Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (I)

ICD-10

Weitere Informationen zur eAU sind auf der Seite der TI unter Praxis - Praxisführung - Telematikinfrastruktur bei den "Digitalen Anwendungen" zu finden.

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Impfen durch die Zahnärzteschaft

Nach Inkrafttreten der geänderten Coronavirus-Impfverordnung ist nun das Impfen auch in Zahnarztpraxen möglich. Die entsprechenden Rahmenbedingungen finden Sie auf der Seite "Coronavirus".

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Impfpflicht, einrichtungsbezogene

Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurde am 10. Dezember 2021 der "Immunitätsnachweis gegen COVID-19" in Gesundheitseinrichtungen verpflichtend beschlossen (§ 20a). Dies betrifft auch Zahnarztpraxen.

  • Ab 15. März 2022 müssen alle Personen, die in einer Einrichtung - also Zahnarztpraxis - tätig sind, nachweisen, dass sie entweder geimpft oder genesen sind.
  • Alternativ können sie auch ein ärztliches Attest vorlegen, aus dem hervorgeht, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
  • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ab 16. März 2022 ihren Impf- oder Genesenenstatus vor Beginn der Tätigkeit nachweisen.
  • Der Nachweis ist gegenüber dem Praxisinhaber zu erbringen. Personen, die keinen entsprechenden Nachweis vorlegen, müssen dem Gesundheitsamt unverzüglich gemeldet werden. Die Behörde kann bei Nichtvorlage des Nachweises das Betreten der Zahnarztpraxis bzw. die Tätigkeit dort untersagen.

Zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht hat der Freistaat Sachsen Informationen zur Umsetzung und Meldung veröffentlicht. Die betroffenen Personen sollen über ein elektronisches Meldeportal gemeldet werden.

Weitere Informationen sowie Übersicht der Meldeportale

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Implantologiegutachten

Das Gutachten prüft, ob gemäß § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V die Voraussetzungen für eine Übernahme der Kosten implantologischer Leistungen durch die Krankenkasse erfüllt sind. Die Leistungen müssen im Rahmen einer medizinischen Gesamtbehandlung geplant sein.

Hauptaufgabe des Gutachters ist es festzustellen, ob bei dem Patienten eine der in Abschnitt VII Nr. 2 der Behandlungsrichtlinien des G-BA aufgeführten Ausnahmeindikationen für die Versorgung mit Implantaten besteht. Eine Leistungspflicht der Krankenkassen kommt demnach nur in Betracht, wenn einer der folgenden besonders schweren Fälle vorliegt:

a) bei größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten, die ihre Ursachein Tumoroperationen,

  • in Entzündungen des Kiefers,
  • in Operationen infolge von großen Zysten (z. B. große follikuläre Zysten oder Keratozysten),
  • in Operationen infolge von Osteopathien, sofern keine Kontraindikation für eine Implantatversorgung vorliegt,
  • in angeborenen Fehlbildungen des Kiefers (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten) oder
  • in Unfällen haben,

b) bei dauerhaft bestehender extremer Xerostomie, insbesondere im Rahmen einer Tumorbehandlung,

c) bei generalisierter genetischer Nichtanlage von Zähnen,

d) bei nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen im Mund- und Gesichtsbereich (z. B. Spastiken).

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Individueller Fallwert (IFW)

Der individuelle Fallwert (IFW) je Kassenart bzw. Krankenkasse wird aus den quartalsgleichen Zeiträumen des Vorjahres ermittelt und ergibt sich aus der Summe nach § 1 Abs. 5 HVM je Vertragszahnarztsitz abgerechneten Leistungen, dividiert durch die Fallzahl.

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Individuelles Fallwertkontingent (IFK)

Das individuelle Fallwertkontingent (IFK) je Vertragszahnarztsitz wird durch die Multiplikation des individuellen Fallwertes (IFW) mit der im jeweiligen laufenden Quartal je Kassenart bzw. Krankenkasse abgerechneten Fallzahl ermittelt.

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Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist ein Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten, dessen Hauptziele sind:

  • Krankheiten beim Menschen vorbeugen
  • Infektionen frühzeitig erkennen
  • Weiterverbreitung von Infektionen verhindern.


Im IfSG ist festgelegt,

  • welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod meldepflichtig sind.
  • welche Angaben von meldepflichtig Erkrankten gemacht werden müssen.
  • welche dieser Angaben vom Gesundheitsamt weiter übermittelt werden.

Neben allgemeinen Vorschriften umfasst das IfSG u.a. die Früherkennung, die epidemiologische Überwachung, die Verhütung übertragbarer Krankheiten, die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beispielsweise mit Schutzmaßnahmen und den Infektionsschutz in bestimmten Einrichtungen.

Wegen der Corona-Pandemie wurde das IfSG mehrfach angepasst. Welche Regeln in Zahnarztpraxen gelten, steht auf der Corona-Infoseite.

 

 

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Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ)

Das Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ) bündelt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Zahnärzte in Sachsen. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen (KZVS). In regelmäßigen Abständen werden vom IZZ Pressemitteilungen herausgegeben.

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Insolvenz

Eine Insolvenz des Zahnarztes ist die Tatsache, dass er seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht erfüllen kann. Sie ist gekennzeichnet durch mangelnde Liquidität. Mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens können die Forderungen der Gläubiger durch Verwertung des pfändbaren Vermögens des Schuldners, der so genannten Insolvenzmasse, erfüllt werden. 

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IT-Sicherheitsrichtlinie

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) hat der Gesetzgeber die KZBV und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) be­auftragt, die IT-Sicherheitsanforderungen für Zahnarzt- und Arztpraxen verbindlich in einer IT-Sicherheitsrichtlinie festzulegen.

Ziel ist es, Gesundheitsdaten in den Praxen künftig noch besser zu schützen. Für Praxen, die bislang schon geltende Vorgaben beachten, dürfte der messbare Aufwand zur Erfüllung der Anforderung der Richtlinie vergleichsweise gering sein. Dabei werden die Anforderungen gezielt auf die jeweilige Praxisgröße ausgerichtet und definieren besonders relevante sicherheitstechnische Voraussetzungen für Aufbau und Betrieb der Praxis-EDV, den inzwischen obligatorischen Anschluss an die Telematikinfrastruktur sowie den Einsatz mobiler Anwendungen und Geräte wie Smartphones und Tablets.

Die neuen Regelungen sind am 2. Februar 2021 in Kraft getreten, die Umsetzungstermine der verschiedenen Maßnahmen waren gestaffelt vom 1. April 2021 bis zum 30. Juni 2022. Die KZBV hat umfangreiches Informationsmaterial auf ihrer Website zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur IT-Sicherheitsrichtlinie sind in der Rubrik Praxisführung zu finden.

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