Soforthilfen

­­­­­­­­Umfassende Übersicht über finanzielle Soforthilfen vom Bund und Land Sachen­­­

Soforthilfe-Zuschuss Bund

Die „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige“ kann ebenso von Zahnärzten als Angehörigen der Freien Berufe beansprucht werden.

Ziel

Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u. a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä. (auch komplementär zu den Länderprogrammen)

  • Programmvolumen bis zu 50 Mrd. EUR bei maximaler Ausschöpfung von 3 Mio. Selbständigen und Kleinstunternehmen über 3 + 2 Monate

Anspruch haben

Soloselbstständige und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten, die

  • wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge der Coronakrise haben
  • vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sind (Schadenseintritt nach dem 11. März 2020)

Konditionen

  • bis 9.000 EUR Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten
  • bis 15.000 EUR Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten
  • sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden
  • Kumulierung mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, aber auch mit bestehenden deminimis-Beihilfen ist grundsätzlich möglich

­­Rückzahlung

Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden.

Nachgelagerte Prüfung der bewilligten Zuschüsse­
­Ob der Antragsteller die Hilfe tatsächlich nötig hatte, soll nachträglich durch die Bundesregierung geprüft werden. Gegebenenfalls wird der Zuschuss in ein Darlehen umgewandelt.­­­­­ ­ ­ ­

    Antragstellung

    • Mittelbereitsstellung durch den Bund (Einzelplan 60)
    • Bearbeitung der Anträge, Auszahlung und ggf. Rückforderung der Mittel durch Länder/Kommunen
    • Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass bedingt durch die Coronakrise ist nachzuweisen
    • möglichst elektronisch: www.sab.sachsen.de

    "Sachsen hilft sofort"

    Als Freiberufler können niedergelassene sächsische Zahnärzte ab sofort ein zinsloses Liquiditätshilfedarlehen bei der SAB beantragen.

    Antragsberechtigt ist, wessen Praxis

    • maximal einen Jahresumsatz von 1 Mio. EUR erwirtschaftet
    • einen Umsatzrückgang von mindestens 20 % für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise erwartet
    • per 31. Dezember 2019 wirtschaftlich gesund war

    Konditionen

    • zinsloses Darlehen in Höhe von mind. 5.000 EUR bis max. 50.000 EUR, in Ausnahmefällen auch mehr
    • Laufzeit von bis zu zehn Jahren, davon die ersten drei Jahre tilgungsfrei, danach sind Sondertilgungen jederzeit möglich
    • Höhe der Zuwendung orientiert sich am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate
    Wer bei der SAB finanzielle Unterstützung aus dem Programm »Sachsen hilft sofort« beantragt, dem entsteht kein Nachteil. Wer zusätzliche Hilfen vom Bund erhält, kann das bereits aufgenommene Darlehen des Freistaates Sachsen damit zurückzahlen.­

      Beantragung

      • schriftlich oder elektronisch bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB), Pirnaische Straße 9, 01069 Dresden
      • Bewilligung funktioniert ohne Hausbank, sodass Darlehen schnell und flexibel verfügbar ist
      • Sicherheiten müssen nicht nachgewiesen werden
      • ­Formulare

      Einzelheiten und weitere wichtige Informationen
      Website der SAB
      Beratungs-Hotline: 0351 4910-1100

      Weitere Hilfen ­

      Steuerliche Entlastungen

      Unternehmen jeder Größe, Selbständige und Freiberufler erhalten steuerliche Hilfen, um ihre Liquidität zu verbessern. Für unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen gilt bis Ende 2020:

      • Finanzbehörden gewähren Stundungen von Steuerschulden.
      • Steuervorauszahlungen können angepasst werden.
      • Auf Vollstreckungsmaßnahmen wird verzichtet.
      Informieren Sie sich beim Bundesfinanzministerium und bei der Sächsischen Staatsregierung.

      ­Beitragsstundungen der Sozialversicherungsbeiträge

      ­Die Beiträge zur Sozialversicherung können gestundet werden. Dies ist grundsätzlich jedoch nur dann möglich, wenn alle anderen Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft sind.
      Der Antrag ist vom Arbeitsgeber formlos an die jeweilige/n Krankenkasse/n zu richten. Nähere Informationen lesen Sie hier.­­

      Kontakt

      LZK Sachsen
      Tel.: 0351 - 806 62 62
      Fax: 0351 - 806 62 41
      Schreiben Sie eine E-Mail

      KZV Sachsen

      Tel.: 0351 80530
      Fax: 0351 8053-621
      Schreiben Sie eine E-Mail

      Stand: 3. April 2020