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Lieferengpässe von Arzneimitteln

Gemeinsame Presseinformation der Sächsischen Landesärztekammer, der Landeszahnärztekammer Sachsen und der Sächsischen Landesapothekerkammer

Dresden, 20. Dezember 2022 - Die Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, der Landeszahnärztekammer Sachsen sowie der Sächsischen Landesapothekerkammer haben sich zur problematischen Arzneimittelversorgung gemeinsam an die sächsische Gesundheitsministerin gewandt.

Die Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, der Landeszahnärztekammer Sachsen, Dr. Thomas Breyer, sowie der Sächsischen Landesapothekerkammer, Friedemann Schmidt, haben sich heute zur gegenwärtig außerordentlich problematischen Situation bei der Arzneimittelversorgung für die sächsische Bevölkerung in einem gemeinsamen Schreiben an die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping gewandt.

Mit diesem Schreiben fordern die drei Kammerpräsidenten die Ministerin dringend zum Handeln gegen die Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln auf, weil sie darin eine große Gefahr für die weitere Funktionsfähigkeit des sächsischen Gesundheitswesens sehen. Nach fachlicher Einschätzung der Präsidenten wurde die bisherige Position der Gesundheitspolitik, nach der durch die fehlenden Arzneimittel keine Versorgungsengpässe entstehen, schon lange durch die Realität überholt.

Zwar würden wesentliche Grundlagen, die zu dieser bedauerlichen Situation geführt haben, im Bundesrecht liegen. Das sollte aber nach Einschätzung der Präsidenten die Staatsregierung nicht von eigenen Aktivitäten gegen diesen unhaltbaren Zustand abhalten. Und genau aus diesem Grund fordern die drei Kammerpräsidenten die Gesundheitsministerin zum schnellen Handeln auf. Sie glauben, dass durch ein schnelles Wirksamwerden der Staatsregierung die Versorgungssituation der Arzneimittel wesentlich gebessert werden kann. Dies gilt beispielsweise für den Erlass von Allgemeinverfügungen der zuständigen sächsischen Überwachungsbehörde, um die Verfügbarkeit von dringend benötigten Arzneimitteln für die Patientenversorgung zu erleichtern.

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:

  • Knut Köhler M.A., Sächsische Landesärztekammer, Tel.: 0351/82 67 160
  • Anne Hesse, Landeszahnärztekammer Sachsen, Tel.: 0351/80 66-278
  • Dr. Frank Bendas, Sächsische Landesapothekerkammer, Tel.: 0351/263 93-0