen)
    • Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist (Nachweis durch Vorlage eines positiven Testergebnisses oder eines Absonderungsbescheides)
    • Personen, die am selben Tag eine Veranstaltung in einem Innenraum besuchen werden oder zu einer Person ab 60 Jahren oder einer Person mit einer Vorerkrankung mit einem hohen Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken, am selben Tag Kontakt haben werden (Nachweis durch schriftliche Selbstauskunft, zudem Eigenbeteiligung i. H. v. 3 Euro)
    • Personen, die durch die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts eine Warnung mit der Statusanzeige "erhöhtes Risiko" erhalten haben sowie (Nachweis durch schriftliche Selbstauskunft, zudem Eigenbeteiligung i. H. v. 3 Euro)
    • Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben Haushalt leben oder gelebt haben (Nachweis durch Testergebnis der infizierten Person und Vorlage Beleg der übereinstimmenden Wohnanschrift).
    • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigten sowie Personen, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX bei Leistungsberechtigten beschäftigt sind
    • Pflegepersonen i. S. d. § 19 Satz 1 SGB XI
    • Personen, die z. B. Menschen in Pflegeeinrichtungen, Rehaeinrichtungen oder Krankenhäusern etc. besuchen wollen (Nachweis durch Glaubhaftmachung).

Fragen zur Testverordnung beantwortet Ihnen gern Frau Sauer, Tel.: 0351 8053-626.

    Bürgertestungen

    Laut aktueller Testverordnung vom 30. Juni 2022 sind Bürgertests weiterhin möglich. An den bereits bestehenden Voraussetzungen – Identitätsprüfung durch Lichtbildausweis, erfolgter Anschluss an die Corona-Warn-App – gibt es keine Änderungen.

    Es bleibt dabei, dass Praxen, Apotheken und andere Teststellen seit 1. August 2021 technisch in der Lage sein müssen, die Testergebnisse und COVID-19-Testzertifikate auf Wunsch der getesteten Person an die Corona-Warn-App (CWA) zu übermitteln.

    Fragen und Antworten

    Wer hat Anspruch auf kostenfreie Tests (sog. Bürgertests)?

    Nur noch die nachfolgend aufgeführten asymptomatischen Personen haben Anspruch, wobei einige eine Selbstbeteiligung von 3 Euro tragen müssen. Der Anspruch auf einen kostenfreien Test ist jeweils nachzuweisen.

    • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Nachweis durch amtlichen Lichtbildausweis),
    • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten vor der Testung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden konnten (Nachweis durch ärztliches Attest oder Mutterpass),
    • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben (Nachweis durch schriftliche Teilnahmebestätigung durch den Verantwortlichen),
    • Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist (Nachweis durch Vorlage eines positiven Testergebnisses oder eines Absonderungsbescheides)
    • Personen, die am selben Tag eine Veranstaltung in einem Innenraum besuchen werden oder
      zu einer Person ab 60 Jahren oder einer Person mit einer Vorerkrankung mit einem hohen Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken, am selben Tag Kontakt haben werden (Nachweis durch schriftliche Selbstauskunft, zudem Eigenbeteiligung i. H. v. 3 Euro)
    • Personen, die durch die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts eine Warnung mit der Statusanzeige "erhöhtes Risiko" erhalten haben sowie (Nachweis durch schriftliche Selbstauskunft, zudem Eigenbeteiligung i. H. v. 3 Euro)
    • Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben Haushalt leben oder gelebt haben (Nachweis durch Testergebnis der infizierten Person und Vorlage Beleg der übereinstimmenden Wohnanschrift).
    • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigten sowie Personen, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX bei Leistungsberechtigten beschäftigt sind
    • Pflegepersonen i. S. d. § 19 Satz 1 SGB XI
    • Personen, die z. B. Menschen in Pflegeeinrichtungen, Rehaeinrichtungen oder Krankenhäusern etc. besuchen wollen (Nachweis durch Glaubhaftmachung).

    Muss sich die Kontaktperson/der Impfunfähige ausweisen?

    Ja, ein amtlicher Identitätsnachweis (Personalausweis) muss vor Durchführung des Tests vorgelegt werden


    Wie werden die Tests vergütet?

    Der Test bei asymptomatischen Kontaktpersonen/Impfunfähigen/abgesonderten Personen wird mit 7,00 Euro vergütet. Soweit die zu testende Person einen Eigenanteil leisten muss, wird lediglich ein Betrag i. H. v. 4,00 Euro erstattet.

    Mit dem Honorar sind abgegolten:

    •  das Gespräch
    •  die Entnahme von Körpermaterial
    •  die Ergebnismitteilung
    •  die Ausstellung eines Zeugnisses über das Testergebnis
    •  die gegebenenfalls notwendige Meldung an das Gesundheitsamt.

    Die Sachkosten von pauschal 2,50 Euro können zusätzlich berechnet werden.

    Wird bei asymptomatischen Kontaktpersonen von nachweislich infizierten Personen ein überwachter Test zur Eigenanwendung ausgeführt, werden neben den Sachkosten von 2,50 Euro hier die ärztlichen Leistungen mit 5,00 Euro vergütet.


    Welche Pflichten sind mit der Durchführung von Tests an Patienten verbunden?

    1. Der getesteten Person muss eine Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2 Virus ausgestellt werden (hier auch in englischer Sprache).
    2. Übermittlung des Testergebnisses auf die Corona-Warn-App auf Wunsch der getesteten Person (ab 01.08.2021).
    3. Ist das Testergebnis positiv, muss der getesteten Person das ausgefüllte Formular „Pflicht zur Absonderung“ mitgegeben werden.
    4. Ist das Testergebnis positiv, muss außerdem dem zuständigen Gesundheitsamt die meldepflichtige Krankheit gemäß § 6 IfSG angezeigt werden


    Welche Tests dürfen durchgeführt werden?

    • Auch PCR-Tests dürfen durchgeführt werden. Anspruch auf einen solchen Labortest besteht, wenn der PoC-Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis gezeigt hat. Die Beschaffung der Tests sowie die Auswahl eines medizinischen Labors zur Auswertung liegen in der Hand der Praxisleitung. Wenn Sie diese Testungen in Betracht ziehen, stellt Ihnen die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS) die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Fordern Sie diese gern per E-Mail an.

    Was muss zwingend dokumentiert werden?

    1. Die Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag sind zu erfassen.
    2. Je durchgeführte Testung ist der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
    3. Pro Test muss die Test-ID gemäß der Liste des Gesundheitsausschusses der Europäischen Union angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Tests beim Personal aufzunehmen.
    4. Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt.
    5. Schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests.

    Oben genannte Dokumentationen sowie Testnachweise müssen für vier Wochen aufbewahrt werden. Rechnungsunterlagen für selbst beschaffte Tests sind bis zum 31.12.2024 in der Praxis zu speichern bzw. aufzubewahren und müssen auf Verlangen zu Prüfungszwecken vorgelegt werden.


    Wann erfolgt die Abrechnung?

    Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, zu den veröffentlichten Einreichungsterminen über die KZV Sachsen.


    Welche Aufbewahrungsfristen sind zu beachten?

    Für alle Tests gilt, dass die Rechnungen über die Lieferung von Tests bis zum 31. Dezember 2024 aufzubewahren sind. Die Kassenärztliche Vereinigung ist verpflichtet die Abrechnungen stichprobenartig zu prüfen. Erforderliche Unterlagen sind zur Verfügung zu stellen. Während einer Prüfung können Zahlungen ausgesetzt werden.


    Warum ist der Anschluss an die Corona-Warn-App notwendig?

    Ab dem 1. August 2021 erfolgt eine Vergütung für Tests nur noch, wenn der Leistungserbringer die Ergebnismitteilung oder die Erstellung des Testzertifikates im Sinne des § 22 Infektionsschutzgesetz auch über die Corona-Warn-App anbietet und auf Wunsch des Getesteten auch über die App übermittelt. Ab diesem Datum muss ebenfalls dem Gesundheitsamt monatlich und standortbezogen die Anzahl der Tests sowie der positiven Testergebnisse gemeldet werden.


    Wie schließe ich meine Praxis an die Corona-Warn-App an?

    Zahnärzte müssen sich dazu auf dem Schnelltestportal registrieren. Dabei wird nach Abschluss des Nutzervertrags ein Account für die Praxis angelegt, den man benötigt, um auf das Portal zuzugreifen.  Genutzt wird das CWA Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt.


    Wann muss der Nachweis der Anbindung erfolgen? 

    Zum Zeitpunkt der Abrechnung der Tests gemäß § 7 Abs. 9 TestV muss nachgewiesen werden, dass eine Anbindung erfolgt ist. Aufgrund der kurzen Zeitspanne zur Umsetzung der Anbindung kann alternativ die Registrierungsanfrage seitens des Anbieters vorgelegt werden. Dafür wird durch T-Systems zeitnah nach Eingang der Registrierung eine Bestätigung erstellt.

    Wer hilft bei Fragen und Problemen zur Warn-App?

    Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Hotline der Corona-Warn-App. Diese stellt die häufigsten Fragen und Antworten ebenso wie Telefonnummern online zur Verfügung:


    Muss ich auch an die Corona-Warn-App angeschlossen sein, wenn ich lediglich mein Praxisteam und mich teste?

    Nein, diese Vorgabe gilt nur für Tests für asymptomatische Kontaktpersonen/Impfunfähige. Ergebnisse von PoC-Antigentests, die bei Praxisteams oder Kontaktpersonen durchgeführt werden, müssen nicht an die Corona-Warn-App übertragen werden.
    Werden PCR-Tests in der Praxis durchgeführt ist ebenfalls die Anmeldung an der Corona-Warn-App erforderlich.

    Weiterführende Informationen:

    Informationen der KBV
    Informationen der BZÄK
    Coronavirus-Testverordnung
    Corona-Arbeitsschutzverordnung
    Häufige Fragen zu den aktuell geltenen Regelungen in Sachsen

    Dokumentationspflichten bei Coronatests

    Eine umfangreiche Dokumentation jeglicher Testung ist ab dem 1. Juli 2021 verpflichtend. Zwingend zu dokumentieren sind:

    • Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag (gilt nur, wenn Sie Bürgertests durchführen).
    • Je durchgeführte Testung sind der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund (Testung von Kontaktpersonen, Testung von Personen nach Auftreten von Infektionen oder Testung zur Verhütung) anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
    • Pro Test muss die Test-ID gemäß der Liste des Gesundheitsausschusses der Europäischen Union angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Eigentests beim Personal aufzunehmen.
    • Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt
    • schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests

    Rechtliche Grundlage: Coronavirus-Testverordnung des BMG vom 01.09.2022

    Impfungen und Impfpflicht

    Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen

    Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurde am 10. Dezember 2021 der "Immunitätsnachweis gegen COVID-19" in Gesundheitseinrichtungen verpflichtend beschlossen (§ 20a). Dies betrifft auch Zahnarztpraxen.

    • Ab 15. März 2022 müssen alle Personen, die in einer Einrichtung - also Zahnarztpraxis - tätig sind, nachweisen, dass sie entweder geimpft oder genesen sind.
    • Alternativ können sie auch ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
    • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ab 16. März 2022 ihren Impf- oder Genesenenstatus vor Beginn der Tätigkeit nachweisen.
    • Der Nachweis ist gegenüber dem Praxisinhaber zu erbringen. Personen, die keinen entsprechenden Nachweis vorlegen, müssen dem Gesundheitsamt unverzüglich gemeldet werden. Die Behörde kann bei Nichtvorlage des Nachweises das Betreten der Zahnarztpraxis bzw. die Tätigkeit dort untersagen.


    Wichtig: Bis das Gesundheitsamt über den Fall entschieden hat und ggf. ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot ausgesprochen hat, ist eine Weiterbeschäftigung der betroffenen Person möglich. Die öffentlich-rechtliche Vorschrift des § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG) begründet kein Recht des Arbeitgebers zur Freistellung. Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterbeschäftigt werden können, besteht auch keine Grundlage für kündigungsrechtliche Konsequenzen.


    Immunitätsnachweis ab 1. Oktober 2022

    Ab 1. Oktober 2022 gilt als vollständig geimpft, wer

    • drei Einzelimpfungen erhalten hat (Abstand zwischen zweiter und dritter Impfung von mindestens drei Monaten).
    • zwei Einzelimpfungen erhalten hat und vor, zwischen oder nach den Impfungen eine Infektion nachweisen kann.
    • Für Personal, das bereits vor dem 1. Oktober 2022 in der Praxis tätig war, ergeben sich durch die Anpassung der Voraussetzungen des lmpfnachweises laut Auffassung der BZÄK keine Änderungen.
    • Die Anpassung der Voraussetzungen des Impfnachweises gelten jedoch für Personal, welches ab dem 1.Oktober 2022 in der Praxis tätig werden soll.
    • Informationen der BZÄK


    Übersicht Meldeportale

    Die Praxen sind aufgefordert, sich dort zu registrieren und danach ihre Daten einzutragen. Zuständig ist das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk die Zahnarztpraxis liegt. Entscheidend ist damit nicht der Wohnsitz der Person.


    Genesenenstatus nur noch 90 statt 180 Tage für ungeimpfte Personen

    Für ungeimpfte Personen gilt ein verkürzter Genesenstatus. Folgende Voraussetzungen hat das RKI hierfür festgelegt:

    • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Test) erfolgt sein

      und
    • Das Darum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

      und
    • Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

    Konkret heißt das: Geimpfte gelten wie vor der Änderung für sechs Monate als genesen. Menschen, die nicht geimpft sind, können nur drei Monate lang ein Genesenenzertifikat vorzeigen.

    Quelle: RKI

    Mehr Informationen


    Impfstatus-Abfrage in Zahnarztpraxen erlaubt

    Für Zahnarztpraxen gilt das Auskunftsrecht nach Infektionsschutzgesetz (§§ 23a, 23 Absatz 3 Nr. 8 IfSG). Inhaber von Zahnarztpraxen dürfen personenbezogene Daten von Mitarbeitern über dessen Impf- und Serostatus verarbeiten, um über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder über die Art und Weise einer Beschäftigung zu entscheiden. Ein Auskunftsverweigerungsrecht der Beschäftigten ist nicht vorgesehen.

     

    Aufklärung und Impfungen während der Arbeitszeit

    Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung gilt seit 10.09.2021. Sie ist an die Dauer der epidemischen Lage gekoppelt und somit bis einschließlich 24. November 2021 verlängert. Neu ist:

    • Praxisinhaber müssen ihre Praxisteams im Rahmen der betrieblichen Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an COVID-19 aufklären. Es soll dabei auch auf die Möglichkeit einer Schutzimpfung hingewiesen werden (§ 5 Abs. 2).
    • Praxisinhaber müssen ihren Mitarbeitern ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen (§ 5 Abs. 1).
    • Betriebsärzte sollen organisatorisch und personell bei der Durchführung der Schutzimpfungen nach der Coronavirus-Impfverordnung unterstützt werden.

    Wo kann man sich impfen lassen?

    Zum Impftermin bringen Sie Ihren Personalausweis, Impfausweis und die Krankenversicherungskarte mit. Wenn vorhanden, sind auch wichtige Unterlagen, wie z. B. ein Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenlisten mitzubringen.

    Außerdem ist es von Vorteil, wenn Sie den Aufklärungsbogen und die Einverständniserklärung bereits ausgedruckt und ausgefüllt zum Impftermin mitbringen.

    Allgemeine Informationen zur Impfung

    Impfungen durch die Zahnärzteschaft

    Impfen durch die Zahnärzteschaft

    Nach Inkrafttreten der geänderten Coronavirus-Impfverordnung ist nun das Impfen auch in Zahnarztpraxen möglich. Die Impfverordnung ist bis zum 25. November 2022 gültig.

    1. Voraussetzungen

    • Impfungen dürfen allein durch Zahnärztinnen/Zahnärzte erbracht werden, die zur Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 aufgrund einer erfolgreich absolvierten ärztlichen Schulung berechtigt sind und dies entsprechend nachweisen können (siehe 9. Impfzertifikat durch die LZK Sachsen).
    • Für die Durchführung von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 müssen geeignete Räumlichkeiten mit der erforderlichen Ausstattung zur Verfügung stehen.
    • Zudem muss nach berufsrechtlichen Vorschriften eine erforderliche Betriebshaftpflicht- bzw. Berufshaftpflichtversicherung vorhanden sein, die mögliche Schädigungen aus der Durchführung der Schutzimpfungen abdeckt. Es wird empfohlen, sich vom Haftpflichtversicherer eine Bestätigung des Einschlusses der Haftungsübernahme auch beim zahnärztlichen Impfen einzuholen.
    • Sie benötigen außerdem einen Impfberechtigungsnachweis der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS). Aus diesem gehen die vorab genannten Punkte hervor. Um diesen zu erhalten, schicken Sie das Formular „Selbstauskunft zur Bestätigung der Impfberechtigung“ ausgefüllt und unterschrieben an mitgliederverwaltung@lzk-sachsen.de. Mehr dazu auch unter Punkt 8. Impfberechtigungsnachweis.
    • Beachten Sie bitte, dass Zahnärzte nur berechtigt sind, Personen zu impfen, die das
      12. Lebensjahr vollendet haben. Kinder unter 12 Jahren sind von der Impfberechtigung nicht umfasst.

    2. Meldungen an das RKI

    Zahnärztinnen/Zahnärzte, die Impfungen durchführen, müssen dem RKI taggleich folgende Angaben über die durchgeführten Impfungen übermitteln (Impfüberwachung):

    • Name (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Vorname (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Patienten-Pseudonym (erzeugt die KZV)
    • Geburtsmonat und –jahr (wird nicht an das RKI übertragen)
    • Geschlecht
    • Fünfstellige Postleitzahl und Landkreis der zu impfenden Person (Landkreis ergänzt KZV)
    • Kennnummer (Abrechnungsnummer)
    • Datum der Schutzimpfung
    • Beginn oder Abschluss der Impfserie (Erst-, Folge- oder Auffrischungsimpfung)
    • Impfstoffspezifische Dokumentationsnummer (Impfstoff-Produkt oder Handelsname)
    • Chargennummer


    Zwecks Durchführung der Meldung geben Sie taggleich auf der Website https://www.zahnaerzte-in-sachsen.de/formulare/dim in das dort zur Verfügung gestellte Formular die Daten ein zu den von Ihnen durchgeführten Impfungen. Die Daten werden dann an das RKI übertragen, wobei gleichzeitig die Patientennamen und Geburtsdatum automatisch pseudonymisiert werden.
    Das Formular finden Sie nach Eingabe von Benutzername und Passwort (ausschließlich des Praxisinhabers) auf dem Dashboard. Es dient gleichzeitig der Abrechnung der erbrachten Impfleistungen, die monatlich mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) erfolgt. Neben den oben aufgeführten Daten geben Sie also zugleich auch alle weiteren für die Abrechnung der Leistungen notwendigen Daten ein (siehe unten Punkt 4).

    3. Dokumentationspflichten

    Wie alle von Ihnen erbrachten vertragszahnärztlichen Leistungen müssen Sie auch die von Ihnen erbrachten und abgerechneten Impfleistungen in Ihren Unterlagen dokumentieren. Die für die Abrechnung übermittelten Daten (siehe Punkte 2 und 4) sind bis zum 31. Dezember 2024 unverändert zu speichern bzw. aufzubewahren.

    4. Abrechnung

    Folgende Vergütungen werden gezahlt:

    Durchführung der Impfung (incl. Aufklärung und Beratung, symptombezogene Untersuchung zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien, Verabreichung des Impfstoffs, Beobachtung der sich an die Verabreichung des Impfstoffs unmittelbar anschließenden Nachsorgephase, erforderliche medizinische Intervention im Fall des Auftretens von Impfreaktionen) 28,00 €/Person und Impfung
    Durchführung der Impfung (siehe zuvor) an Samstagen, Sonn- und gesetzlichen Feiertagen sowie am 24. und 31. Dezember 36,00 €/Person und Impfung
    Notwendiges Aufsuchen einer Person zum Zweck der Impfung (zzgl. zur Vergütung für die Durchführung der Impfung) 35,00 €
    Aufsuchen einer weiteren Person in derselben sozialen Gemeinschaft oder Einrichtung (zzgl. zur Vergütung für die Durchführung der Impfung) 15,00 €/jede weitere Person
    Erstellung eines COVID-19-Impfzertifikats i. S. d. § 22a Abs. 5 IfSG (nur für Personen, die vom jeweiligen Leistungserbringer selbst geimpft wurden) 6,00 €
    Erstellung eines COVID-19-Impfzertifikats i. S. d. § 22a Abs. 5 IfSG (nur für Personen, die vom jeweiligen Leistungserbringer selbst geimpft wurden) bei automatisierter Erzeugung des Zertifikats aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) 2,00 €

    Wird die Impfung ausschließlich im Impfausweis bestätigt, ist die Abrechnung für das Ausstellen eines Impfzertifikates nicht möglich.

    Die Abrechnung erfolgt monatlich. Mit der täglichen Eingabe der erforderlichen Daten auf dem Online-Formular (siehe Punkt 2.) haben Sie alles Notwendige für die Abrechnung der Leistungen getan. Sie ersparen sich also eine erneute Eingabe der Daten am Ende des Monats zu Abrechnungszwecken. Ebenso wie bei der Übertragung der Daten an das RKI werden die persönlichen Angaben zur geimpften Person bei der Übersendung an die
    KZV Sachsen automatisch pseudonymisiert. Die KZV Sachsen rechnet die Leistungen dann monatlich mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) ab. Die Auszahlung der Honorare erfolgt, nachdem die Gesamtrechnung durch das BAS beglichen wurde.
    Es werden Verwaltungskosten in Höhe von 0,99 % in Abzug gebracht. Eine Abrechnung ist nur über das zur Verfügung gestellte Online-Formular möglich.

    5. Impfzertifikate erzeugen

    Hier stehen drei Varianten zur Verfügung.

    1. Automatisierte Erzeugung aus dem PVS – bitte fragen Sie Ihren Anbieter.
    2. Desktop-Client: Eine Alternative ist der Desktop-Client (auch „Komfort-Client“). Mit der Anwendung können die Personendaten automatisch durch die Integration des elektronischen Kartenterminals befüllt werden. Die Daten müssten so nicht mehr per Hand eingetragen werden. Die Firma IBM hat den Desktop-Client im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und stellt diesen kostenfrei bereit. Voraussetzung für die Nutzung ist der Zugang zur Telematikinfrastruktur sowie eine Internetverbindung. Praxen können die Anwendung online herunterladen. Die Konfiguration muss nach Angaben von IBM durch einen IT-Techniker vorgenommen werden. Die Installationsdatei, die Anleitung sowie das Anwender-Handbuch finden Sie hier
    3. RKI-Webanwendung: Alternativ kann der Impfzertifikatsservice des Robert Koch-Instituts genutzt werden, der über die Telematikinfrastruktur läuft. Die Eingabe der Daten, wie Name der Person, Geburtsdatum, Impfstoff, Impfdosis und Impfdatum, erfolgt manuell, bevor der QR-Code erstellt werden kann. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

    6. Impfstoffbestellungen

    Zahnärztinnen/Zahnärzte erhalten die Impfstoffe, und das Impfbesteck und -zubehör unentgeltlich über Apotheken. Bei der Erstbestellung von Impfstoffen müssen sich Zahnärztinnen/Zahnärzte in der Apotheke als impfberechtigt legitimieren. Hierfür muss der Impfberechtigungsnachweis vorgelegt werden. Diesen stellt die zuständige Landeszahnärztekammer (siehe 1.) auf Ersuchen der Zahnärztinnen/Zahnärzte aus. Die Bestellung des Impfstoffs und des Impfzubehörs muss jeweils bis spätestens Dienstag,
    12:00 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Zahnärztinnen/Zahnärzte bestellen den Gesamtbedarf an Impfstoffen dosisbezogen und impfstoffspezifisch auf einem Rezept (Formular 16). Die Anzahl der benötigten Dosen ist entsprechend der Vialgröße, also der Anzahl der pro Packung zu entnehmenden Dosen anzugeben. Dieser unterscheidet sich je nach Impfstoff. Pro Rezeptformular können maximal drei verschiedene Impfstoffe verordnet werden. In das Feld „Arztnummer“ ist dabei die Pseudoziffer 999999900 einzutragen.

    7. Weitere Informationen – Aufklärung, Beratung und Impfstoffe

    Die Bundeszahnärztekammer veröffentlicht unter diesem Link Informationen rund um das Impfen in der Zahnarztarztpraxis. Mit den Fragen 16 und 17 geht sie auf die Aufklärung und Impfberatung ein, die vor der eigentlichen Impfung erfolgt.
    Aufklärungsbögen zu den einzelnen zur Verfügung stehenden Impfstoffen finden Sie online auf der Seite des Robert Koch-Instituts.
    Informationen zu den einzelnen Impfstoffen, z. B. ab welchem Alter der Impfstoff genutzt werden kann, veröffentlicht online das Paul-Ehrlich-Institut.

    Für Fragen steht Ihnen Frau Sauer, Tel.: 0351 8053 626 gern zur Verfügung.

    8. Impfberechtigungsnachweis der LZK Sachsen

    Wenn Sie das geforderte Curriculum absolviert haben und auch alle anderen Anforderungen erfüllen, muss eine Selbstauskunft bei der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS) eingereicht werden. Mit dieser wird bestätigt, dass alle vorgeschriebenen Bedingungen zur Impfung erfüllt sind. Dazu gehört neben der entsprechenden Schulung und geeigneten Räumlichkeiten auch die Bestätigung einer Berufshaftpflichtversicherung.

    Zum Download stehen zwei Formulare bereit:

    Die Selbstauskunft schicken Sie bitte ausgefüllt und unterschrieben per E-Mail an : mitgliederverwaltung@lzk-sachsen.de.
    Auf Grundlage dieser Selbstauskunft stellt die LZKS den Impfberechtigungsnachweis aus. Dieser muss spätestens bei der ersten Bestellung von COVID-19-Impfstoffen in der Apotheke vorgelegt werden.

    9. Impfzertifikat durch die LZK Sachsen

    Voraussetzungen für die Ausstellung des Impfzertifikats sind:

    • die Teilnahme an einer ärztlichen Schulung oder Hospitation
    • die Bestätigung einer erfolgreichen Teilnahme an einem Curriculum

    Grundlage bildet das Mustercurriculum der BZÄK.

    Wenn Sie Ihr Impfzertifikat beantragen möchten, schicken Sie uns beide Nachweise für die theoretische und praktische Schulung bzw. Hospitation in einem PDF-Dokument an fortbildung@lzk-sachsen.de.
    Ihr Team der Fortbildungsakademie arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Erstellung der Impfzertifikate. Bitte sehen Sie daher von wiederholten Rückfragen ab.

    Dauer und Umfang der Schulungen

    6 Unterrichtsstunden á 45 Minuten (4 Unterrichtsstunden theoretische und 2 Unterrichtsstunden praktische Schulung).

    Baustein 1: Theoretische Schulung inkl. Selbsstudium

    Die theoretische ärztliche Schulung kann sowohl in Präsenz als auch als internetbasierte online-Fortbildung absolviert werden. Als online-Fortbildung kommt z. B. das Angebot der "Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen", Modul Z, in Frage. Link zur online-Fortbildung

    Inhalt der Schulung:

    • Aufklärung
    • Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese und der Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien
    • weitere Impfberatung
    • Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person
    • Kenntnis von Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung
    • Kenntnis  von  Notfallmaßnahmen  bei  eventuellen  akuten  Impfreaktionen  sowie  Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

    Vordruck Bescheinigung theoretische ärztliche Schulung

    Baustein 2: Praktische ärztliche Schulung

    Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Hospitation

      ODER

    2. Praktische ärztliche Notfallschulung


    1. Hospitation

    Absolvieren Sie eine 90-minütige Hospitation in einer Impfstelle, in der Corona-Schutzimpfungen durchgeführt werden (z. B. Arztpraxis, Impfzentrum). Diese muss unter ärztlicher Aufsicht stattfinden und folgende Inhalte umfassen:

    • Aufklärung, Anamnese, Impfberatung, Einholen der Einwilligung
    • Durchführen der Impfung
    • Beachtung von Kontraindikationen

    Vordruck Hospitationsbescheinigung BZÄK


    2. Praktische ärztliche Notfallschulung

    Sie nehmen an einer praktischen ärztlichen Notfallschulung mit folgenden Inhalten teil:

    • Durchführung von Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen
    • Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

    Derzeit bietet die LZKS keine Impfkurse an. Nutzen Sie daher gern die Möglichkeit der Hospitation.

     

    10. Fragen und Antworten

    FAQ der BZÄK

    Behandlungspflicht

    Auch Patienten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen, müssen zahnärztlich behandelt werden. Für deren Behandlung waren die Schwerpunktpraxen bis August 2021 beauftragt. Für eine Verlängerung dieses Mandats sah die Vertreterversammlung keine Notwendigkeit.

    Mit den gewonnenen Erfahrungen und den jetzt bestehenden Rahmenbedingungen kann jede Praxis infizierte Patienten behandeln.
    Die notwendige Schutzausrüstung dafür sollte in jeder Praxis vorhanden sein.

    Dass zahnärztliche Behandlungen prinzipiell zur Grundversorgung gehören und unabhängig von der 3G-Regel erfolgen müssen, haben Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in ihrer Gemeinsamen Presseinformation vom
    12. Oktober 2021 deutlich gemacht.

    Aktuelle Quarantäne-Regeln

    Aktuelle Regelungen in Sachsen ab 25. April 2022

    Auf den Seiten der Sächsischen Staatsregierung sind die Pflichten der Verdachtspersonen, positiv getesteten Personen und Kontaktpersonen dargestellt. Alle testenden Stellen (auch Zahnarztpraxen) sind gemäß der Allgemeinverfügung dazu verpflichtet, die getesteten Personen auf diese Regeln hinzuweisen.

    Was ist der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne?

    • Die Isolation ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Personen mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion.
    • Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von Personen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht oder von Personen, die möglicherweise das Virus verbreiten können. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Infizierten sowie um Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten

    Was gilt für Isolation und Quarantäne?

    • Die Isolation dauert mindestens 5 Tage.
    • Bei mind. 48-stündiger Symptomfreiheit, kann die Absonderung ab dem fünften Tag beendet werden. Ein Freitesten ist nicht mehr notwendig.
    • Wer noch Symptome hat, muss sich bis max. zum 10. Tag weiterhin absondern. Geruchs- oder Geschmacksverlust hält oft lange an und zählt hier nicht mit.
    • Kontaktpersonen müssen sich nicht mehr absondern und zu Hause bleiben.
    • Wichtig für Tätige im Gesundheitswesen:
      Wer in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe arbeitet, braucht einen negativen professionellen Antigen-Schnelltest, um wieder arbeiten zu können. Das gilt nicht, wenn die Absonderungszeit mind. 10 Tage gedauert hat.
      Zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung ist es nach Ausschöpfung aller organisatorischen Möglichkeiten möglich, dass asymptomatisch positiv getetestete Personen  während der Absonderung arbeiten. Dies muss dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden (Link zum Formular)

    Fragen, Antworten und Quarantänerechner

    Infoblatt Absonderung

    Genesenenstatus nur noch 90 statt 180 Tage für ungeimpfte Personen

    Für ungeimpfte Personen gilt ein verkürzter Genesenstatus. Folgende Voraussetzungen hat das RKI hierfür festgelegt:

    • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Test) erfolgt sein

      und
    • Das Darum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

      und
    • Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

    Konkret heißt das: Geimpfte gelten wie vor der Änderung für sechs Monate als genesen. Menschen, die nicht geimpft sind, können nur drei Monate lang ein Genesenenzertifikat vorzeigen.


    Quelle: RKI

    Mehr Informationen

     

    Wissenschaftliche Grundlagen

    Einschätzungen von

    Gesetzliche Grundlagen

    Seit 15. Januar 2022 sind die folgenden Verordnungen in Kraft:

     

    Quellen:

    coronavirus.sachsen.de

    Bundesgesundheitsministerium

    Sonderregelungen

     

    Steuerfreiheit des Corona-Bonus ausgeweitet

    Der Bundestag hat am 19. Mai 2022 das 4. Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. Danach können Arbeitgeber bestimmter Gesundheitseinrichtungen - auch Zahnarztpraxen - ihren Mitarbeitern zusätzlich zum geschuldeten Lohn noch bis Ende dieses Jahres einen steuerbefreiten Corona-Bonus gewähren. Ursprünglich waren bis zu 3000 Euro vorgesehen, per Änderungsantrag wurde nun auf 4500 Euro aufgestockt. Zudem wurde die im Gesetzentwurf ursprünglich enthaltene Passage, wonach die Zusatzleistung des Arbeitgebers „aufgrund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen“ zu gewähren sei, gestrichen. Daher sind auch freiwillige Leistungen des Arbeitgebers steuerbefreit.

    Mehr auf bundestag.de

    Wichtig: Hierbei handelt es sich nicht um einen staatlichen Bonus. Einen solchen soll es nur für Beschäftigte in Krankenhäusern und in der Pflege geben.

    In der Praxis

    Welche Regelungen gelten ab 1. Oktober?

    Infektionsschutzgesetz (IfSG)

    • Tritt ab 1. Oktober in Kraft und gilt bis 7. April 2023.
    • Bundesweiter Basisschutz: FFP2-Maskenpflicht in Zahnarztpraxen für Patienten und Besucher. Nutzen Sie gern unseren Aushang (deutsch und englisch).
    • Länder können je nach pandemischer Entwicklung weitere Maßnahmen beschließen (z. B. Hygienekonzepte, Personenobergrenzen für Veranstaltungen, Maskenpflicht in Innenräumen).

    SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV)

    • Gilt vom 1. Oktober bis 7. April 2023
    • Praxisinhaber sind verpflichtet, auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung ein Hygienekonzept zu erstellen und die notwendigen Schutzmaßnahmen umzusetzen.
    • Besonders zu berücksichtigen sind: Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern (ansonsten ggf. MNS), Sicherstellung der Handhygiene, Einhaltung der Hust- und Niesetikette, Lüften von Innenräumen und die Vermeidung bzw. Verminderung von betriebsbedingten Personenkontakten.
    • Keine Homeoffice- oder Testpflicht

    Umgang mit Patie­nten

    Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist es sinnvoll, Patienten bereits vor Betreten der Zahnarztpraxis darum zu bitten, sich zunächst telefonisch anzumelden, wenn Sie

    • Kontakt zu Erkrankten hatten oder
    • typische Symptome einer Coronavirus-Infektion aufweisen. ­


    Generell ist es ratsam, folgende allgemeine Vorkehrungen zu treffen: ­

    • Rufen Sie bereits bestellte Patienten im Vorfeld der Behandlung an und besprechen Sie gemeinsam, ob der Termin wahrgenommen oder verschoben werden kann (nutzen Sie hierzu den Patientenfragebogen COVID-19 in deutsch oder englisch).
    • Jede/r Mitarbeiter/in trägt in der ZA-Praxis einen Mund-Nasen-Schutz, auch im Gespräch miteinander. Rezeptionsbereiche sollten durch eine flüssigkeitsdichte Abtrennung geschützt werden.
    • Auf jede körperliche Begrüßung sollte verzichten werden.
    • Beschränken Sie die Anzahl der wartenden Personen soweit, dass diese einen angemessenen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten können.
    • Bitten Sie Begleitpersonen erwachsener Patienten, die Praxis zu verlassen und nach Behandlungsende wieder abzuholen.
    • Während der gesamten Patientenbehandlung werden Brille/ggf. Schutzvisiere/ Schutzschilde, Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe und ggf. Schutzkittel getragen. Nur durch den ordnungsgemäßen Sitz und die Einhaltung der Griffdisziplin bleibt die Barrierefunktion der Schutzkleidung gewährleistet. Suffiziente Absaugung wird strengstens beachtet. Eine Aerosolentstehung wird möglichst minimiert.
    • Halten Sie Patienten dazu an, möglichst wenige Oberflächen zu berühren.
    • Bitten Sie Patienten, sich vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
    • Desinfizieren Sie alle von Patienten berührten Oberflächen, wie z.B. Türklinken regelmäßig.
    • Zwischen den Patientenkontakten werden die geltenden Hygienevorschriften umgesetzt.
    • Regelmäßig sollten Team-Besprechungen stattfinden, in denen die nötigen Maßnahmen und Routinen erneut erörtert, Fragen geklärt und ggf. Anpassungen vorgenommen werden.
    • In den Behandlungspausen sollten die empfohlenen Mindestabstände zwischen den Mitarbeiter/innen eingehalten werden.
    • Mitarbeiter/innen mit COVID-19-Risikofaktoren für schwere Verläufe sollen aus dem Patientenkontakt entfernt/nach Hause und – wo möglich – ins Homeoffice geschickt werden.

    Bei Patienten mit Symptomen kann die Behandlung auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt. Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose und ggf. Einleitung einer Therapie an den Hausarzt zu verweisen.


    Routinebehandlungen­

    SARS-CoV-2 werden vor allem durch Tröpfchen übertragen. Schutzbrillen oder Visiere und Mund-Nasen-Schutz (MNS) bieten eine Barrierefunktion gegen diese Art der Infektionsübertragung. Wichtig ist, dass diese Schutzmittel ordnungsgemäß angelegt und über die gesamte Behandlungszeit getragen werden.
    Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen wirksam vermindert werden. Dies sollte zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung geschehen.
    Ein angelegter Kofferdam ist eine wirksame Barriere gegen die im Mund- und Rachenraum befindlichen Mikroorganismen (Quelle: BZÄK).

     


    Notfallbehandlungen ohne ausreichende Schutzausrüstung

    Ein Zahnarzt hat grundsätzlich nur in Notfällen eine Pflicht zur Behandlung. Wenn beim Patienten gesundheitliche Schäden drohen, ist der Zahnarzt zur Hilfeleistung verpflichtet. Dennoch muss die Behandlung dem Zahnarzt zumutbar sein.
    Aus der Berufsordnung geht hervor, dass die zahnärztliche Behandlung abgelehnt werden kann, wenn die Behandlung ihm nach pflichtgemäßer Interessenabwägung nicht zumutbar ist und der Zahnarzt Hygieneanforderungen und Schutzmaßnahmen nicht einhalten kann (z. B. auch bei fehlender Schutzausrüstung).
    Bei Behandlungen von infizierten Patienten setzt sich der Zahnarzt inkl. Personal einem Ansteckungsrisiko aus, wenn die entsprechende Schutzausrüstung (FFP2-Masken, Handschuhe, Mundschutz etc.) nicht vorhanden ist.
    Deswegen muss bei erkrankten Notfall-Patienten zwischen den Ansteckungsrisiken und dem Grad des Notfalls (strenge Indikationsstellung) abgewogen und entschieden werden.
    Sind bei lebensbedrohlichen Situationen beim Patienten entsprechend ausgerüstete Praxen oder Kliniken nicht in zumutbarer Zeit erreichbar, kann ein Zahnarzt verpflichtet sein, Ansteckungsrisiken einzugehen. Wobei immer abzuwägen ist, ob ein ausreichender Selbstschutz für sich und das Personal gewährleistet werden kann! In jedem Fall hat sich der Zahnarzt um die weitere Behandlung des Patienten zu kümmern.

    Beachten Sie bitte:

    • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2/FFP3; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
    • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten
    • Patienten bitten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren
    • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen

    Hier finden Sie die Position der Bundeszahnärztekammer.


    Notwendigkeit einer Behandlung

    Die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Behandlung trifft die Zahnärztin oder der Zahnarzt abhängig vom individuellen Risiko und der Komplikationsdichte des Eingriffs im konkreten Patientenfall.
    Das betrifft nicht nur Notfallbehandlungen, sondern kann einen Eingriff umfassen, der die Beschwerden des Patienten kurz-, mittel- oder langfristig lindert oder die Verschlimmerung der bestehenden Erkrankung vermeidet. Bei der Terminplanung sollte dies beachtet und ggf. im Vorfeld mit dem Patienten telefonisch besprochen werden.

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    Prävention bei Aerosolen

    Zur Verbreitung des Coronavirus über Aerosole schr­eibt das RKI:
    „Nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgt die Übertragung von SARS-CoV-2 bei direktem Kontakt über z.B. Sprechen, Husten oder Niesen (siehe Steckbrief zu COVID-19 > Übertragungswege). In der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne), die längere Zeit in der Luft schweben können, eine Rolle, wobei der Übergang zwischen den beiden Formen fließend ist. Durch das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 m kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.
    Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z.B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. (...)“

    Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen vermieden werden. Dies sollte zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung (vierhändiges Arbeiten) geschehen. Dabei steht eine wirksame Absaugtechnik im Vordergrund. Ferner sollte dabei folgendes berücksichtigt werden:

    • Die Verwendung von ultraschallgetriebenen Handstücken und Chirurgiegeräten vermeiden.
    • Die Verwendung von Pulverstrahlgeräten vermeiden.
    • Die Verwendung von Turbinen vermeiden.
    • Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, eine Infektionsübertragung zu minimieren.

    Es wird empfohlen, in Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos entsprechende persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß zu tragen. Die zusätzliche Verwendung von Visieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung kann die Sicherheit weiter erhöhen.


    COVID-19 als Berufskrankheit

    Infizieren sich Zahnärztinnen, Zahnärzte oder Praxisteams nachweislich im beruflichen Umfeld mit dem Coronavirus, kann dies als Berufskrankheit anerkannt werden.
    Wichtig: Der Unfallversicherungsträger muss bei einem begründeten Verdacht ‒ wie bei jeder anderen Berufskrankheit auch ‒ umgehend über die Erkrankung informiert werden (§ 202 SGB VII). Treten gleich mehrere Verdachtsfälle in einer Praxis auf, ist auch eine Sammelmeldung möglich. Die betroffenen Personen müssen über diese Meldung informiert werden. Widersprechen können sie dieser nicht.
    Mehr auf den Seiten der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und in unserem Praxishandbuch.

    Rechtliche Fragen

    Erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld

    In den Jahren 2021 und 2022 stehen jedem Elternteil pro Jahr 30 Kinderkrankentage pro Kind zur Verfügung, für Alleinerziehende sind es 60 Tage. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich dieser Anspruch auf maximal 130 Arbeitstage.

    Eltern können bis einschließlich 23. September 2022 Kinderkrankengeld auch dann in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind nicht krank ist, sondern zu Hause betreut werden muss, weil Schule, Kindertagesstätte oder Kindertagespflege behördlich geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Auch wenn die Behörden den Zugang nur eingeschränkt haben oder empfehlen ein mögliches Betreuungsangebot nicht wahrzunehmen, können Kinderkrankentage genutzt werden. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten könnten.

    Ab 24. September 2022 besteht der Anspruch auf Kinderkrankengeld wieder nur bei Erkrankung des Kindes und entsprechendem Betreuungsbedarf.

    Musterbescheinigung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen

    Weitere Voraussetzungen sind, dass:

    • sowohl der betroffene Elternteil als auch das Kind gesetzlich krankenversichert sind,
    • das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist,
    • keine andere im Haushalt lebende Person das Kind beaufsichtigen kann.

    Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Bei Krankheit des Kindes muss der Krankenkasse ein ärztliches Attest vorgelegt werden, bei Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung wird eine Bescheinigung der Schule oder Einrichtung der Kindertagesbetreuung benötigt.

    Was muss der Arbeitgeber wissen?

    Der Anspruch führt auch wegen eines eingeschränkten Schul- oder Kitabetriebs zu einem Anspruch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters auf unbezahlte Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wird von seiner Zahlungspflicht für die in Anspruch genommenen Tage befreit, hat aber gleichzeitig keinen Anspruch auf Erbringung der Arbeitsleistung.

    FAQ des BMFSFJ

    Notbetreuung

    Bei der Schließung von Kindertageseinrichtungen wird eine Notbetreuung lediglich für Kinder von Eltern in Sektoren der kritischen Infrastruktur angeboten, zu denen u.a. Zahnarztpraxen zählen (Gesundheitsversorgung und Pflege). Wenn mindestens einer der Personensorgeberechtigten in einer Zahnarztpraxis beruflich tätig ist, und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist sowie eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann, besteht ein Anspruch auf Notbetreuung.

    Für die Inanspruchnahme der Notbetreuung muss von den Eltern eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden, dass diese in Bereichen der Kritischen Infrastruktur tätig sind. Das ausgefüllte Formblatt ist der Kindertageseinrichtung vorzulegen.

    Quelle: SchulKitaCoVO ab 14.01.2022

     

    Fürsorgepflicht

    Neben den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzes (§ 4 Arbeitsschutzgesetz) hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht (§ 618 BGB). Demnach muss er alles dafür tun, damit Angestellte ihre Arbeit gefahrlos ausüben können. In der aktuellen Situation bedeutet dies, dass Sie gegebenenfalls weitere Maßnahmen zum Schutz Ihrer Mitarbeiter ergreifen müssen, wie z. B. Hygiene- und Verhaltensregeln am Arbeitsplatz oder den Verzicht auf unnötige Besprechungen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantwortet die häufigsten Fragen auf ihrer Homepage.


    Praxisschließung

    Die Zahnarztpraxis kann geschlossen werden vom:

    1. Gesundheitsamt
    2. Gesundheitsministerium
    3. Praxisinhaber

    Eine finanzielle Entschädigung ist bei einer Schließung durch den Praxisinhaber aktuell nicht vorgesehen. Die Landesdirektion Sachsen informiert dazu auf ihrer Homepage. Weder die Kassenzahnärztliche Vereinigung noch die Zahnärztekammern sind befugt, Praxisschließungen anzuordnen.
    Bei Erkrankung eines Arbeitnehmers/Praxisinhabers kann das Gesundheitsamt als zuständige Behörde weitere Maßnahmen einleiten, z. B. häusliche Quarantäne, berufliches Tätigkeitsverbot, Schließung einer Praxis. Für den entstandenen Verdienstausfall können Entschädigungen bei der Landesdirektion beantragt werden.
    Die geänderten Sprechzeiten oder die Schließung der Praxis teilen Sie bitte unter der Angabe der Vertretung schnellstmöglich im Geschäftsbereich Zulassung mit:

    zulassung@kzv-sachsen.de
    0351 8053-416

    ­
    Sicherstellung­­sauftrag

    Aufgrund der erteilten Zulassung zur vertragszahnärztlichen Versorgung müssen entsprechend dem Versorgungsauftrag Sprechstunden angeboten werden. Dies gilt derzeit unverändert weiter. Zum Versorgungsauftrag gehört auch, bei eigener Abwesenheit die Patientenversorgung zu regeln, entweder durch einen Vertreter in der eigenen Praxis oder in Absprache mit einer Praxis aus der Nähe (kollegiale Vertretung).
    Die Behandlung eines Patienten darf nur in begründeten Fällen abgelehnt werden. Dies ist bei nachweislich infizierten oder unter behördlicher Quarantäne stehenden Patienten der Fall. Lesen Sie dazu mehr unter In der Praxis.

    Versicherung­

    Prüfen Sie Ihren Unfallversicherungsschutz und treten Sie gegebenenfalls in die gesetzliche Versicherung ein. Eine Infektion mit dem Coronavirus gilt als Berufskrankheit, wenn sie nachweislich beruflich erworben ist. Ausführliche Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung finden Sie im ZBS 03/2020 auf Seite 21 und in der Broschüre der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

    ­

    Schutzausrüstung

    FFP2 oder Mund-Nasen-Schutz (Quelle: BGW)?

    Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Dies kann bei folgenden Situationen notwendig sein:

    • anwesende Personen (z. B. Patientinnen und Patienten, Kundschaft, Bewohnerinnen und Bewohner) tragen keine Bedeckung von Mund und Nase, beispielsweise bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich;
    • bei den ausgeführten Tätigkeiten ist mit einer Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, beispielsweise durch lautes Sprechen/Singen oder andere Tätigkeiten, bei denen aufgrund körperlicher Anstrengung mit einem deutlich erhöhten Atemvolumen zu rechnen ist;
    • bei Arbeitsbereichen, in denen sich Personen mit einer ungeklärten Atemwegserkrankung befinden können und dadurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann (z. B. Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime);
    • erhöhte Gefährdungslage durch regional hohe Inzidenzen, Ausbruchsgeschehen oder durch das Auftreten von besorgniserregenden Varianten des SARS-CoV-2 (Mutationen) [...]

    Nachzulesen auch in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe TRBA 250 und TRBA 255.

    Beschaffung von Schutzausrüstung

    Nach wie vor gilt, dass nur geeignete Schutzmaßnahmen das Durchbrechen der geforderten Mindestdistanz von 1,50 Meter rechtfertigen.
    Hier sollte jede Praxis eigenverantwortlich über die sinnvolle Bevorratung in Zeiten der Pandemie entscheiden. Den übergangsweisen Einkauf sowie die Verteilung von Schutzausrüstung hat die KZV Sachsen in die Eigenverantwortung der sächsischen Zahnarztpraxen zuückgegeben. Die Beschaffung von Schutzausrüstung liegt damit wieder in deren Zuständigkeit.

    Desinfektionsmittel

    Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein behülltes Virus, das bereits durch Desinfektionsmittel der Klassifikation „begrenzt viruzid“ sicher inaktiviert wird. Die im Rahmen der Basishygiene standardmäßig eingesetzten, VAH-gelisteten Desinfektionsmittel sind auch im Einsatz gegen dieses Virus vollumfänglich geeignet.

    Einsatz von Gesichtsmasken

    Aufgrund der Mangelsituation bei Gesichtsmasken während der Corona-Pandemie war die EU bestrebt, durch vorübergehende Sonderregelungen das Angebot zu erhöhen und die Versorgung sicherzustellen, ohne die erforderliche Sicherheit und Schutzfunktion zu vernachlässigen. Wegen fehlender FFP2-Masken hat die EU während der Pandemie für einen begrenzten Zeitraum auch Masken aus anderen, nichteuropäischen Staaten zugelassen. Mittlerweile hat sich die Versorgungslage soweit entspannt, dass in der EU wieder verkehrsfähige Ware beschafft und ausgegeben werden kann. Für den Einsatz im medizinischen Bereich, und somit auch in der ZAP, sollten die verwendeten Masken (FFP2 bzw. MNS) folgende Kennzeichnungen besitzen:

    • Name bzw. Logo des Herstellers
    • für Hersteller außerhalb der EU muss der zuständige EU Bevollmächtigte kenntlich gemacht sein,
    • konkrete Bezeichnung der Maske
    • Angabe der Filterklasse z. B. FFP2 bzw. Maskentyp
    • Einwegmaske oder wiederverwendbare Maske
    • angewandte EU-Norm EN149:2001
    • CE-Zeichen mit vierstelliger Nummer (benannte Stelle)
    • Verwendbarkeitsdatum.

    Lesen Sie dazu auch das Faktenblatt Persönliche Schutzausrüstung - Informationen für Apotheken und Arztpraxen - Stand: 30.11.2020

    Im Regelbetrieb (Behandlung von Patienten, bei denen keinen dringender Infektionsverdacht besteht) gelten die unter "In der Praxis" getroffenen Aussagen.

    Was ist COVID-19?

    Die Atemwegserkrankung COVID-19 wird durch Coronaviren (Sars-CoV-2) verursacht. Eine Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Ein Überleben der Viren über mehrere Tage auf unbelebten Flächen ist wahrscheinlich. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insgesamt als hoch ein. Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt, steigt aber mit zunehmenden Infektionszahlen an. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern (Quelle RKI).

    Krankheitsverlauf und Symptome

    Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Krankheitsverläufe sehr unspezifisch, vielfältig und variieren in ihrer Schwere und Symptomatik stark. Sie reichen von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

    Zu den am häufigsten genannten Symptomen zählen:

    • Husten
    • Fieber
    • Schnupfen
    • Störung des Geruchs- und oder Geschmackssinns
    • Pneumonie

    Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit ­, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lyphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

    Risikogruppen für schwere Verläufe

    Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

    • ältere Personen ab etwa 50–60 Jahren
    • männliches Geschlecht
    • Raucher
    • stark adipöse Menschen
    • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
      • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck),
      • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
      • chronische Lebererkrankungen
      • Diabetes mellitus
      • Krebserkrankung
      • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

    Inkubationszeit

    Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt laut RKI im Mittel bei 5–6 Tagen. Sie kann jedoch auch nur einen oder bis zu 14 Tage umfassen.

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