Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (G)

Gebührenordung für Ärzte (GOÄ)

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist eine Rechtsverordnung der Bundesregierung, die mit Zustimmung des Bundesrates erlassen wird. Sie bestimmt die Vergütung für berufliche Leistungen der Ärzte, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist. Nach § 6 Abs. 2 GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) haben Zahnärzte Zugriff auf einen beschränkten Bereich der Gebührenordnung für Ärzte, soweit die Leistung nicht als selbständige Leistung oder Teil einer anderen Leistung in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) enthalten ist. Ein Auszug aus der GOÄ mit den für Zahnärzte geöffneten Bereichn steht im GOZ-Infosystem der LZK Sachsen zum Download zur Verfügung. Fragen beantwortet die GOZ-Hotline.

Abrechnung zahnärztlicher Leistungen aus der Gebührenordnung für Ärzte mit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Seit dem 01.01.2004 kann für die Abrechnung von Leistungen, die im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (BEMA) nicht enthalten sind, eingeschränkt auf das Gebührenverzeichnis der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vom 12.11.1982 in der Fassung vom 01.01.1996 zurückgegriffen werden (siehe hierzu GÖÄ-Positivliste)

Die Anwendung des Gebührenverzeichnisses der GOÄ ist im BEMA in den Allgemeinen Bestimmungen zu Nr. 3 geregelt.

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Gebührenordnung der LZKS

Die Gebührenordnung regelt, wie und in welcher Höhe die Landeszahnärztekammer Sachsen Kosten (Gebühren und Auslagen) erhebt. Sie wird von der Kammerversammlung beschlossen.

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Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist eine Rechtsverordnung der Bundesregierung, die mit Zustimmung des Bundesrates erlassen wird. Sie bestimmt die Vergütung für berufliche Leistungen der Zahnärzte, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist. Als Vergütung stehen dem Zahnarzt Gebühren, Entschädigungen (Wegegeld, Reiseentschädigung) und Ersatz von Auslagen zu. Die GOZ steht im GOZ-Infosystem der LZK Sachsen zum Download zur Verfügung. Fragen beantwortet GOZ-Hotline.

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gematik

Die Gesellschaft für Telematik wurde 2005 als GmbH von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründet. Der gesetzliche Auftrag der gematik, ist die Einführung, der Betrieb und die Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur, der eGK sowie den zugehörigen Fachanwendungen. So werden deren Funktionalität, Kompatibilität und Sicherheit gewährleistet und sichergestellt, dass diese von allen Akteuren im Gesundheitswesen genutzt werden können.
(Quelle: gematik.de/ueber-uns/ Zugriff: 27.01.2020, 14:40 Uhr)

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Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Er bestimmt in Form von Richtlinien, welche medizinischen Leistungen die ca. 73 Millionen Versicherten beanspruchen können. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für Praxen und Krankenhäuser.
Die grundsätzlichen Entscheidungen zum Leistungsanspruch der gesetzlich Krankenversicherten trifft in Deutschland der Gesetzgeber. Mit der Aufgabe, den sogenannten Leistungskatalog der Krankenkassen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu konkretisieren, hat der Gesetzgeber den G-BA als höchstes Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung betraut. Das Bundesministerium für Gesundheit nimmt die Rechtsaufsicht wahr.
Der G-BA wird von den vier großen Selbstverwaltungsorganisationen im Gesundheitssystem gebildet:  Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband).

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Gemeinschaftspraxis

Genehmigung bei ZE-Wiederherstellungsmaßnahmen

Gesamtvergütung

Gesetzlich verankert ist die Gesamtvergütung im § 85 SGB V.
Hierunter ist der Betrag zu verstehen, den die Krankenkassen an die Kassenzahnärztliche Vereinigung für die gesamte vertragszahnärztliche Versorgung der Mitglieder und Familienversicherten die ihren Wohnort im Bereich der Kassenzahnärztlichen Vereinigung haben, entrichten.

Die Höhe der Gesamtvergütung wird in den Gesamtverträgen nach § 83 SGB V vereinbart.

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Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde (§ 13)

Zahnärzte mit ausländischen Diplomen sind nicht automatisch im Besitz einer Approbation und müssen die Gleichwertigkeit ihres Ausbildungsstandes nachweisen (Voraussetzung für die Erteilung der Approbationsurkunde). Um diesen Nachweis zu ermöglichen, stellt die zuständige Behörde (in Sachsen: Landesdirektionen Chemnitz, Dresden und Leipzig) eine Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde nach § 13 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) aus. Diese Genehmigung erlaubt die Ausübung des zahnärztlichen Berufs in unselbstständiger und nicht leitender Tätigkeit.

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Geschäftsbericht der KZVS

Dieser Geschäftsbericht arbeitet bewusst mit dem Element der Reduktion. Der zunehmenden Informationsflut setzen wir ausgewählte Fakten, Tendenzen und kurze Zusammenfassungen entgegen. Die Darlegungen sollen nicht nur Rechenschaft über Geleistetes ablegen sowie einen Einblick in die Arbeit einer Körperschaft des öffentlichen Rechts ermöglichen, sondern auch Impulse setzen – für die Unternehmensstrategie unserer Mitglieder und Kooperationspartner.

Lesen Sie mehr über die vertragszahnärztliche Versorgung in Sachsen und die Arbeit in den Gremien der KZVS in den Jahren 2019 - 2021. 

Geschäftsbericht 2021

 

 

 

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Geschäftsstelle der KZV Sachsen

Die Geschäftsstelle der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen (KZVS) befindet sich im Zahnärztehaus Dresden.

Die Mitarbeiter der einzelnen Geschäftsbereiche beantworten Ihre Anfragen per Telefon, per Mail sowie per Kontaktformular gern im Rahmen der folgenden Geschäftszeiten:

  • Montag bis Donnerstag von 8 - 17 Uhr
  • Freitag von 8 - 14 Uhr.

Hier erhalten Sie Informationen zur Anfahrt.

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Geschäftsstelle der LZK Sachsen

Die laufenden Geschäfte der Kammer werden nach den Richtlinien und Beschlüssen der Kammerversammlung und des Vorstandes im Einvernehmen mit dem Präsidenten durch eine Geschäftsstelle geführt. Die Leitung obliegt einem Geschäftsführer, der nicht Mitglied von Organen der Kammer sein darf.
Die Mitarbeiter der einzelnen Geschäftsbereiche beantworten Ihre Anfragen per Telefon, per Mail sowie per Kontaktformular gern im Rahmen der folgenden Geschäftszeiten:

  • Montag bis Donnerstag von 8 - 17 Uhr
  • Freitag von 8 - 14 Uhr.

Hier erhalten Sie Informationen zur Anfahrt.

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Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wird getragen von gesetzlichen Krankenkassen, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts finanziell und organisatorisch unabhängig sind. Sie führen die ihnen staatlich zugewiesenen Aufgaben eigenverantwortlich.
Tragende Strukturprinzipien der GKV sind das Solidaritäts- und das Sachleistungsprinzip. Das Solidaritätsprinzip gewährleistet, dass jeder Versicherte unabhängig von Einkommen bzw. Beitragshöhe und Krankheitsrisiken medizinisch-notwendige Leistungen aus der GKV erhält. Das Sachleistungsprinzip stellt die Leistungen ohne finanzielle Vorleistungen der Versicherten sicher.
Der GKV-Spitzenverband entscheidet gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über die konkrete Ausgestaltung des Leistungskataloges der GKV.

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Gesichtsbogen

Am 10. Oktober 2014 wurde von GKV-Spitzenverband, VDZI und KZBV eine Gemeinsame Erklärung zur Abrechnung bei der Verwendung eines des Gesichtsbogens im Bereich Zahnersatz und Aufbissbehelfen unterzeichnet.
Bitte lesen Sie die Vereinbarung im Detail.

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Gewährleistung

Laut der Regelung in § 136a Abs. 4 SGB V übernimmt der Zahnarzt für Füllungen und für die Versorgung mit Zahnersatz eine zweijährige Gewähr. Identische und Teilwiederholungen von Füllungen sowie die Erneuerung und Wiederherstellung von Zahnersatz einschließlich Zahnkronen sind in diesem Zeitraum vom Zahnarzt kostenfrei vorzunehmen. D. h. er darf die mit der Mangelbeseitigung verbundenen Kosten weder dem Patienten noch der Krankenkasse in Rechnung stellen.

Dies gilt auch, soweit die Mängel vom Zahntechniker zu vertreten sind, da der Zahnarzt sich Mängel aus diesem Bereich zurechnen lassen muss. Ob und in welchem Umfang der Zahnarzt einen Ausgleichsanspruch gegen den Zahntechniker hat, ist im Verhältnis des Zahnarztes zum Patienten und dessen Krankenkasse unerheblich.

Zu beachten ist jedoch, dass von der Regelung des § 136a Abs. 4 SGB V durch das Bundesschiedsamt Ausnahmen festgelegt wurden. Die Ausnahmen von der zweijährigen Gewährleistung sind für Füllungen wie folgt bestimmt:

Wiederholungsfüllungen innerhalb von zwei Jahren können zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden bei:

·       Milchzahnfüllungen

·       Zahnhalsfüllungen

·       mehr als dreiflächigen Füllungen

·       Eckenaufbauten im Frontzahnbereich unter Einbeziehung der Schneidekanten

·       Fällen, in denen besondere Umstände (z. B. Bruxismus oder Vorerkrankung) vorliegen, die der Zahnarzt auf dem Krankenblatt festhält

Wiederholungsfüllungen können nicht abgerechnet werden, wenn ein Verschulden des Zahnarztes festgestellt wird.

Ausgeführte prothetische Leistungen kann die Krankenkasse in begründeten Einzelfällen bei vermuteten Planungs- oder Ausführungsmängeln hinsichtlich Regel- und gleichartigen Versorgungen innerhalb von 24 Monaten nach der definitiven Eingliederung begutachten lassen, hinsichtlich andersartigen Versorgungen und sog. Mischfällen innerhalb von 36 Monaten nach definitiver Eingliederung. Durch ein Gutachten ist die Verschuldensfrage im Einzelfall zu klären.

Dies bedeutet, dass der Zahnarzt nicht in jedem Fall verpflichtet ist, Füllungen und Zahnersatz kostenlos nachzubessern oder zu erneuern, sondern nur in den Fällen, in denen ihm ein Verschulden nachgewiesen werden kann bzw. er sich ein schuldhaftes Verhalten des Zahntechnikers zurechnen lassen muss. Fälle, in denen z. B. mechanische Einwirkungen durch den Patienten erfolgt sind, wie der „Kirschkernbiss“ oder wenn dem Patienten die Prothese heruntergefallen ist, sind nicht auf ein Verschulden des Zahnarztes zurückzuführen.

Bei Fragen zur Begutachtung von Zahnersatz wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen des Gutachterwesen: Frau Augustin, Telefon: 0351-8053610 oder Frau Ecke, Telefon 0351-8053602.

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GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG)

Online-Veranstaltung am 7. Dezember 2022 von 11 bis 13 Uhr

Beachten Sie bitte schon jetzt, dass nur die PAR- und KBR-Leistungen, die Sie bis einschließlich 10. Dezember 2022 bei Ihrer KZV zur Abrechnung eingereicht haben, noch ins Jahr 2022 fallen! Das bedeutet: Alle später eingereichten Abrechnungen, außer der Quartalsabrechnung IV/2022 und der ZE-Einreichung, werden bereits dem Jahr 2023 zugerechnet. Damit unterliegen sie den durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz festgesetzten Budget-Beschränkungen. Welche Wirkung wird der Honorarverteilungsmaßstab im nächsten Jahr entfalten?

Diese und noch viele andere Aspekte werden am 7. Dezember 2022 von 11 bis 13 Uhr bei der moderierten Podiumsdiskussion zwischen folgenden Vertretern der Krankenkassen, der Politik und Zahnärzten thematisiert:

  • Angela Elis – TV-Moderatorin
  • Rainer Striebel – Vorsitzender des Vorstands der AOK PLUS
  • Silke Heinke – Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek)
  • Susanne Schaper – Mitglied des Sächsischen Landtags, Vorsitzende Ausschuss für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • Dr. Paula Piechotta – Mitglied des Bundestags, stellv. Mitglied Gesundheitsausschuss
  • Dr. Florestin Lüttge – Mitglied des Vorstands der Landeszahnärztekammer Sachsen, Assistentin Öffentlichkeitsarbeit des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen
  • Dr. Holger Weißig – Vorsitzender des Vorstands  der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen

Den Einladungslink haben alle sächsischen Zahnärzte am 1. Dezember 2022 automatisch per Mail erhalten.


Hintergrund:

Der Deutsche Bundestag hat am 20. Oktober 2022 das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz verabschiedet.
Mit den dadurch entstehenden konfliktären Rahmenbedingungen muss sich die Zahnärzteschaft auseinandersetzen. Als sichtbares Zeichen des Protests gegen dieses Gesetz – sowie der Notwendigkeit, sich im Sinne der Patienten zum Umgang mit dem Gesetz zu verständigen –, sollen die Praxen in Sachsen in der Zeit der Veranstaltung geschlossen bleiben. Wir zeigen den politisch Verantwortlichen auf, wie das Vertrauen eines Berufsstandes verspielt und die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung gefährdet wird. Ein ähnliches Vorgehen ist auch in den anderen neuen Bundesländern geplant.

Ausgehend von der Darstellung der aktuellen Situation in den Praxen durch ausgewählte zahnärztliche Statements, wird es um folgende Aspekte gehen:

  • Was hat die Bundesregierung für die zahnärztliche Versorgung der nächsten Jahre ins Gesetz geschrieben?
  • Was bedeutet das für die Patienten und die Kommunikation der Praxen mit ihren Patienten?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Gesamtvergütung sowie den Honorarverteilungsmaßstab?

Wir freuen uns auf eine konstruktive Veranstaltung.

„Das Maß ist voll“ – klares Statement der 13. Vertreterversammlung der KZBV

Finanzstabilisierungsgesetz, Digitalisierung, gefährdete Patientenversorgung – die Bilanz von Dr. Wolfgang Eßer auf der letzten Vertreterversammlung der auslaufenden sechsjährigen Amtsperiode des Vorstands der KZBV sieht düster aus und spiegelt sich in den am 23./24.11.2022 in München gefassten Beschlüssen.

  

GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und PAR-Behandlungen

Aus gegebenen Anlass möchten wir hinsichtlich des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes und der PAR-Behandlungen Folgendes klarstellen:

Durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, welches Wirkung auf die Vergütung der Jahre 2023 und 2024 entfaltet, wurde die PAR-Behandlung nicht aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen. Die Behandlungen können somit weiterhin zu Lasten der Krankenkassen über die KZV Sachsen abgerechnet werden.

Die mit dem Gesetz eingeführten Regelungen haben allerdings Einschnitte in die zur Verfügung stehenden Finanzmittel zur Folge. Dies betrifft nicht nur den PAR-Bereich, sondern den gesamten Sachleistungsbereich (außer IP).

Nähere Informationen geben wir Ihnen bei der vorgenannten Veranstaltung.

Maßnahmen gegen den Frontalangriff auf die Patientenversorgung!

Im Juli 2022 war der Entwurf zum geplanten GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) bekannt geworden. Seitdem machten die Vertragszahnärzte auf Bundes- und Landesebene auf die fatalen Folgen des Gesetzes aufmerksam.

  • Resolution der VV der KZBV am 6./7. Juli 2022 in Dresden: "Entwurf eines GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes: Frontalangriff auf die Patientenversorgung!"
  • Positionierung der sächsischen Vertragszahnärzteschaft gegenüber Gesundheitspolitikern der sächsischen Landesregierung in einem Mailing (11. Juli 2022)
  • Sonderrundschreiben der KZV Sachsen zum Entwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes mit Aufforderung zur Unterzeichnung eines offenen Briefs an Bundesgesundheitsminister Prof. Lauterbach (14. Juli 2022)
  • Pressemitteilung der KZV Sachsen: "Prävention nicht mehr in aller Munde ‒ Bundesgesundheitsminister kürzt Leistungszusagen" (25. Juli 2022)
  • Versand von 1.500 unterzeichneten Briefen sächsischer Vertragszahnärzte an Bundesgesundheitsminister Prof. Lauterbach  sowie Information der Gesundheitspolitiker der Bundesregierung (26. Juli 2022)
  • Beitrag in der Sächsischen Zeitung: "Sachsens Zahnärzte kritisieren Einsparung bei Parodontitis-Therapie" (17. August 2022)
  • Konzertierte Pressemitteilung von KZBV und allen KZVen: "PAR-Therapie erhalten - Protest der Zahnärzte gegen das GKV-FinStG" (6. September 2022)
  • Versand von weiteren 400 unterzeichneten Briefen sächsischer Vertragszahnärzte an Bundesgesundheitsminister Prof. Lauterbach  sowie Information der Gesundheitspolitiker der Landes- und Bundesregierung (6. September 2022)
  • Beitrag in der Sächsischen Zeitung: "Neue Parodontits-Vorsorge wird wieder abgeschafft" (2. November 2022)

Pressemitteilungen/Stellungnahmen der KZBV/BZÄK

  • In seiner Stellungnahme zum Regierungsentwurf für das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) ist der Bundesrat den Empfehlungen seines Gesundheitsausschusses gefolgt und fordert, die neue, präventionsorientierte Parodontitis-Behandlungsstrecke aus der zahnärztlichen Budgetierung herauszunehmen. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der KZBV (16. September 2022).
  • Stellungnahme der KZBV und der BZÄK zum Regierungsentwurf für das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und und zur diesbezüglichen Stellungnahme des Bundesrates vom 16.09.2022 (22. September 2022)
  • Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags beriet am 28. September zum Entwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG). Auch der Vorstand der KZBV wurde als Sachverständiger geladen. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung der KZBV.
  • Die jetzt bekannt gewordenen Änderungsanträge zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) kommentierte der Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Wolfgang Eßer: "Dieser Frontalangriff auf eine präventionsorientierte Patientenversorgung ist verantwortungslos!“ Er fordert die Koalition zum Handeln auf (Pressemitteilung der KZBV vom 17. Oktober 2022).
  • Anlässlich des diesjährigen BARMER-Zahnreports haben KZBV und BZÄK einmal mehr den Stellenwert von Prävention und Prophylaxe in der modernen Zahnmedizin betont. Zugleich übten die zahnärztlichen Bundeskörperschaften deutliche Kritik an der aktuellen Regierungspolitik, die durch Budgetierung und Deckelung eine präventionsorientierte Versorgung erheblich erschwere (Pressemitteilung der KZBV vom 20. Oktober 2022).
  • Ampel leitet mit der Verabschiedung des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes das Aus für die neue Parodontitis-Therapie ein: Mit der im Gesetz enthaltenen strikten Budgetierung für 2023 und 2024 werden der Versorgung die erst kürzlich zugesagten Mittel für die neue, präventionsorientierte Parodontitis-Therapie wieder entzogen (Pressemitteilung der KZBV vom 20. Oktober 2022).

 Weitere Informationen: www.kzbv.de

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Glasionomerzement

Glasionomerzement ist ein fluoridhaltiger mineralischer Zement. Glasionome finden Verwendung als Unterfüllmaterial oder zur Befestigung von Zahnersatz. Als Füllungswerkstoff ist er wegen der begrenzten Haltbarkeit lediglich als provisorischer Füllungswerkstoff oder bei der Versorgung kariöser Milchzähne geeignet.
Je nach Anwendungsgebiet können für gesetzlich Versicherte die BEMA-Nrn. 11, 13a-d, keinesfalls aber BEMA-Nr. 13e-h, zum Ansatz gelangen.

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GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist eine Rechtsverordnung der Bundesregierung, die mit Zustimmung des Bundesrates erlassen wird. Sie bestimmt die Vergütung für berufliche Leistungen der Ärzte, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist. Nach § 6 Abs. 2 GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) haben Zahnärzte Zugriff auf einen beschränkten Bereich der Gebührenordnung für Ärzte, soweit die Leistung nicht als selbständige Leistung oder Teil einer anderen Leistung in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) enthalten ist. Ein Auszug aus der GOÄ mit den für Zahnärzte geöffneten Bereichn steht im GOZ-Infosystem der LZK Sachsen zum Download zur Verfügung. Fragen beantwortet die GOZ-Hotline.

Abrechnung zahnärztlicher Leistungen aus der Gebührenordnung für Ärzte mit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Seit dem 01.01.2004 kann für die Abrechnung von Leistungen, die im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (BEMA) nicht enthalten sind, eingeschränkt auf das Gebührenverzeichnis der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vom 12.11.1982 in der Fassung vom 01.01.1996 zurückgegriffen werden (siehe hierzu GÖÄ-Positivliste)

Die Anwendung des Gebührenverzeichnisses der GOÄ ist im BEMA in den Allgemeinen Bestimmungen zu Nr. 3 geregelt.

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GOZ

Die Abkürzung „GOZ“ steht für „Gebührenordnung für Zahnärzte“. Diese Gebührenordnung, zuletzt geändert durch Artikel 18 des Gesetzes vom 04.12.2001 (BGBL. I S. 3320), bestimmt die Vergütung für berufliche Leistungen der Zahnärzte, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist. Sie ist damit die Berechnungsgrundlage für alle zahnärztlichen Leistungen, welche nicht durch die gesetzliche Kranken- bzw. Unfallversicherung übernommen und damit als Privatleistungen erbracht werden. Die GOZ stellt auf den jeweils individuellen Aufwand für die Behandlung des betreffenden Patienten ab. Ein Download der Gebührenordnung ist z.B. auf der Webseite der BZÄK möglich.

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GOZ-Hotline

Die Liquidation privatzahnärztlicher Leistungen wird gemäß der amtlichen Gebührenordnungen (GOZ/GOÄ) erstellt. Die GOZ-Hotline der LZKS kann Hilfestellung bei der Beantwortung von Fragen zur Anwendung und Auslegung der Gebührenordnung geben. Sie unterstützt durch Prüfung von Heil- und Kostenplänen und Rechnungslegungen. Es werden Merkblätter, Berechnungshinweise, Formularvorschläge, Patienteninformationen sowie Informationen zur aktuellen Rechtsprechung zur Verfügung gestellt.

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GOZ-Infosystem

Die Landeszahnärztekammer Sachsen stellt unter Federführung des GOZ-Ausschusses allen Zahnarztpraxen das GOZ-Infosystem zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um ein Nachschlagewerk in elektronischer Form, welches die vom GOZ-Ausschuss vertretenen Auffassungen zu Abrechnungsfragen darstellt. Es beinhaltet unter anderem auch Patienteninformationen sowie Musterformulare zur Verwendung in der Praxis.

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Grundsätze zur Beschäftigung von Assistenten und Vertretern

Die Grundsätze regeln die Voraussetzungen und das Genehmigungsverfahren für die Beschäftigung von Assistenten und Vertretern gemäß §§ 32, 32a, 32b Abs. 6 der Zahnärzte-ZV im Bereich der KZV Sachsen. Sie gelten nicht für die Beschäftigung von angestellten Zahnärzten, die durch den Zulassungsausschuss genehmigt werden muss.

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Gruppenprophylaxe

Gruppenprophylaxe nach § 21 SGB V beinhaltet die zahnmedizinische Gesundheitserziehung zur Erkennung und Verhütung von Mund- und Zahnerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, vor allem im Setting Tagespflege, Kindergärten und Schulen.
Inhalte der Maßnahmen sind altersentsprechende Impulse der theoretischen und praktischen Anleitung zur Mundhygiene, Ernährungsberatung, Angebote lokaler Fluoridierungsmaßnahmen und die Motivation zum halbjährlichen Zahnarztbesuch.
Im Freistaat Sachsen werden die Maßnahmen unter der Verantwortung approbierter Zahnärzte aus der Niederlassung und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes bis zu 3 x im Schuljahr durchgeführt.

Nähere Informationen: www.lagz-sachsen.de

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Gutachten

Zahnärztliche Gutachten sind begründete Darstellungen von Erfahrungssätzen und die Ableitung von Schlussfolgerungen für die tatsächliche Beurteilung eines Befundes oder Zustandes.

Der Gutachter gibt fachliche Stellungnahmen zu zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen auf der Grundlage von erhobenen Befunden und Diagnostikunterlagen ab.

Das vertragszahnärztliche Gutachterwesen unterscheidet Gutachten vor einer Behandlung, (Planungsgutachten) und Gutachten nach einer Behandlung (Mängelgutachten). Letztere sind zwischen den Vertragspartnern nur für den Bereich der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen vereinbart. Auf den Instanzenweg bezogen sieht das Verfahren Erstgutachten und Obergutachten vor.

Folgende Vertragsgutachten können in Sachsen durchgeführt werden:

Im Zahnersatzbereich wird neben dem Obergutachterverfahren auch das sogenannte Prothetik-Einigungsverfahren durchgeführt. Letzteres gilt in Sachsen für folgende Krankenkassen:

  • AOK PLUS
  • BKK
  • Knappschaft

Hilfsmittel zur weiteren qualitativen Verbesserung des Vertragsgutachterverfahrens im Bereich Prothetik und Parodontologie sowie Vereinbarungen zu Begutachtungen:

Checklisten
Rechtliche Grundlagen
Regresse

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Gutachterrichtlinien

Die Kammerversammlung der Landeszahnärztekammer Sachsen hat aufgrund des Sächsischen Heilberufe-Kammergesetzes Gutachterrichtlinien beschlossen. Genannte Richtlinien sollen dazu beitragen, den Gutachtern brauchbare Hinweise zu geben und eine objektive Begutachtung zu gewährleisten.

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