Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (E)

E-Fortbildung

Im Zahnärzteblatt Sachsen (ZBS) werden regelmäßig vertragszahnärztliche Themen, wie z. B. Abrechnungshinweise und Richtlinien, erläutert. Hierzu gibt es die Möglichkeit, Fortbildungspunkte zu erhalten. Informationen zum Ablauf, zu den Fragebögen sowie zum Fortbildungsnachweis finden Sie auf der Seite e-Fortbildung.

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Einreichungstermine

Die Abrechnung für konservierend-chirurgische sowie kieferorthopädische Leistungen erfolgt immer zum Quartalsende. Die genauen Termine werden über die Vorstands-Information der KZV Sachsen bekanntgegeben.

Die Einreichung Ihrer Abrechnungen für Zahnersatz, Kieferbruch- und Kiefergelenkserkrankungen sowie der parodontologischen Leistungen ist jederzeit möglich.

Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang auf die Stichtagsregelung gemäß § 7 des Honorarverteilungsmaßstabs der KZV Sachsen.

 

 

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Einzelfallprüfung

elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Mit der gesetzlichen Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für gesetzlich krankenversicherte Personen und deren Umsetzung zum 1. Oktober 2021 ändert sich auch das Verfahren bei der Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen in der vertragszahnärztlichen Versorgung. Zukünftig ist die Angabe einer AU-begründenden Diagnose im Rahmen der Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Form einer Kodierung nach der aktuell gültigen International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems -German Modification (ICD-10 GM) vorzunehmen.

Um die Überleitung vom bisher verwendeten Freitext in die ICD-Kodierung so einfach wie möglich zu gestalten, werden die meisten Praxisverwaltungssysteme Lösungen anbieten. Zusätzlich hat die KZBV nachfolgende Arbeitshilfen erstellt.

Praxishilfe ICD-10 GM
Die Praxishilfe gibt eine Übersicht über die wichtigsten Regeln bei der Kodierung von AU-begründenden Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung.
Kompakt und schnell soll sie im Praxisalltag bei der Kodierung von Diagnosen nach der ICD-10 GM als Unterstützung dienen.


Überleitungen häufiger Freitextdiagnosen in ICD-10 GM
Diese Übersicht beinhaltet die häufigsten Themenfelder im Bereich der Freitextdiagnosen und übersetzt diese beispielhaft in mögliche ICD-10-Kodes.

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elektronisches Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ)

elektronisches Beantragungs- und Genehmigungsverfahren (EBZ)

Die Einführung des elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahrens ist im Jahr 2022 geplant.
Ziel ist es, die Einreichung und Genehmigung von genehmigungspflichtigen Anträgen für die Bereiche KBR, PAR, ZE und KFO zwischen Praxen und Krankenkassen schneller und unbürokratischer zu versenden. Das Verfahren selbst ist keine Anwendung der TI, nutzt aber den sicheren Übertragungsweg über KIM.

Notwendige Komponenten:

  • freigeschalteter und aktivierter eZahnarztausweis/eHBA
  • Anbindung an den KIM-Fachdienst

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elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine Krankenversichertenkarte mit erweiterten technischen Möglichkeiten. Sie ersetzt die bisherige Versichertenkarte und ist seit 2015 der reguläre Versicherungsnachweis für gesetzlich Krankenversicherte. Die Karte enthält einen Chip und kann damit als persönlicher Schlüssel des Versicherten zum digitalen Gesundheitsnetz des deutschen Gesundheitswesens (Telematikinfrastruktur, TI) genutzt werden.

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elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)

Der Elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist ein personenbezogener Sichtausweis im Scheckkarten-Format. Er ist als Ausweis für die Gesundheitsberufe spezifiziert und ist die Grundlage von elektronischen Ausweisen im Arzt-, Apotheken- und Zahnarztbereich. Analog zur elektronischen Gesundheitskarte enthält der neue Heilberufsausweis aus Plastik einen Mikrochip, der Authentifizierung (elektronische Identitätsprüfung), Verschlüsselung und elektronische Signatur bietet. 

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elektronischer Medikationsplan (eMP)

Der elektronische Medikationsplan ist eine freiwillige Anwendung für Patienten und Zahnärzte. Medikationsdaten und medikationsrelevante Informationen können auf der eGK gespeichert werden und tragen so, bei automatisierter Prüfung, zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) bei.
Zudem können weitere Informationen, wie Unverträglichkeiten, Allergien und aktuell einzunehmende Medikamente gespeichert werden. Mögliche Wechsel- und Nebenwirkungen im Zusammenhang mit zu verordneten Arzneimitteln sollen somit vermieden werden.

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elektronische Patientenakte (ePA)

Die elektronische Patientenakte stellt eine weitere Pflichtanwendung für die Telematikinfrastruktur dar.

Die KZBV hat in Kooperation mit den KZVen einen zahnarztspezifischen Leitfaden dazu erarbeitet. In diesem Leitfaden zur elektronischen Patientenakte  finden Sie Informationen, wie Sie die elektronische Patientenakte nutzenbringend in die Anamnese und Behandlung Ihrer Patienten einbinden können.

Sie beinhaltet alle gesundheitsbezogenen Dokumente, welche lebenslang sicher verwaltet werden können. Gesetzlich Versicherte können auf freiwilliger Basis diese Daten verwalten lassen und bestimmen selbstständig über den berechtigten Personenkreis (Leistungserbringer), welcher Einsicht auf die gespeicherten Dokumente halten darf. Doppeluntersuchungen können vermieden werden und entscheidende Informationen zur Patientenanamnese können mit geringem Aufwand genutzt werden.

Die KZBV hat einen Flyer für die zahnärztliche Praxis und einen Flyer für Patientinnen und Patienten entwickelt.
Im zahnärztlichen Flyer wird grundsätzlich über die ePA, die Vorbereitung der zahnärztlichen Praxis auf die ePA, die Randbedingungen zur Nutzung dieser medizinischen Anwendung und mögliche Nutzungsszenarien informiert.
Der Patientenflyer zur ePA informiert über Zugriffsschutz, Rechteverwaltung, Datenspeicherung und praktische Anwendungsfälle.

 

 

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Elektronisches Rezept (eRezept)

eRezept

Das elektronische Rezept (eRezept) stellt eine weitere verpflichtende Anwendung der TI dar. Bis einschließlich zum 31.12.2021 gilt die Übergangsfrist für das bisherige Formular Muster 16 (rosa Rezept). Ab dem 1. Januar 2022 ist das Rezept elektronisch zu erstellen. Die Signatur wird mittels eHBA/eZahnarztausweis des verordnenden Zahnarztes erzeugt.

Ablauf im Praxisalltag:
Das Rezept kann in gewohnter Weise im Praxisverwaltungssystem (PVS) vorbereitet und erstellt werden. Nach der Signatur wird das Rezept verschlüsselt und zentral im Gesundheitsnetz der TI gespeichert. Ist die Speicherung erfolgt, so wird das Rezept elektronisch auf die App des Patienten übertragen. Alternativ kann der der Patient auch einen Ausdruck des elektronischen Rezeptes erhalten.
Das Rezept kann nun entweder elektronisch durch den Rezeptcode in der App oder mittels dem Rezept als Ausdruck in einer Apotheke eingelöst werden.

Was noch zum eRezept wichtig ist:

  • nur Inhaber des Rezeptcodes/ Ausdrucks des Rezepts sind zum Einlösen des Rezepts berechtigt
  • Zugriff auf eRezept nur mit eHBA des Apothekers möglich (via Entschlüsselung)
  • weiterhin bis zu 3 Medikationen verordnungsfähig
  • weiterhin ausstellbar: Fertigarzneimittel/Wirkstoffverordnungen, Rezepturen und freitextbeschriebene Verordnungen
  • vorerst nur apothekenpflichtige Arzneimittel
  • keine Neuorientierung im PVS für Praxen nötig

Weitere Informationen zum eRezept entnehmen Sie dem Leitfaden eRezept der KZBV.

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Entlastungsassistent

Ein Vertragszahnarzt kann einen Entlastungsassistenten beschäftigen, um die vertragszahnärztliche Versorgung sicherzustellen. Voraussetzung ist, dass der Vertragszahnarzt selbst nur noch eingeschränkt tätig sein kann, z.B. aufgrund von Krankheit, Schwangerschaft, Eltern- oder Pflegezeit (vgl. § 32 Absatz 2 Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte).

Die Beantragung eines Entlastungsassistenten ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich und wird von der KZV Sachsen/Leitung Geschäftsbereich Zulassung geprüft und genehmigt. Ein Entlastungsassistent muss die Vorbereitungszeit nach § 3 Abs. 2 und 3 Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte abgeleistet haben.

Der Antrag auf Genehmigung zur Beschäftigung eines Assistenten/Vertreters ist rechtzeitig, mindestens zwei Wochen vor Tätigkeitsbeginn bei der KZV Sachsen einzureichen. Über Anträge entscheidet die Leitung des Geschäftsbereichs Zulassung durch Bescheid. Eine rückwirkende Genehmigung ist nicht möglich.

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Erfassungsmasken

Die Erfassungsmasken dienen der Online-Erfassung und Online-Sendung der Abrechnung an die KZVS. Sie sind den Originalbelegen so weit wie möglich nachempfunden. Tatsächlich müssen die Scheine nur Stück für Stück übertragen werden.

Die Daten-Eingabe erfolgt in der Praxis direkt in den Online-Masken. Die Installation einer Software auf dem Praxis-PC ist nicht erforderlich.

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Ermächtigung

Die Zulassungsausschüsse können über den Kreis der zugelassenen Zahnärzte hinaus weitere Zahnärzte oder in besonderen Fällen zahnärztlich geleitete Einrichtungen zur Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung ermächtigen, sofern dies notwendig ist, um
eine bestehende oder unmittelbar drohende Unterversorgung abzuwenden oder einen festgestellten zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf zu decken oder einen begrenzten Personenkreis zu versorgen, beispielsweise Rehabilitanden in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation oder Beschäftigte eines abgelegenen oder vorübergehenden Betriebes (§ 31 Abs. 1 Zahnärzte-ZV). Zudem ist für den Betrieb einer Zweigpraxis eine Ermächtigung durch den Zulassungsausschuss erforderlich, in dessen Bereich die Zweigpraxis liegt, soweit die Zweigpraxis außerhalb des KZV-Bereiches errichtet werden soll, in dem der Vertragszahnarzt Mitglied ist.

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Ersatzkassen

Die Ersatzkassen sind eine von sechs Kassenarten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zu den Ersatzkassen gehören die Techniker Krankenkasse (TK), die BARMER, DAK-Gesundheit, die KKH Kaufmännische Krankenkasse, die hkk - Handelskrankenkasse und die HEK - Hanseatische Krankenkasse.

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Ersatzverfahren

Es gilt die Vereinbarung zum Inhalt und Anwendung der eGK (Anlage 10 BMV-Z, gültig seit 1. Juli 2020).

Bei einem Patienten ohne gültige Gesundheitskarte darf der Vertragszahnarzt kein herkömmliches Ersatzverfahren anwenden und die Behandlung findet auf privater Basis nach Vereinbarung statt.
Legt der Versicherte innerhalb von 10 Tagen einen gültigen Anspruchsnachweis vor, muss die entrichtete Vergütung zurückgezahlt werden (vgl. § 18 Abs. 2 BMV-Z).

Bei fehlender eGK steht Ihnen dieses Formular zur Verfügung.

Für die Abrechnung erbrachter Leistungen von Patienten ohne eGK, aber mit „Vorlage eines anderen Anspruchsnachweises“,  ist das Ersatzverfahren zu nutzen. Dafür sind die Daten vom Berechtigungsschein manuell in Ihr PVS-System zu übernehmen.

Zum Umgang mit verschiedenen Versicherungsnachweisen (deutsche eGK, EHIC/GIHC/PEB, Nationaler Anspruchsnachweis, KVK) finden Sie hier eine Übersicht.

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Expressabrechnung

Die KZV Sachsen bietet ihren Mitgliedern eine Expressabrechnung für die Festzuschüsse (ZE), für die Abrechnung von  parodontologischen Leistungen (PAR) sowie für die Abrechnung von Leistungen der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen und der Behandlung von Verletzungen des Gesichtsschädels (KBR) an.

Die Teilnahme an der Expressabrechnung muss bei der KZV Sachsen beantragt werden. Dabei sind die Teilnahmebedingungen zu beachten.

Die Übermittlung dieser Abrechnungsfälle muss online erfolgen. Eine Expressabrechnung über die Online-Erfassungsmaske ist ausgeschlossen. 

Bis auf die Abrechnungen der Bundespolizei und der Heilfürsorge Sachsen (Landespolizei) sind Abrechnungen der Sonstigen Kostenträger von der Expressabrechnung ausgeschlossen.

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Expressauszahlung

Die Vergütung für express eingereichte Abrechnungen erfolgt, bei fristgerechter Einreichung, in der Regel nach einer Woche, zu den festgelegten Auszahlungsterminen, vermindert um die Verwaltungskosten von 0,5 % für die Expressabrechnung.

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Externe Prüfung

Laut Berufsbildungsgesetz ist die externe Prüfung eine Ausnahmeregelung, um auch ohne vorangegangene Berufsausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Zugangsvoraussetzung für diese Prüfung ist eine praktische Tätigkeit (mindestens das eineinhalbfache der festgelegten Ausbildungszeit) in dem Beruf, in dem die Prüfung abgelegt wird.

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