Milchzähne nicht mit Gewalt ziehen

Das Lachen mit Zahnlücke gehört für viele Eltern zum Schulanfang wie Zuckertüte und Ranzen. Doch nicht bei jedem Kind fällt der Zahnwechsel der Milchzähne zu den ersten bleibenden Zähnen genau in dieser Zeit, und nicht jeder Wackel-Milchzahn löst sich gleich von selbst.
Auch ein Milchzahn hat eine kleine Wurzel, und die muss sich auflösen, damit der Milchzahn freikommt. Diese Wurzelauflösung geschieht zeitgleich mit dem langsamen Hinaufwachsen des bleibenden Zahnes. Der neue Zahn bildet, solange er sich im Kieferknochen befindet, seine sehr harte „Außenhaut“ durch einen Mineralisierungsprozess aus. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, durchbricht der bleibende Zahn den Kieferknochen. Der darüber stehende Milchzahn besteht nun nur noch aus der Zahnkrone, weil sich die kleine Wurzel aufgelöst hat. Diese Milchzahnkrone kann der neue Zahn nun nach oben schieben – der Milchzahn wackelt und löst sich schließlich aus dem Zahnfleisch.
Dieser Prozess verkürzt sich keinesfalls, indem Milchzähne vor der Zeit und mit Gewalt entfernt werden. Im Gegenteil, dem Wundloch droht eher eine Entzündung, die das Durchbrechen der bleibenden Zähne letztlich kompliziert und außerdem unnötig schmerzhaft macht.

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Stand: 30. Juli 2020