Einführung der eGK für Asylsuchende durch die Landeshauptstadt Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden wird ab 1. April 2020 für Berechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ihres Zuständigkeitsbereiches die Gesundheitsversorgung von der AOK PLUS, KKH und DAK-Gesundheit übernehmen lassen. Zu diesem Zweck werden die betreffenden Personen mit elektronischen Gesundheitskarten dieser Krankenkassen ausgestattet. Die Karten werden die Kennzeichnung „Besondere Personengruppe 9“ enthalten, welche die Inhaber als Leistungsberechtigte nach §§ 4 und 6 AsylbLG ausweist.

Bislang suchten die betreffenden Asylbewerber die Zahnarztpraxen mit Zahnbehandlungs-scheinen der Landeshauptstadt Dresden auf. Durch die Einführung der eGK für diese Personen ergeben sich im Vergleich hierzu keine Änderungen hinsichtlich des zu erbringenden Leistungsumfangs. Dieser richtet sich weiter nach §§ 4 und 6 AsylbLG, was bedeutet, dass grundsätzlich nur ein Anspruch auf die erforderliche zahnärztliche Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände besteht. Eine Versorgung mit Zahnersatz erfolgt nur, soweit dies im Einzelfall aus medizinischen Gründen unaufschiebbar ist. Bitte achten Sie daher beim Einlesen der eGK auf die Kennzeichnung „Besondere Personengruppe 9“.

Die Abrechnung der erbrachten Leistungen erfolgt ganz normal über die KZV Sachsen. Ansprechpartner für eventuell notwendige Genehmigungen einzelner Leistungen ist für Sie die jeweilige Krankenkasse, die die eGK ausgestellt hat. Diese wird Anträge auf Genehmigungen von Leistungen an die Landeshauptstadt Dresden zur Bearbeitung übermitteln. Im Fall der Beantragung von Zahnersatz ist der HKP dem Asylbewerber zwecks Vorlage bei der Landeshauptstadt Dresden zu übergeben.

Die anzusetzenden Punktwerte für die Abrechnung der Leistungen bei Asylbewerbern entnehmen Sie bitte den aktualisierten Punktwertlisten.
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Kontakt

KZV Sachsen, Abrechnung
Tel.: 0351 8053-472
Fax: 0351 8053-481
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Stand: 24. März 2020