Coronavirus

Die Landeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen stellen Ihnen hier fortlaufend die aktuellen Informationen zum Coronavirus zur Verfügung.

Testabrechnung - geänderte Einreichungsfrist

Gemäß § 7 Abs. 4 TestV können Testabrechnungen nur für das aktuelle Quartal und ein Quartal rückwärts noch abgerechnet werden. Dies bedeutet, dass zur Testabrechnung des II. Quartals 2022 nur noch Tests aus dem I. Quartal 2022 eingegeben und abgerechnet werden können.

Link zum Abrechnungsformular PoC-Antigen-Tests

Impfungen und Impfpflicht

Impfpflicht für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen

Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurde am 10. Dezember 2021 der "Immunitätsnachweis gegen COVID-19" in Gesundheitseinrichtungen verpflichtend beschlossen (§ 20a). Dies betrifft auch Zahnarztpraxen.

  • Ab 15. März 2022 müssen alle Personen, die in einer Einrichtung - also Zahnarztpraxis - tätig sind, nachweisen, dass sie entweder geimpft oder genesen sind.
  • Alternativ können sie auch ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
  • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ab 16. März 2022 ihren Impf- oder Genesenenstatus vor Beginn der Tätigkeit nachweisen.
  • Der Nachweis ist gegenüber dem Praxisinhaber zu erbringen. Personen, die keinen entsprechenden Nachweis vorlegen, müssen dem Gesundheitsamt unverzüglich gemeldet werden. Die Behörde kann bei Nichtvorlage des Nachweises das Betreten der Zahnarztpraxis bzw. die Tätigkeit dort untersagen.

Zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht hat der Freistaat Sachsen Informationen zur Umsetzung und Meldung veröffentlicht. Die betroffenen Personen sollen über ein elektronisches Meldeportal gemeldet werden (siehe "Übersicht Meldeportale").

Wichtig: Bis das Gesundheitsamt über den Fall entschieden hat und ggf. ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot ausgesprochen hat, ist eine Weiterbeschäftigung der betroffenen Person möglich. Die öffentlich-rechtliche Vorschrift des § 20a Infektionsschutzgesetz (IfSG) begründet kein Recht des Arbeitgebers zur Freistellung. Wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterbeschäftigt werden können, besteht auch keine Grundlage für kündigungsrechtliche Konsequenzen.

Zum Gesetz

Informationen des Freistaates Sachsen

Fragen und Antworten zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht (BZÄK)

FAQ des Bundesgesundheitsministeriums


Übersicht Meldeportale (wird laufend ergänzt)

Die Praxen sind aufgefordert, sich dort zu registrieren und danach ihre Daten einzutragen. Zuständig ist das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk die Zahnarztpraxis liegt. Entscheidend ist damit nicht der Wohnsitz der Person.

Reaktionen zur Impfpflicht ‒ Was tun die Körperschaften?

Zahlreiche Äußerungen aus Praxen zur zahnmedizinischen Versorgung haben die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen und die Landeszahnärztekammer Sachsen zum Anlass genommen, sich am 5. Januar 2022 an die Politik zu wenden. In zwei Schreiben richten sich Dr. Holger Weißig (Vorstandsvorsitzender der KZVS) und Dr. Thomas Breyer (Präsident der LZKS) an Ministerpräsident Michael Kretschmer und Staatsministerin Petra Köpping und machen auf drohende Probleme durch die Impfpflicht aufmerksam.

Die beiden gleichlautenden Schreiben können Sie hier nachlesen:

Bereits in der Vorweihnachtswoche erreichte die LZKS ein Umschlag mit einer deutlichen Botschaft: Über 100 ZFA, aber auch Zahnärztinnen und Zahnärzte, schickten symbolisch eine Kopie ihrer Berufsurkunde versehen mit handschriftlichen Hinweisen, dass sie bei einer Impfpflicht ab 16. März 2022 nicht mehr zur Verfügung stünden. Auch viele besorgte Auszubildende meldeten sich mit Fragen zu Auswirkungen der Impfpflicht auf ihre Ausbildung.
Am 30. Dezember 2021 hat Dr. Christoph Meißner, Vizepräsident der LZKS und Vorstandsreferent für die Ausbildung ZFA, dem SMS persönlich diesen Brief an Staatsministerin Petra Köpping und ein Foto der Berufsurkunden überbracht. Er bat darum, die Probleme der betroffenen Kolleginnen und Kollegen sowie der Praxisteams ernst zu nehmen und in Entscheidungen zur geplanten einrichtungsbezogenen Impfpflicht einzubeziehen.

 

Genesenenstatus nur noch 90 statt 180 Tage für ungeimpfte Personen

Für ungeimpfte Personen gilt ein verkürzter Genesenstatus. Folgende Voraussetzungen hat das RKI hierfür festgelegt:

  • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Test) erfolgt sein

    und
  • Das Darum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

    und
  • Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Konkret heißt das: Geimpfte gelten wie vor der Änderung für sechs Monate als genesen. Menschen, die nicht geimpft sind, können nur drei Monate lang ein Genesenenzertifikat vorzeigen.

Quelle: RKI

Mehr Informationen


Impfstatus-Abfrage in Zahnarztpraxen erlaubt

Für Zahnarztpraxen gilt das Auskunftsrecht nach Infektionsschutzgesetz (§§ 23a, 23 Absatz 3 Nr. 8 IfSG). Inhaber von Zahnarztpraxen dürfen personenbezogene Daten von Mitarbeitern über dessen Impf- und Serostatus verarbeiten, um über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder über die Art und Weise einer Beschäftigung zu entscheiden. Ein Auskunftsverweigerungsrecht der Beschäftigten ist nicht vorgesehen.

 

Aufklärung und Impfungen während der Arbeitszeit

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung gilt seit 10.09.2021. Sie ist an die Dauer der epidemischen Lage gekoppelt und somit bis einschließlich 24. November 2021 verlängert. Neu ist:

  • Praxisinhaber müssen ihre Praxisteams im Rahmen der betrieblichen Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung an COVID-19 aufklären. Es soll dabei auch auf die Möglichkeit einer Schutzimpfung hingewiesen werden (§ 5 Abs. 2).
  • Praxisinhaber müssen ihren Mitarbeitern ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen (§ 5 Abs. 1).
  • Betriebsärzte sollen organisatorisch und personell bei der Durchführung der Schutzimpfungen nach der Coronavirus-Impfverordnung unterstützt werden.

Wo kann man sich impfen lassen?

Zum Impftermin bringen Sie Ihren Personalausweis, Impfausweis und die Krankenversicherungskarte mit. Wenn vorhanden, sind auch wichtige Unterlagen, wie z. B. ein Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenlisten mitzubringen.

Außerdem ist es von Vorteil, wenn Sie den Aufklärungsbogen und die Einverständniserklärung bereits ausgedruckt und ausgefüllt zum Impftermin mitbringen.

Allgemeine Informationen zur Impfung

Impfungen durch die Zahnärzteschaft

Impfen in Zahnarztpraxen ‒ Nächste Schritte in der Vorbereitung

Die Impfverordnung, die das Impfen in Zahnarztpraxen ermöglicht, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen verabschiedet. Das Bundesministerium für Gesundheit hat angekündigt, dass darin auch die Ausstellung digitaler COVID-Zertifikate der EU durch Zahnärztinnen und Zahnärzte geregelt wird.

Hierauf können sich Zahnarztpraxen jetzt schon vorbereiten und die notwendige Technik einrichten. Zur Erstellung der Impfzertifikate muss insbesondere der sogenannte Desktop-Client installiert werden. Die erforderlichen Arbeiten sollten durch einen IT-Techniker durchgeführt werden.

Was Sie dazu wissen müssen, lesen Sie hier:


Informationen der BZÄK

Gesetzliche Grundlage

Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen laut Infektionsschutzgesetz (IfSG, §20b) Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, eigenverantwortlich gegen COVID-19 impfen. Die gesetzliche Grundlage dafür wurde am 12. Dezember 2021 geschaffen.

Voraussetzungen

  • Teilnahme an einer ärztlichen Schulung und Erwerb des Impfzertifikats der LZKS (siehe "Impfzertifikat")
  • geeignete Räumlichkeiten mit der Ausstattung, die für die Durchführung von Corona-Schutzimpfungen erforderlich sind

    oder
  • Mitarbeit in "anderen geeigneten Strukturen", insbesondere mobilen Impfteams

    Außerdem wichtig, bevor es losgehen kann:


  • Klärung noch offener Fragen zu Haftung, Abrechnung, Meldung und Impfverordnung (siehe ganz unten)

Impfzertifikat durch die LZK Sachsen

Voraussetzungen für die Ausstellung des Impfzertifikats sind:

  • die Teilnahme an einer ärztlichen Schulung oder Hospitation
  • die Bestätigung einer erfolgreichen Teilnahme an einem Curriculum

Grundlage bildet das Mustercurriculum der BZÄK.

Wenn Sie Ihr Impfzertifikat beantragen möchten, schicken Sie uns beide Nachweise für die theoretische und praktische Schulung bzw. Hospitation in einem PDF-Dokument an fortbildung@lzk-sachsen.de.
Ihr Team der Fortbildungsakademie arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Erstellung der Impfzertifikate. Bitte sehen Sie daher von wiederholten Rückfragen ab.

Dauer und Umfang der Schulungen

6 Unterrichtsstunden á 45 Minuten (4 Unterrichtsstunden theoretische und 2 Unterrichtsstunden praktische Schulung).

 

Baustein 1: Theoretische Schulung inkl. Selbsstudium

Die theoretische ärztliche Schulung kann sowohl in Präsenz als auch als internetbasierte online-Fortbildung absolviert werden. Als online-Fortbildung kommt z. B. das Angebot der "Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen", Modul Z, in Frage. Link zur online-Fortbildung

Inhalt der Schulung:

  • Aufklärung
  • Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese und der Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien
  • weitere Impfberatung
  • Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person
  • Kenntnis von Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung
  • Kenntnis  von  Notfallmaßnahmen  bei  eventuellen  akuten  Impfreaktionen  sowie  Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

Vordruck Bescheinigung theoretische ärztliche Schulung

 

Baustein 2: Praktische ärztliche Schulung

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Hospitation

    ODER

  2. Praktische ärztliche Notfallschulung


1. Hospitation

Absolvieren Sie eine 90-minütige Hospitation in einer Impfstelle, in der Corona-Schutzimpfungen durchgeführt werden (z. B. Arztpraxis, Impfzentrum). Diese muss unter ärztlicher Aufsicht stattfinden und folgende Inhalte umfassen:

  • Aufklärung, Anamnese, Impfberatung, Einholen der Einwilligung
  • Durchführen der Impfung
  • Beachtung von Kontraindikationen

Vordruck Hospitationsbescheinigung BZÄK


2. Praktische ärztliche Notfallschulung

Sie nehmen an einer praktischen ärztlichen Notfallschulung mit folgenden Inhalten teil:

  • Durchführung von Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen
  • Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

Dieses Wissen können Sie sich zum Beispiel in den kostenfreien Kursen der LZKS aneignen, Stichwort "Impfungen" im Fortbildungskalender. Die Schulungskapazitäten sind begrenzt. Wenn Sie über neue Angebote informiert werden möchten, abonnieren Sie unsere KammerNews.

 

Impfen in Zahnarztpraxen aktuell noch nicht möglich

Erst wenn folgende Themen geklärt sind, können Impfungen in Zahnarztpraxen tatsächlich starten:

  • Haftung
    Nehmen Sie hierzu Kontakt zu Ihrer Berufshaftpflichtversicherung auf. Auch eine Staatshaftung könnte in Frage kommen.

  • Meldung
    Täglich muss die Anzahl der durchgeführten Impfungen an das Robert Koch-Institut gemeldet werden (sog. Impfsurveillance). Zu diesem Punkt liegen den KZVen und der KZBV vom Robert Koch-Institut und dem Bundesgesundheitsministerium noch keine konkreten Informationen vor.

  • Abrechnung/Vergütung
    Regelungen zur Vergütung und Abrechnung der Impfungen sind noch nicht abschließend getroffen.

  • Impfverordnung
    Zahnärzte müssen noch ergänzt werden. Bislang sind neben Ärzten nur Apotheker genannt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten der BZÄK.

Wir informieren Sie über weitere Entwicklungen u. a. über unseren Newsletter "KammerNews" (hier abonnieren)

Behandlungspflicht

Auch Patienten, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder unter Quarantäne stehen, müssen zahnärztlich behandelt werden. Für deren Behandlung waren die Schwerpunktpraxen bis August 2021 beauftragt. Für eine Verlängerung dieses Mandats sah die Vertreterversammlung keine Notwendigkeit.

Mit den gewonnenen Erfahrungen und den jetzt bestehenden Rahmenbedingungen kann jede Praxis infizierte Patienten behandeln.
Die notwendige Schutzausrüstung dafür sollte in jeder Praxis vorhanden sein.

Dass zahnärztliche Behandlungen prinzipiell zur Grundversorgung gehören und unabhängig von der 3G-Regel erfolgen müssen, haben Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) in ihrer Gemeinsamen Presseinformation vom
12. Oktober 2021 deutlich gemacht.

Keine Testpflicht mehr für Gesundheitspersonal

Neue Corona-Testverordnung

Obwohl keine Testpflicht mehr besteht, können gemäß § 4 der aktuellen Corona-Testverordnung (TestV)Testungen für das in der Zahnarztpraxis beschäftigte Personal zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 weiter im bisherigen Umfang durchgeführt werden.

  • Die Gesamtanzahl ist auf max. 10 Tests pro Person und Monat festgelegt.
  • Die Erstattung der Sachkosten erfolgt weiterhin pauschal mit 3,50 Euro. Nach wie vor können Pauschalen für die ärztlichen Leistungen für Testungen des Personals nicht abgerechnet werden.
  • Die Dokumentationspflichten sind gleichgeblieben.

Auch Bürgertests sind unter den bekannten Voraussetzungen – Anschluss an die Corona-Warn-App und erweiterte Dokumentationspflichten – weiter möglich.

Die angepasste Testverordnung des Bundesministeriums gilt bis zum 30. Juni 2022.

Zur Testverordnung

Neues Infektionsschutzgesetz (IfSG) ab 20. März 2022

Mit Ablauf des 19. März 2022 sind die bisherigen Testverpflichtungen für das Praxispersonal und Besucher in der Zahnarztpraxis weggefallen. Eine bundesrechtliche Verpflichtung zur Testung des Praxispersonals bzw. von Besuchern in der Zahnarztpraxis, wie sie § 28b Absatz 2 IfSG in alter Fassung vorgesehen hatte, ist nunmehr nicht mehr vorgesehen.

Zum IfSG-Gesetzestext

 

Genesenenstatus 90 statt 180 Tage für ungeimpfte Personen

Für ungeimpfte Personen gilt ein verkürzter Genesenstatus. Folgende Voraussetzungen hat das RKI hierfür festgelegt:

  • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Test) erfolgt sein
    und
  • Das Darum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen
    und
  • Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Konkret heißt das: Geimpfte gelten wie vor der Änderung für sechs Monate als genesen. Menschen, die nicht geimpft sind, können nur drei Monate lang ein Genesenenzertifikat vorzeigen.


Quelle: RKI

Mehr Informationen

 

Fragen und Antworten zu Testungen bei Praxispersonal

Wie erfolgt die Abrechnung?

Die Abrechnung kann nur online erfolgen. Alle Abrechnungen, die uns in Papier erreichen, müssen wir Ihnen zurücksenden. Das Formular zur Testabrechnung steht auf dem Dashboard zur Verfügung. Erreichbar ist es nur mit den Zugangsdaten des Praxisinhabers.

Die KZV Sachsen nimmt über das Abrechnungsformular auch Abrechnungen aus Vorquartalen entgegen. Die Entscheidung, ob diese noch vergütet werden, liegt abschließend beim Bundesministerium für Gesundheit.


Was ist bei der Abrechnung zu beachten?

  • Es besteht die Pflicht, die ID-Nr. der Tests anzugeben. Diese finden Sie auf der Website des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte. Ohne diese Nummer ist eine Abrechnung nicht möglich.
  • Haben Sie nur das Praxisteam getestet, ist im Feld „Anzahl Testungen gesamt“ die Anzahl der durchgeführten Tests je Monat einzutragen. Ärztliche Leistungen können nicht zusätzlich berechnet werden. Da seit dem 1. Juli 2021 ein Pauschalbetrag von 3,50 € je Test vergütet wird, ist die Angabe des Bruttobetrages nicht erforderlich.
  • Testen Sie auch Bürger, so tragen Sie bitte im Feld „Anzahl Testungen gesamt“ alle durchgeführten Tests (Team und Bürger) und in den Feldern „ärztliche Leistungen“ für durchgeführte Bürgertests die entsprechende Anzahl pro Monat ein. Hierbei sind die Bedingungen – Vorlage Lichtbildausweis und Anschluss an die Corona-Warn-App – verpflichtend.
  • Für alle Abrechnungen (Team/Bürger) sind die Dokumentationspflichten zu bestätigen.
  • Wir bitten Sie dringend, auf die Einhaltung der Bedingungen zu achten, da ab dem III. Quartal 2021 eine Stichprobenprüfung der Abrechnungen erfolgt. Bei Nichteinhaltung müssen die gezahlten Beträge zurückgefordert werden.

 

Was muss zwingend dokumentiert werden?

  • Je durchgeführte Testung ist der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund (Testung von Kontaktpersonen, Testung von Personen nach Auftreten von Infektionen oder Testung zur
    Verhütung) anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
  • Pro Test muss die Test-ID gemäß der Übersicht des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Eigentests beim Personal aufzunehmen.
  • Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt.
  • Schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests.

WICHTIG:
Diese Dokumentationen sowie die Nachweise über die korrekte Testdurchführung- und Abrechnung sind wie die Rechnungsunterlagen für selbst beschaffte Tests bis zum 31.12.2024 in der Praxis zu speichern bzw. aufzubewahren und müssen auf Verlangen zu Prüfungszwecken vorgelegt werden. Wenn Sie Fragen zur Abrechnung haben, schreiben Sie uns eine E-Mail.


Welche Kosten werden erstattet?

Die Abrechnung umfasst für die Sachkosten pro Mitarbeiter monatlich bis zu 10 PoC-Antigentests zu je pauschal 3,50 EUR. Es ist keine Kompensation der Kosten für die praktische Durchführung der Testangebotspflicht vorgesehen.


Welche Tests dürfen durchgeführt werden?

  • PoC-Antigentest (Point-of-Care-Antigen-Schnelltests)
  • überwachter Eigentest
  • Eigentest ohne Überwachung

Anspruch haben asymptomatische Mitarbeiter, die in der Praxis tätig sind bzw. tätig werden sollen.

Wird der Test ohne Überwachung durchgeführt, darf kein Zeugnis über das Testergebnis und kein COVID-19-Testzertifikat ausgestellt werden.


Welche Antigen-Schnelltests sind zugelassen?

Es dürfen nur solche PoC-Antigentests oder Selbsttest genutzt werden, die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgeführt sind. 

Offizielle Liste der Antigentests auf SARS-CoV-2 (BfArM)

Was kann man tun, wenn der Test verweigert wird? (Quelle: FAQ der Sächsischen Staatsregierung)
Zunächst sollten Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber versuchen, die Beschäftigten vom dringenden Erfordernis eines Tests zu überzeugen. Bleibt es bei der Testverweigerung, prüfen Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, ob Arbeitsschutzmaßnahmen zum Schutz der anderen Beschäftigten erforderlich sind. Das können z.B. für die ersten Tage isolierte Arbeitsplätze etc. sein. 

Wer den Test verweigert, kann daraus aber jedenfalls keine eigenen Ansprüche, wie etwa ein »Recht auf Homeoffice« ableiten.


Muss ich auch an die Corona-Warn-App angeschlossen sein, wenn ich mein Praxisteam und mich teste?

Nein, diese Vorgabe gilt nur für Bürgertestungen. Ergebnisse von PoC-Antigentests, die bei Praxisteams oder Kontaktpersonen durchgeführt werden, müssen nicht an die Corona-Warn-App übertragen werden.

Werden PCR-Tests in der Praxis durchgeführt ist ebenfalls die Anmeldung an der Corona-Warn-App erforderlich.


Wie rechnen Praxen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ab?

Mit der KV Sachsen wurde vereinbart, dass auch die Praxen für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie die Tests ausschließlich über die KZV Sachsen abrechnen können.


Wie oft dürfen die Tests durchgeführt werden?

Praxisinhaber dürfen bis zu 10 PoC-Antigen-Tests pro Monat und Mitarbeiter in eigener Verantwortung beschaffen und nutzen. Dokumentieren Sie, an welchen Tagen Sie welche Personen, einschließlich Ergebnis, getestet haben.


Was passiert, wenn Mitarbeiter Symptome zeigen?

Es wird dringend empfohlen, Schnelltests nur bei asymptomatischen Mitarbeitern durchzuführen. Personen, die Symptome zeigen und/oder mit Infizierten persönlichen Kontakt hatten, sollten sich immer an das Gesundheitsamt oder eine ärztliche Praxis für einen PCR-Test wenden.


Was passiert, wenn ein Antigen-Schnelltest positiv ausfällt?

Ein positives Testergebnis ist meldepflichtig. In diesem Fall ist das für die Praxis zuständige Gesundheitsamt zu informieren und die/der Getestete direkt an den Hausarzt zu verweisen, der durch einen PCR-Labortest das Ergebnis des Schnelltests prüfen muss. Auf der Website des Freistaates Sachsen sind die entsprechenden Telefonnummern veröffentlicht.

 


Bürgertestungen

Laut aktueller Testverordnung vom 29. März 2022 sind Bürgertests weiterhin bis einschließlich 30. Juni 2022 möglich. An den bereits bestehenden Voraussetzungen – Identitätsprüfung durch Lichtbildausweis, erfolgter Anschluss an die Corona-Warn-App – gibt es keine Änderungen.

Es bleibt dabei, dass Praxen, Apotheken und andere Teststellen seit 1. August 2021 technisch in der Lage sein müssen, die Testergebnisse und COVID-19-Testzertifikate auf Wunsch der getesteten Person an die Corona-Warn-App (CWA) zu übermitteln.

Fragen und Antworten

Muss sich die Kontaktperson/der Impfunfähige ausweisen?

Ja, ein amtlicher Identitätsnachweis (Personalausweis) muss vor Durchführung des Tests vorgelegt werden

Wie werden die Tests vergütet?

Der Test bei asymptomatischen Kontaktpersonen/Impfunfähigen/abgesonderten Personen wird mit 8,00 Euro vergütet. 

Mit dem Honorar sind abgegolten:

  •  das Gespräch
  •  die Entnahme von Körpermaterial
  •  die Ergebnismitteilung
  •  die Ausstellung eines Zeugnisses über das Testergebnis
  •  die gegebenenfalls notwendige Meldung an das Gesundheitsamt.

Die Sachkosten von pauschal 3,50 Euro können zusätzlich berechnet werden.

Bei asymptomatischen Kontaktpersonen kann auch ein überwachter Eigentest durchgeführt werden. Dieser wird mit 5,00 Euro vergütet.

Für diese ärztlichen Leistungen (5,00 und 8,00 Euro) fällt ein Verwaltungskostenbeitrag von 3,5% an.

Welche Pflichten sind mit der Durchführung von Tests an Patienten verbunden?

  1. Der getesteten Person muss eine Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigentests zum Nachweis des SARS-CoV-2 Virus ausgestellt werden (hier auch in englischer Sprache).
  2. Übermittlung des Testergebnisses auf die Corona-Warn-App auf Wunsch der getesteten Person (ab 01.08.2021).
  3. Ist das Testergebnis positiv, muss der getesteten Person das ausgefüllte Formular „Pflicht zur Absonderung“ mitgegeben werden.
  4. Ist das Testergebnis positiv, muss außerdem dem zuständigen Gesundheitsamt die meldepflichtige Krankheit gemäß § 6 IfSG angezeigt werden
  5. Ist das Ergebnis des Schnelltests positiv, muss ein PCR-Test veranlasst werden.

Welche Tests dürfen durchgeführt werden?

  • Auch PCR-Tests dürfen durchgeführt werden. Anspruch auf einen solchen Labortest besteht, wenn der PoC-Antigen-Schnelltest ein positives Ergebnis gezeigt hat. Die Beschaffung der Tests sowie die Auswahl eines medizinischen Labors zur Auswertung liegen in der Hand der Praxisleitung. Wenn Sie diese Testungen in Betracht ziehen, stellt Ihnen die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen (KZVS) die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung. Fordern Sie diese gern per E-Mail an.

Was muss zwingend dokumentiert werden?

  1. Die Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag sind zu erfassen.
  2. Je durchgeführte Testung ist der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
  3. Pro Test muss die Test-ID gemäß der Übersicht des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Tests beim Personal aufzunehmen.
  4. Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt.
  5. Schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests.

Oben genannte Dokumentationen sowie Testnachweise müssen für vier Wochen aufbewahrt werden. Rechnungsunterlagen für selbst beschaffte Tests sind bis zum 31.12.2024 in der Praxis zu speichern bzw. aufzubewahren und müssen auf Verlangen zu Prüfungszwecken vorgelegt werden.

Wann erfolgt die Abrechnung?

Die Abrechnung erfolgt quartalsweise, zu den veröffentlichten Einreichungsterminen über die KZV Sachsen.

Welche Aufbewahrungsfristen sind zu beachten?

Für alle Tests gilt, dass die Rechnungen über die Lieferung von Tests bis zum 31. Dezember 2024 aufzubewahren sind. Die Kassenärztliche Vereinigung ist verpflichtet die Abrechnungen stichprobenartig zu prüfen. Erforderliche Unterlagen sind zur Verfügung zu stellen. Während einer Prüfung können Zahlungen ausgesetzt werden.

Warum ist der Anschluss an die Corona-Warn-App notwendig?

Ab dem 1. August 2021 erfolgt eine Vergütung für Tests nur noch, wenn der Leistungserbringer die Ergebnismitteilung oder die Erstellung des Testzertifikates im Sinne des § 22 Infektionsschutzgesetz auch über die Corona-Warn-App anbietet und auf Wunsch des Getesteten auch über die App übermittelt. Ab diesem Datum muss ebenfalls dem Gesundheitsamt monatlich und standortbezogen die Anzahl der Tests sowie der positiven Testergebnisse gemeldet werden.

Wie schließe ich meine Praxis an die Corona-Warn-App an?

Zahnärzte müssen sich dazu auf dem Schnelltestportal registrieren. Dabei wird nach Abschluss des Nutzervertrags ein Account für die Praxis angelegt, den man benötigt, um auf das Portal zuzugreifen.  Genutzt wird das CWA Schnelltestportal, das die Firma T-Systems im Auftrag der Bundesregierung kostenfrei bereitstellt.

Wann muss der Nachweis der Anbindung erfolgen? 

Zum Zeitpunkt der Abrechnung der Tests gemäß § 7 Abs. 9 TestV muss nachgewiesen werden, dass eine Anbindung erfolgt ist. Aufgrund der kurzen Zeitspanne zur Umsetzung der Anbindung kann alternativ die Registrierungsanfrage seitens des Anbieters vorgelegt werden. Dafür wird durch T-Systems zeitnah nach Eingang der Registrierung eine Bestätigung erstellt.

Wer hilft bei Fragen und Problemen zur Warn-App?

Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Hotline der Corona-Warn-App. Diese stellt die häufigsten Fragen und Antworten ebenso wie Telefonnummern online zur Verfügung:

Muss ich auch an die Corona-Warn-App angeschlossen sein, wenn ich lediglich mein Praxisteam und mich teste?

Nein, diese Vorgabe gilt nur für Tests für asymptomatische Kontaktpersonen/Impfunfähige. Ergebnisse von PoC-Antigentests, die bei Praxisteams oder Kontaktpersonen durchgeführt werden, müssen nicht an die Corona-Warn-App übertragen werden.
Werden PCR-Tests in der Praxis durchgeführt ist ebenfalls die Anmeldung an der Corona-Warn-App erforderlich.

Weiterführende Informationen:

Informationen der KBV
Informationen der BZÄK
Sächsische Corona-Schutz- bzw. Notfall-Verordnung
Coronavirus-Testverordnung
Corona-Arbeitsschutzverordnung
Häufige Fragen zu den aktuell geltenen Regelungen in Sachsen

Dokumentationspflichten bei Coronatests

Eine umfangreiche Dokumentation jeglicher Testung ist ab dem 1. Juli 2021 verpflichtend. Zwingend zu dokumentieren sind:

  • Öffnungszeiten der Praxis je Tag und die Anzahl der die Tests durchführenden Personen pro Tag (gilt nur, wenn Sie Bürgertests durchführen).
  • Je durchgeführte Testung sind der Vorname, der Familienname, das Geburtsdatum und die Anschrift der getesteten Person, die Art der Leistung sowie der Testgrund (Testung von Kontaktpersonen, Testung von Personen nach Auftreten von Infektionen oder Testung zur Verhütung) anzugeben. Des Weiteren müssen der Tag, die Uhrzeit, das Testergebnis und der Mitteilungsweg an die getestete Person erfasst werden.
  • Pro Test muss die Test-ID gemäß der Übersicht des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte angegeben sein. Diese ist auch für mögliche Eigentests beim Personal aufzunehmen.
  • Nachweis über die Meldung positiver Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt
  • schriftliche oder elektronische Bestätigung der getesteten Person oder ihres gesetzlichen Vertreters über die Durchführung des Tests

Rechtliche Grundlage: Coronavirus-Testverordnung des BMG vom 11.10.2021

Aktuelle Quarantäne-Regeln

Aktuelle Regelungen in Sachsen ab 25. April 2022

Auf den Seiten der Sächsischen Staatsregierung sind die Pflichten der Verdachtspersonen, positiv getesteten Personen und Kontaktpersonen dargestellt. Alle testenden Stellen (auch Zahnarztpraxen) sind gemäß der Allgemeinverfügung dazu verpflichtet, die getesteten Personen auf diese Regeln hinzuweisen.

Was ist der Unterschied zwischen Isolation und Quarantäne?

  • Die Isolation ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Personen mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion.
  • Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von Personen, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht oder von Personen, die möglicherweise das Virus verbreiten können. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Infizierten sowie um Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten

Was gilt für Isolation und Quarantäne?

  • Die Isolation dauert mindestens 5 Tage.
  • Bei mind. 48-stündiger Symptomfreiheit, kann die Absonderung ab dem fünften Tag beendet werden. Ein Freitesten ist nicht mehr notwendig.
  • Wer noch Symptome hat, muss sich bis max. zum 10. Tag weiterhin absondern. Geruchs- oder Geschmacksverlust hält oft lange an und zählt hier nicht mit.
  • Kontaktpersonen müssen sich nicht mehr absondern und zu Hause bleiben.
  • Wichtig für Tätige im Gesundheitswesen:
    Wer in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe arbeitet, braucht einen negativen professionellen Antigen-Schnelltest, um wieder arbeiten zu können. Das gilt nicht, wenn die Absonderungszeit mind. 10 Tage gedauert hat.
    Zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung ist es nach Ausschöpfung aller organisatorischen Möglichkeiten möglich, dass asymptomatisch positiv getetestete Personen  während der Absonderung arbeiten. Dies muss dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden (Link zum Formular)

Fragen, Antworten und Quarantänerechner

Infoblatt Absonderung

Genesenenstatus nur noch 90 statt 180 Tage für ungeimpfte Personen

Für ungeimpfte Personen gilt ein verkürzter Genesenstatus. Folgende Voraussetzungen hat das RKI hierfür festgelegt:

  • Die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion muss durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Test) erfolgt sein

    und
  • Das Darum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen

    und
  • Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.

Konkret heißt das: Geimpfte gelten wie vor der Änderung für sechs Monate als genesen. Menschen, die nicht geimpft sind, können nur drei Monate lang ein Genesenenzertifikat vorzeigen.


Quelle: RKI

Mehr Informationen

 

Wissenschaftliche Grundlagen

Einschätzungen von

Gesetzliche Grundlagen

Seit 15. Januar 2022 sind die folgenden Verordnungen in Kraft:

 

Quellen:

coronavirus.sachsen.de

Bundesgesundheitsministerium

Sonderregelungen

Sonderregelungen der Heilmittel- und Krankentransport-Richtlinien Ende März 2022 ausgelaufen

Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen befristeten Sonderreglungen (Link) im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Heilmittel-Richtlinie sowie die Krankentransport-Richtlinie betreffend, sind am 31. März 2022 ausgelaufen.

 

Corona-Hygienepauschale zum 31. März 2022 ausgelaufen

Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und Beihilfe von Bund und Ländern haben sich nicht auf eine Verlängerung der sog. Corona-Hygienepauschale über den 31. März 2022 hinaus verständigen können.

PKV und Beihilfe haben, wie im letzten Beschluss bereits in Aussicht gestellt, einer erneuten Verlängerung der Hygienepauschale nicht zugestimmt. Mehr lesen

 

Steuerfreiheit des Corona-Bonus ausgeweitet

Der Bundestag hat am 19. Mai 2022 das 4. Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet. Danach können Arbeitgeber bestimmter Gesundheitseinrichtungen - auch Zahnarztpraxen - ihren Mitarbeitern zusätzlich zum geschuldeten Lohn noch bis Ende dieses Jahres einen steuerbefreiten Corona-Bonus gewähren. Ursprünglich waren bis zu 3000 Euro vorgesehen, per Änderungsantrag wurde nun auf 4500 Euro aufgestockt. Zudem wurde die im Gesetzentwurf ursprünglich enthaltene Passage, wonach die Zusatzleistung des Arbeitgebers „aufgrund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen“ zu gewähren sei, gestrichen. Daher sind auch freiwillige Leistungen des Arbeitgebers steuerbefreit.

Mehr auf bundestag.de

In der Praxis

Ab 3. April 2022 keine explizite Maskenpflicht mehr in sächsischen Zahnarztpraxen

In der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung sind Zahnarztpraxen in Bezug auf die FFP2-Maskenpflicht nicht explizit benannt. Lediglich in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen (u. ä.) und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weiter FFP2-Masken getragen werden (§ 3 Abs. 3).

Es besteht also nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung keine Pflicht mehr, FFP2-Masken in Ihrer Praxis zu tragen, aber noch immer die Möglichkeit, dies zu tun. Das entscheiden Sie als Praxisinhaberin und Praxisinhaber.

Die neue Verordnung ist ab 3. April in Kraft bis einschließlich 30. April 2022.


Mehr auf den Seiten der Sächsischen Staatsregierung


Umgang mit Patie­nten

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist es sinnvoll, Patienten bereits vor Betreten der Zahnarztpraxis darum zu bitten, sich zunächst telefonisch anzumelden, wenn Sie

  • Kontakt zu Erkrankten hatten oder
  • typische Symptome einer Coronavirus-Infektion aufweisen. ­


Generell ist es ratsam, folgende allgemeine Vorkehrungen zu treffen: ­

  • Rufen Sie bereits bestellte Patienten im Vorfeld der Behandlung an und besprechen Sie gemeinsam, ob der Termin wahrgenommen oder verschoben werden kann (nutzen Sie hierzu den Patientenfragebogen COVID-19 in deutsch oder englisch).
  • Jede/r Mitarbeiter/in trägt in der ZA-Praxis einen Mund-Nasen-Schutz, auch im Gespräch miteinander. Rezeptionsbereiche sollten durch eine flüssigkeitsdichte Abtrennung geschützt werden.
  • Auf jede körperliche Begrüßung sollte verzichten werden.
  • Beschränken Sie die Anzahl der wartenden Personen soweit, dass diese einen angemessenen Abstand von mindestens 1,5 Metern halten können.
  • Bitten Sie Begleitpersonen erwachsener Patienten, die Praxis zu verlassen und nach Behandlungsende wieder abzuholen.
  • Während der gesamten Patientenbehandlung werden Brille/ggf. Schutzvisiere/ Schutzschilde, Mund-Nasen-Schutz, Handschuhe und ggf. Schutzkittel getragen. Nur durch den ordnungsgemäßen Sitz und die Einhaltung der Griffdisziplin bleibt die Barrierefunktion der Schutzkleidung gewährleistet. Suffiziente Absaugung wird strengstens beachtet. Eine Aerosolentstehung wird möglichst minimiert.
  • Halten Sie Patienten dazu an, möglichst wenige Oberflächen zu berühren.
  • Bitten Sie Patienten, sich vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
  • Desinfizieren Sie alle von Patienten berührten Oberflächen, wie z.B. Türklinken regelmäßig.
  • Zwischen den Patientenkontakten werden die geltenden Hygienevorschriften umgesetzt.
  • Regelmäßig sollten Team-Besprechungen stattfinden, in denen die nötigen Maßnahmen und Routinen erneut erörtert, Fragen geklärt und ggf. Anpassungen vorgenommen werden.
  • In den Behandlungspausen sollten die empfohlenen Mindestabstände zwischen den Mitarbeiter/innen eingehalten werden.
  • Mitarbeiter/innen mit COVID-19-Risikofaktoren für schwere Verläufe sollen aus dem Patientenkontakt entfernt/nach Hause und – wo möglich – ins Homeoffice geschickt werden.

Bei Patienten mit Symptomen kann die Behandlung auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt. Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose und ggf. Einleitung einer Therapie an den Hausarzt zu verweisen.

Routinebehandlungen­

SARS-CoV-2 werden vor allem durch Tröpfchen übertragen. Schutzbrillen oder Visiere und Mund-Nasen-Schutz (MNS) bieten eine Barrierefunktion gegen diese Art der Infektionsübertragung. Wichtig ist, dass diese Schutzmittel ordnungsgemäß angelegt und über die gesamte Behandlungszeit getragen werden.
Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen wirksam vermindert werden. Dies sollte zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung geschehen.
Ein angelegter Kofferdam ist eine wirksame Barriere gegen die im Mund- und Rachenraum befindlichen Mikroorganismen (Quelle: BZÄK).

 

Notfallbehandlungen ohne ausreichende Schutzausrüstung

Ein Zahnarzt hat grundsätzlich nur in Notfällen eine Pflicht zur Behandlung. Wenn beim Patienten gesundheitliche Schäden drohen, ist der Zahnarzt zur Hilfeleistung verpflichtet. Dennoch muss die Behandlung dem Zahnarzt zumutbar sein.
Aus der Berufsordnung geht hervor, dass die zahnärztliche Behandlung abgelehnt werden kann, wenn die Behandlung ihm nach pflichtgemäßer Interessenabwägung nicht zumutbar ist und der Zahnarzt Hygieneanforderungen und Schutzmaßnahmen nicht einhalten kann (z. B. auch bei fehlender Schutzausrüstung).
Bei Behandlungen von infizierten Patienten setzt sich der Zahnarzt inkl. Personal einem Ansteckungsrisiko aus, wenn die entsprechende Schutzausrüstung (FFP2-Masken, Handschuhe, Mundschutz etc.) nicht vorhanden ist.
Deswegen muss bei erkrankten Notfall-Patienten zwischen den Ansteckungsrisiken und dem Grad des Notfalls (strenge Indikationsstellung) abgewogen und entschieden werden.
Sind bei lebensbedrohlichen Situationen beim Patienten entsprechend ausgerüstete Praxen oder Kliniken nicht in zumutbarer Zeit erreichbar, kann ein Zahnarzt verpflichtet sein, Ansteckungsrisiken einzugehen. Wobei immer abzuwägen ist, ob ein ausreichender Selbstschutz für sich und das Personal gewährleistet werden kann! In jedem Fall hat sich der Zahnarzt um die weitere Behandlung des Patienten zu kümmern.

Beachten Sie bitte:

  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2/FFP3; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten
  • Patienten bitten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen

Hier finden Sie die Position der Bundeszahnärztekammer.

Notwendigkeit einer Behandlung

Die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Behandlung trifft die Zahnärztin oder der Zahnarzt abhängig vom individuellen Risiko und der Komplikationsdichte des Eingriffs im konkreten Patientenfall.
Das betrifft nicht nur Notfallbehandlungen, sondern kann einen Eingriff umfassen, der die Beschwerden des Patienten kurz-, mittel- oder langfristig lindert oder die Verschlimmerung der bestehenden Erkrankung vermeidet. Bei der Terminplanung sollte dies beachtet und ggf. im Vorfeld mit dem Patienten telefonisch besprochen werden.

­­­­­

Prävention bei Aerosolen

Zur Verbreitung des Coronavirus über Aerosole schr­eibt das RKI:
„Nach derzeitigen Erkenntnissen erfolgt die Übertragung von SARS-CoV-2 bei direktem Kontakt über z.B. Sprechen, Husten oder Niesen (siehe Steckbrief zu COVID-19 > Übertragungswege). In der Übertragung spielen Tröpfchen wie auch Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne), die längere Zeit in der Luft schweben können, eine Rolle, wobei der Übergang zwischen den beiden Formen fließend ist. Durch das Einhalten eines Abstands von mindestens 1,5 m kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.
Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z.B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und es verstärkt zur Produktion und Anreicherung von Aerosolen kommt. (...)“

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Entstehung und Verbreitung von Aerosolen vermieden werden. Dies sollte zuallererst durch eine effiziente, hochvolumige Absaugung (vierhändiges Arbeiten) geschehen. Dabei steht eine wirksame Absaugtechnik im Vordergrund. Ferner sollte dabei folgendes berücksichtigt werden:

  • Die Verwendung von ultraschallgetriebenen Handstücken und Chirurgiegeräten vermeiden.
  • Die Verwendung von Pulverstrahlgeräten vermeiden.
  • Die Verwendung von Turbinen vermeiden.
  • Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, eine Infektionsübertragung zu minimieren.

Es wird empfohlen, in Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos entsprechende persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß zu tragen. Die zusätzliche Verwendung von Visieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung kann die Sicherheit weiter erhöhen.

Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) e.V. (Stand: 10.09.2020 , gültig bis 31.03.2021):

Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern

Gefährdungsbeurteilung

Welche Maßnahmen bei einer Infektionsgefährdung durch SARS-CoV-2 in Einrichtungen des Gesundheitsdienstes zusätzlich umzusetzen sind, zum Beispiel weitere Hygienemaßnahmen, entnehmen Sie  der folgenden Übersicht:

Vorlage Gefährdungsbeurteilung SARS-CoV-2 (Quelle: BGW, Stand: 05/2020)

Passen Sie die Gefährdungsbeurteilung an die jeweiligen Gegebenheiten Ihrer Einrichtung an. Ergänzen Sie die tagesaktuellen behördlichen Vorgaben und die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Überprüfen Sie auch die bisherigen Maßnahmen zur Basishygiene und zum Hautschutz und passen Sie sie bei Bedarf an.

COVID-19 als Berufskrankheit

Infizieren sich Zahnärztinnen, Zahnärzte oder Praxisteams nachweislich im beruflichen Umfeld mit dem Coronavirus, kann dies als Berufskrankheit anerkannt werden.
Wichtig: Der Unfallversicherungsträger muss bei einem begründeten Verdacht ‒ wie bei jeder anderen Berufskrankheit auch ‒ umgehend über die Erkrankung informiert werden (§ 202 SGB VII). Treten gleich mehrere Verdachtsfälle in einer Praxis auf, ist auch eine Sammelmeldung möglich. Die betroffenen Personen müssen über diese Meldung informiert werden. Widersprechen können sie dieser nicht.
Mehr auf den Seiten der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und in unserem Praxishandbuch.

Homeoffice-Pflicht

Jeder Praxisinhaber muss seinem Praxisteam Homeoffice anbieten, wenn das möglich und mit den Abläufen in der Zahnarztpraxis vereinbar ist. Beschäftigte können das nur ablehnen, wenn sie nachvollziehbare Einwände äußern (§ 28b IV IfSG, § 1 (5) SächsCoronaNotVO)

Zahnarztbesuche in Alten- und Pflegeh­eimen­ ­

Die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) empfiehlt, die Reihenuntersuchungen in Senioreneinrichtungen fortzuführen und Zahnarztbesuche in Pflegeeinrichtungen nicht nur auf Notfallsituationen zu beschränken. Dabei sollte in enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen gearbeitet werden. Zur ausführlichen Stellungnahme der DGAZ (Stand: 18.05.2020)

Zähneputzen in Gemeinschaftseinrichtungen

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V. (DAJ) ermutigt auch in Corona-Zeiten zum gemeinsamen Zähneputzen in Krippen, Kitas und Ferienfreizeiten. Unter Einhaltung verschiedener Hygienemaßnahmen sei dies möglich. Worauf zu achten ist, lesen Sie in der Checkliste für hygienisch unbedenkliches Zähneputzen in Kitas unter den Bedingungen der COVID 19-Pandemie.

Rechtliche Fragen

Erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld

In den Jahren 2021 und 2022 stehen jedem Elternteil pro Jahr 30 Kinderkrankentage pro Kind zur Verfügung, für Alleinerziehende sind es 60 Tage. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich dieser Anspruch auf maximal 130 Arbeitstage.

Eltern können bis einschließlich 23. September 2022 Kinderkrankengeld auch dann in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind nicht krank ist, sondern zu Hause betreut werden muss, weil Schule, Kindertagesstätte oder Kindertagespflege behördlich geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Auch wenn die Behörden den Zugang nur eingeschränkt haben oder empfehlen ein mögliches Betreuungsangebot nicht wahrzunehmen, können Kinderkrankentage genutzt werden. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten könnten.

Ab 24. September 2022 besteht der Anspruch auf Kinderkrankengeld wieder nur bei Erkrankung des Kindes und entsprechendem Betreuungsbedarf.

Musterbescheinigung für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen

Weitere Voraussetzungen sind, dass:

  • sowohl der betroffene Elternteil als auch das Kind gesetzlich krankenversichert sind,
  • das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder aufgrund einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist,
  • keine andere im Haushalt lebende Person das Kind beaufsichtigen kann.

Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Bei Krankheit des Kindes muss der Krankenkasse ein ärztliches Attest vorgelegt werden, bei Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung wird eine Bescheinigung der Schule oder Einrichtung der Kindertagesbetreuung benötigt.

Was muss der Arbeitgeber wissen?

Der Anspruch führt auch wegen eines eingeschränkten Schul- oder Kitabetriebs zu einem Anspruch der Mitarbeiterin/des Mitarbeiters auf unbezahlte Freistellung gegenüber dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wird von seiner Zahlungspflicht für die in Anspruch genommenen Tage befreit, hat aber gleichzeitig keinen Anspruch auf Erbringung der Arbeitsleistung.

FAQ des BMFSFJ

Notbetreuung

Bei der Schließung von Kindertageseinrichtungen wird eine Notbetreuung lediglich für Kinder von Eltern in Sektoren der kritischen Infrastruktur angeboten, zu denen u.a. Zahnarztpraxen zählen (Gesundheitsversorgung und Pflege). Wenn mindestens einer der Personensorgeberechtigten in einer Zahnarztpraxis beruflich tätig ist, und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist sowie eine Betreuung durch den anderen Personensorgeberechtigten nicht abgesichert werden kann, besteht ein Anspruch auf Notbetreuung.

Für die Inanspruchnahme der Notbetreuung muss von den Eltern eine Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden, dass diese in Bereichen der Kritischen Infrastruktur tätig sind. Das ausgefüllte Formblatt ist der Kindertageseinrichtung vorzulegen.

Quelle: SchulKitaCoVO ab 14.01.2022

 

Fürsorgepflicht

Neben den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzes (§ 4 Arbeitsschutzgesetz) hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht (§ 618 BGB). Demnach muss er alles dafür tun, damit Angestellte ihre Arbeit gefahrlos ausüben können. In der aktuellen Situation bedeutet dies, dass Sie gegebenenfalls weitere Maßnahmen zum Schutz Ihrer Mitarbeiter ergreifen müssen, wie z. B. Hygiene- und Verhaltensregeln am Arbeitsplatz oder den Verzicht auf unnötige Besprechungen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantwortet die häufigsten Fragen auf ihrer Homepage.


Praxisschließung

Die Zahnarztpraxis kann geschlossen werden vom:

  1. Gesundheitsamt
  2. Gesundheitsministerium
  3. Praxisinhaber

Eine finanzielle Entschädigung ist bei einer Schließung durch den Praxisinhaber aktuell nicht vorgesehen. Die Landesdirektion Sachsen informiert dazu auf ihrer Homepage. Weder die Kassenzahnärztliche Vereinigung noch die Zahnärztekammern sind befugt, Praxisschließungen anzuordnen.
Bei Erkrankung eines Arbeitnehmers/Praxisinhabers kann das Gesundheitsamt als zuständige Behörde weitere Maßnahmen einleiten, z. B. häusliche Quarantäne, berufliches Tätigkeitsverbot, Schließung einer Praxis. Für den entstandenen Verdienstausfall können Entschädigungen bei der Landesdirektion beantragt werden.
Die geänderten Sprechzeiten oder die Schließung der Praxis teilen Sie bitte unter der Angabe der Vertretung schnellstmöglich im Geschäftsbereich Zulassung mit:

zulassung@kzv-sachsen.de
0351 8053-416

­
Sicherstellung­­sauftrag

Aufgrund der erteilten Zulassung zur vertragszahnärztlichen Versorgung müssen entsprechend dem Versorgungsauftrag Sprechstunden angeboten werden. Dies gilt derzeit unverändert weiter. Zum Versorgungsauftrag gehört auch, bei eigener Abwesenheit die Patientenversorgung zu regeln, entweder durch einen Vertreter in der eigenen Praxis oder in Absprache mit einer Praxis aus der Nähe (kollegiale Vertretung).
Die Behandlung eines Patienten darf nur in begründeten Fällen abgelehnt werden. Dies ist bei nachweislich infizierten oder unter behördlicher Quarantäne stehenden Patienten der Fall. Lesen Sie dazu mehr unter In der Praxis.

Versicherung­

Prüfen Sie Ihren Unfallversicherungsschutz und treten Sie gegebenenfalls in die gesetzliche Versicherung ein. Eine Infektion mit dem Coronavirus gilt als Berufskrankheit, wenn sie nachweislich beruflich erworben ist. Ausführliche Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung finden Sie im ZBS 03/2020 auf Seite 21 und in der Broschüre der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

­

Schutzausrüstung

FFP2 oder Mund-Nasen-Schutz (Quelle: BGW)?

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass ein Schutz der Beschäftigten durch den Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend ist, sind Atemschutzmasken (FFP2-Masken oder gleichwertige Atemschutzmasken) zu tragen. Dies kann bei folgenden Situationen notwendig sein:

  • anwesende Personen (z. B. Patientinnen und Patienten, Kundschaft, Bewohnerinnen und Bewohner) tragen keine Bedeckung von Mund und Nase, beispielsweise bei gesichtsnahen Tätigkeiten im Ausatembereich;
  • bei den ausgeführten Tätigkeiten ist mit einer Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, beispielsweise durch lautes Sprechen/Singen oder andere Tätigkeiten, bei denen aufgrund körperlicher Anstrengung mit einem deutlich erhöhten Atemvolumen zu rechnen ist;
  • bei Arbeitsbereichen, in denen sich Personen mit einer ungeklärten Atemwegserkrankung befinden können und dadurch das Infektionsrisiko erhöht sein kann (z. B. Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime);
  • erhöhte Gefährdungslage durch regional hohe Inzidenzen, Ausbruchsgeschehen oder durch das Auftreten von besorgniserregenden Varianten des SARS-CoV-2 (Mutationen) [...]

Nachzulesen auch in den Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe TRBA 250 und TRBA 255.

Beschaffung von Schutzausrüstung

Nach wie vor gilt, dass nur geeignete Schutzmaßnahmen das Durchbrechen der geforderten Mindestdistanz von 1,50 Meter rechtfertigen.
Hier sollte jede Praxis eigenverantwortlich über die sinnvolle Bevorratung in Zeiten der Pandemie entscheiden. Den übergangsweisen Einkauf sowie die Verteilung von Schutzausrüstung hat die KZV Sachsen in die Eigenverantwortung der sächsischen Zahnarztpraxen zuückgegeben. Die Beschaffung von Schutzausrüstung liegt damit wieder in deren Zuständigkeit.

Desinfektionsmittel

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein behülltes Virus, das bereits durch Desinfektionsmittel der Klassifikation „begrenzt viruzid“ sicher inaktiviert wird. Die im Rahmen der Basishygiene standardmäßig eingesetzten, VAH-gelisteten Desinfektionsmittel sind auch im Einsatz gegen dieses Virus vollumfänglich geeignet.

Einsatz von Gesichtsmasken

Aufgrund der Mangelsituation bei Gesichtsmasken während der Corona-Pandemie war die EU bestrebt, durch vorübergehende Sonderregelungen das Angebot zu erhöhen und die Versorgung sicherzustellen, ohne die erforderliche Sicherheit und Schutzfunktion zu vernachlässigen. Wegen fehlender FFP2-Masken hat die EU während der Pandemie für einen begrenzten Zeitraum auch Masken aus anderen, nichteuropäischen Staaten zugelassen. Mittlerweile hat sich die Versorgungslage soweit entspannt, dass in der EU wieder verkehrsfähige Ware beschafft und ausgegeben werden kann. Für den Einsatz im medizinischen Bereich, und somit auch in der ZAP, sollten die verwendeten Masken (FFP2 bzw. MNS) folgende Kennzeichnungen besitzen:

  • Name bzw. Logo des Herstellers
  • für Hersteller außerhalb der EU muss der zuständige EU Bevollmächtigte kenntlich gemacht sein,
  • konkrete Bezeichnung der Maske
  • Angabe der Filterklasse z. B. FFP2 bzw. Maskentyp
  • Einwegmaske oder wiederverwendbare Maske
  • angewandte EU-Norm EN149:2001
  • CE-Zeichen mit vierstelliger Nummer (benannte Stelle)
  • Verwendbarkeitsdatum.

Lesen Sie dazu auch das Faktenblatt Persönliche Schutzausrüstung - Informationen für Apotheken und Arztpraxen - Stand: 30.11.2020

Im Regelbetrieb (Behandlung von Patienten, bei denen keinen dringender Infektionsverdacht besteht) gelten die unter "In der Praxis" getroffenen Aussagen.

Was ist COVID-19?

Die Atemwegserkrankung COVID-19 wird durch Coronaviren (Sars-CoV-2) verursacht. Eine Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Ein Überleben der Viren über mehrere Tage auf unbelebten Flächen ist wahrscheinlich. Das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung durch COVID-19 für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insgesamt als hoch ein. Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt, steigt aber mit zunehmenden Infektionszahlen an. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern (Quelle RKI).

Krankheitsverlauf und Symptome

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind die Krankheitsverläufe sehr unspezifisch, vielfältig und variieren in ihrer Schwere und Symptomatik stark. Sie reichen von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Zu den am häufigsten genannten Symptomen zählen:

  • Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störung des Geruchs- und oder Geschmackssinns
  • Pneumonie

Weitere Symptome: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit ­, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis, Hautausschlag, Lyphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz.

Risikogruppen für schwere Verläufe

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen ab etwa 50–60 Jahren
  • männliches Geschlecht
  • Raucher
  • stark adipöse Menschen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck),
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • chronische Lebererkrankungen
    • Diabetes mellitus
    • Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit gibt die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung an. Sie liegt laut RKI im Mittel bei 5–6 Tagen. Sie kann jedoch auch nur einen oder bis zu 14 Tage umfassen.

Links, Downloads, Ansprechpartner

Zahnärztliche Körperschaften

Ansprechpartner im Zahnärztehaus Dresden

LZK Sachsen
0351 - 8066-278
E-Mail
A­nmeldung Newsletter der LZKS


KZV Sachsen

0351 8053-0
E-Mail

Downloads für Ihre Praxis­­

Zuständige Ministerien und Behörden

Allgemeine Informationsseiten