Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (U)

Ukraineflüchtlinge

Flüchtlinge aus der Ukraine mit akuten Schmerzen haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine zahnärztliche Behandlung.
Voraussetzung für die Abrechnung der Leistungen über die KZV Sachsen ist die Vorlage eines Behandlungsscheins (analog Asylbewerber). Diesen erhalten die Patienten, soweit eine Registrierung bei einer Behörde erfolgt ist, z. B. über die Aufnahmeeinrichtung bzw. die Kommune (Sozialamt/Ausländerbehörde).
In Notfällen kann der Behandlungsschein auch nachgereicht werden. Patienten, die nicht registriert sind und keinen Behandlungsschein einreichen, müssen die Behandlung selbst bezahlen.

Der Leistungsanspruch besteht nur im Falle von akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen. Abrechnungsgrundlage ist der BEMA-Z.

Die Kosten der zahnmedizinischen Behandlung werden im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes übernommen.

Die BZÄK bietet ein Piktogrammheft zur Kommunikation ohne Worte an. In Ukrainischer Sprache stehen eine Patienteninformation, ein Anamnesebogen sowie ein Fragebogen für Notfallbehandlungen zum Download bereit.

Weitere Informationen:

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Umschulung ZFA

Die berufliche Umschulung soll zu einer anderen berfulichen Tätigkeit befähigen. Voraussetzung ist eine vorangegangene berufliche Tätigkeit. Eine Umschulung ist für volljährige Personen vorgesehen.

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Umzug der Praxis

Unfallabkommen

Unfallverletzte und Berufserkrankte haben gegenüber dem Unfallversicherungsträger Anspruch auf zahnärztliche Behandlung. Die Vergütungen sind in einem Abkommen geregelt.
Die Abrechnung erfolgt, entsprechend Gebührenverzeichnis, direkt mit der Unfallkasse beziehungsweise einer Berufsgenossenschaft.

Weitere Informationen finden Sie auch im ZBS-Beitrag "Die Abrechnung von unfallbedingten zahnärztlichen Behandlungen" (ZBS 05/18).

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Unfallabrechnung

Arbeits-, Schul-, Wege- und Freizeitunfälle - die Abrechnung ist in den meisten Praxen keine Routine.  Ausführliche Informationen finden Sie im Zahnärzteblatt Sachen Nr. 5/2018 .

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Unfallversicherung

Der Zahnarzt als Arbeitgeber ist verpflichtet, die Mitarbeiter bei einer Berufsgenossenschaft (i.d.R. BGW) anzumelden und zu versichern. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf Arbeits- u. Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten.

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Unterkieferprotrusionsschiene bei obstruktiver Schlafapnoe

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Beschluss gefasst, dass die Versorgung mit zahntechnisch individuell angefertigten adjustierbaren Unterkieferprotrusionsschienen im Rahmen der vertragszahnärztlichen Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe zur vertragszahnärztlichen Versorgung gehört.
Sie wurde als Zweitlinientherapie und nur nach ärztlicher Verordnung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Die Genehmigung durch eine Krankenkasse muss nicht eingeholt werden, da die Verordnung durch einen Arzt bereits ausgelöst wurde.

Die Behandlungsrichtlinie ist diesbezüglich erweitert worden. In den BEMA-Teil 2 wurden sechs neue Leistungspositionen aufgenommen. Der Beschluss des Bewertungsausschusses trat am 1. Januar 2022 in Kraft.

Des Weiteren wurde zwischen VDZI und GKV-Spitzenverband eine Änderungsvereinbarung zum bundeseinheitlichen Verzeichnis der abrechnungsfähigen Leistungen nach § 88 Abs. 1 SGB V unterzeichnet.
Die einleitenden Bestimmungen wurden geändert, sowie 19 neue Leistungspositionen zur Herstellung und Wiederherstellung von Unterkieferprotrusionsschienen in das BEL II aufgenommen.

Für das Abformmaterial, das im Zusammenhang mit der Herstellung und Behandlung einer UKPS anfällt, sind die tatsächlich entstandenen Kosten abrechnungsfähig.
Die Abrechnung der tatsächlichen Kosten für das Abformmaterial erfolgt als Material auf der Eigenlaborrechnung. Eine Abformpauschale ist hierfür nicht abrechnungsfähig.

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Unternehmensform

Klassisch ist die Einzelpraxis mit einem Zahnarzt als Praxisinhaber. Mehrere Zahnärzte können sich zu einer Berufsausübungsgemeinschaft oder Gemeinschaftspraxis zusammenschließen. Vielfach arbeitet man auch nur in Teilbereichen zusammen, dann ist die Bildung einer Praxisgemeinschaft, in der jeder Zahnarzt selbstständig bleibt, sinnvoll. Neu ist der Zusammenschluss mehrerer Zahnärzte als Medizinisches Versorgungszentrum. Diese Unternehmen können in allen für die freiberufliche Berufsausübung zugelassenen Gesellschaftsformen des bürgerlichen oder mit Einschränkungen des privaten Rechts oder als Partnerschaftsgesellschaft ausgeübt werden.

Berufsausübungsgemeinschaft / Gemeinschaftspraxis– Verlinkung §§ 705 ff. BGB
Medizinisches Versorgungszentrum- Verlinkung § 95 und § 140 b Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V)

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Unterschriftsberechtigung in der Zahnarztpraxis

Wer darf für den Praxisinhaber unterschreiben?

  • Grundsätzlich ist nur der Praxisinhaber als (zugelassener) Vertragszahnarzt berechtigt, praxisrelevante Dokumente (etwa Heil- und Kostenpläne, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sowie andere Vordrucke und Bescheinigungen) eigenhändig zu unterschreiben, da dieser die vertragszahnärztliche Tätigkeit persönlich durchzuführen hat (vgl. § 9 BMV-Z).
  • Ausnahmsweise, nämlich im Vertretungsfall, kann ein anderer Vertragszahnarzt, ein angestellter Zahnarzt oder ein Assistent, der mindestens eine einjährige Vorbereitungszeit abgeleistet hat, für den abwesenden Praxisinhaber unterschriftsberechtigt sein.
  • Wichtig ist in jedem Fall, dass der Vertreter nach außen erkennbar im Namen des Vertretenen auftritt. Das heißt, dass der Vertreter seiner Unterschrift den Zusatz „in Vertretung“ oder „i. V.“ hinzufügen muss.

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Urlaubsanspruch

Urlaubsvertretung

LZKS:
Steht der Zahnarzt während seiner angekündigten Behandlungszeiten nicht zur Verfügung, so hat er für eine entsprechende Vertretung zu sorgen. Name, Anschrift und Telefonnummer des Vertreters sind in geeigneter Form bekannt zu geben. (Berufsordnung)

KZVS:
Zur Meldung Ihrer Urlaubs- oder Krankheitsvertretung an die KZVS nutzen Sie bitte das Änderungsformular, welches Sie nach dem Login auf Ihrem Dashboard unter Änderungsmeldungen finden.

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