Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (I)

Implantologiegutachten

Das Gutachten prüft, ob gemäß § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V die Voraussetzungen für eine Übernahme der Kosten implantologischer Leistungen durch die Krankenkasse erfüllt sind. Die Leistungen müssen im Rahmen einer medizinischen Gesamtbehandlung geplant sein.

Hauptaufgabe des Gutachters ist es festzustellen, ob bei dem Patienten eine der in Abschnitt VII Nr. 2 der Behandlungsrichtlinien des G-BA aufgeführten Ausnahmeindikationen für die Versorgung mit Implantaten besteht. Eine Leistungspflicht der Krankenkassen kommt demnach nur in Betracht, wenn einer der folgenden besonders schweren Fälle vorliegt:

a) bei größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten, die ihre Ursachein Tumoroperationen,

  • in Entzündungen des Kiefers,
  • in Operationen infolge von großen Zysten (z. B. große follikuläre Zysten oder Keratozysten),
  • in Operationen infolge von Osteopathien, sofern keine Kontraindikation für eine Implantatversorgung vorliegt,
  • in angeborenen Fehlbildungen des Kiefers (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten) oder
  • in Unfällen haben,

b) bei dauerhaft bestehender extremer Xerostomie, insbesondere im Rahmen einer Tumorbehandlung,

c) bei generalisierter genetischer Nichtanlage von Zähnen,

d) bei nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen im Mund- und Gesichtsbereich (z. B. Spastiken).

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Implantologie im Rahmen der Ausnahmeindikation

Individueller Fallwert (IFW)

Individuelles Fallwertkontingent (IFK)

Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ)

Das Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ) bündelt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Zahnärzte in Sachsen. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Landeszahnärztekammer Sachsen (LZKS) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen (KZVS). In regelmäßigen Abständen werden vom IZZ Pressemitteilungen herausgegeben.

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Insolvenz

Eine Insolvenz des Zahnarztes ist die Tatsache, dass er seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht erfüllen kann. Sie ist gekennzeichnet durch mangelnde Liquidität. Mit Hilfe eines Insolvenzverfahrens können die Forderungen der Gläubiger durch Verwertung des pfändbaren Vermögens des Schuldners, der so genannten Insolvenzmasse, erfüllt werden. 

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