Kompendium

Begriffe für den Buchstaben Kompendium (A)

Abrechnung

In der vertragszahnärztlichen Versorgung stehen fünf Bereiche – konservierend-chirurgische Zahnheilkunde (KCH), Behandlung bei Kiefergelenkserkrankungen  und Kieferbruch (KBR), Kieferorthopädie (KFO), Parodontologie (PAR), und Versorgung mit Zahnersatz (ZE) zur Verfügung. Dabei müssen das Wirtschaftlichkeitsgebot sowie gegeben falls die Genehmigungspflicht beachtet werden.

Abrechnungen für KCH und KFO erfolgen jeweils am Quartalsende, zu von der KZV Sachsen festgelegten Einreichungsterminen. Bei verspätet eingehenden Abrechnungen wird eine Verwaltungsgebühr erhoben.

Für die Leistungen KBR, PAR und ZE besteht bei der KZV Sachsen jederzeit die Möglichkeit der Einreichung.

Abrechnungen können online, per Erfassungsmaske oder per CD an die KZV Sachsen eingereicht werden. Je nach Form der Einreichung werden unterschiedliche Verwaltungskostensätze von der KZV Sachsen erhoben.

Für die einmal im Quartal einzureichenden Abrechnungsarten KCH und KFO gelten Abschlags- und Restzahlungstermine, für PAR, KBR und ZE erfolgt die Zahlung je nach erfolgter Einreichung. Zu welchen Daten Zahlungen erfolgen, ist dem Zahlungsterminkalender zu entnehmen.

Für die Bereiche ZE, PAR und KBR besteht zusätzlich die Möglichkeit der Expressabrechnung.

Gesetzliche Grundlagen der vertragszahnärztlichen Abrechnung sind das Sozialgesetzbuch V (SGB V), die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses sowie der Bundesmantelvertrag Zahnärzte.   Bestandteil der Verträge ist der Einheitliche Bewertungsmaßstab für die zahnärztlichen Leistungen (BEMA-Z). Er bestimmt den Inhalt der abrechnungsfähigen zahnärztlichen Leistungen und ihr wertmäßiges, in Punkten ausgedrücktes Verhältnis zu einander. Ein Teil der beschriebenen Leistungen enthält Abrechnungsbestimmungen die verbindlich sind.

Vor Durchführung jeder Abrechnung sind die entsprechenden Punktwerte zu beachten.

Personen, die bei einem ausländischen Sozialversicherungsträger krankenversichert sind, haben in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf vertragszahnärztliche Versorgung zulasten einer von ihnen gewählten deutschen Krankenkasse. Grundlage hierfür sind zum einen Rechtsvorschriften auf europäischer Ebene und zum anderen bilaterale Abkommen, die Deutschland mit anderen Staaten geschlossen hat.

Hierzu erforderliche Informationen sind  in der Broschüre Hinweise zur vertragszahnärztlichen Versorgung von Personen, die im Ausland krankenversichert sind publiziert. Diese beinhaltet auch Hinweise, in welchen Fällen das Muster 80 beziehungsweise das Muster 81 zur Anwendung kommt.

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Abrechnungshilfe für Festzuschüsse

Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt die Anpassung der Festzubeträge. Diese Beträge gelten für alle Heil- und Kostenpläne, die ab diesem Datum ausgestellt werden.

Die aktuelle Abrechnungshilfe können Sie hier herunterladen.

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Abrechnungsnummer

Die Abrechnungsnummer wird mit der Bestätigung der Zulassung durch den Zulassungsausschuss und der Meldung zur Aufnahme der Tätigkeit gültig.

Die Abrechnungsnummer berechtigt jeden zugelassenen Leistungserbringer, erbrachte vertragszahnärztliche Leistungen über die KZV Sachsen gegenüber den Krankenkassen abzurechnen. Vertragszahnärztliche Leistungen und Verordnungen, die ein genehmigter Assistent oder angestellter Zahnarzt in der Praxis erbringt, sind immer in Verbindung mit der Abrechnungsnummer und dem Namen des zugelassenen Leistungserbringers abzurechnen.

Die Abrechnungsnummer ist auf dem Praxisstempel zu führen und bei jeglicher Korrespondenz mit der KZV Sachsen anzugeben.

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Abrechnungsprotokolle

Die Abrechnungsprotokolle geben Ihnen übersichtlich und detailliert Auskunft über den Verlauf und das Ergebnis der Abrechnung. Sie finden diese im persönlichen Dokumentencenter, welches nach dem Login erreichbar ist.

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Abschlagszahlung

Eine Abschlagszahlung ist eine Teilzahlung, welche in der Anlage gemäß § 8 Abs. 7 im Honorarverteilungsmaßstab (HVM) der KZV Sachsen geregelt ist. Die Auszahlungstermine legt der Vorstand der KZV Sachsen fest.

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Abschlussprüfung ZFA

In einem anerkannten Ausbildungsberuf sind nach § 37 Berufsbildungsgesetz (BBiG) Abschlussprüfungen durchzuführen. Die Abschlussprüfung der ZFA besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Bei hervorragenden Leistungen ist auf Antrag eine vorgezogene Abschlussprüfung möglich. Prüfungstermine

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Änderungsmeldungen

Die Änderung Ihrer Kontaktdaten (Privat oder Praxis), die Veröffentlichung Ihrer Sprechstundenzeiten, der Tausch eine Notdienstes, die Meldung Ihrer Urlaubs- oder Krankheitsvertretung – das alles können Sie in Ihrem Dashbord vornehmen. Um diese Änderungen vornehmen zu können, müssen Sie sich mit Ihren persönlichen Zugangsdaten (Benutzernamen und Passwort) einloggen.

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Aktualisierung der Fachkunde/Kentnisse im Strahlenschutz

Entsprechend der aktuellen Strahlenschutzgesetzgebung (StrlSchG und StrlSchV) sind die Fachkunde/Kenntnisse im Strahlenschutz regelmäßig im Abstand von maximal 5 Jahren zu aktualisieren. Aktuelle Termine zur Aktualisierung finden Sie im Fortbildungskalender unter dem Fachgebiet Röntgen.

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Altersversorgung Mitarbeiter

Der Gesetzgeber hat seit 2001 mit dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge (BetrAVG) - auch Betriebsrentengesetz genannt - ein umfangreiches Regelungswerk geschaffen, das  mit  staatlichen Förderungen einen Anreiz zur Vorsorge treffen soll. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ein Teil seines Entgeltes für eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge genutzt wird. Der Praxisinhaber entscheidet welche Form der Altersversorgung genutzt wird. Viele Informationen dazu und die Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

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Altersversorgung Zahnärzte

Die Zahnärzteversorgung Sachsen ist die Pflichtversorgung für alle berufstätigen Zahnärzte in Sachsen. Sie gewährt allen Teilnehmern Altersruhegeld sowie Ruhegeld im Fall des Eintritts von Berufsunfähigkeit. Des Weiteren leistet die ZVS den Hinterbliebenen  Versorgungsleistungen (Witwen-/Witwerrente, (Halb-)Waisenrente, Sterbegeld).
Sie ist ein Sondervermögen der Landeszahnärztekammer Sachsen mit berufsständischer Selbstverwaltung unter Aufsicht des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (Rechtsaufsicht) und des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit (Versicherungsaufsicht).

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Amalgamabscheider

Behandlungsplätze, an denen Amalgam anfällt, sind bei den Unteren Wasserbehörden entsprechend der Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und der Landeszahnärztekammer Sachsen vom 12.01.2003 anzuzeigen. Im Praxishandbuch der LZK Sachsen befinden sich die zugehörigen Informationen.

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Angestellter Zahnarzt

Nach einer zweijährigen Vorbereitungsassistentenzeit besteht die Möglichkeit, sich niederzulassen oder als angestellter Zahnarzt bei einem Vertragszahnarzt, in einem medizinischen Versorgungszentrum oder in einer Berufsausübungsgemeinschaft beschäftigt zu werden. Eine Anstellung eines Zahnarztes bei mehreren Vertragszahnärzten ist gleichzeitig möglich, wenn die Summe aller Tätigkeiten den Umfang einer vollzeitigen Beschäftigung nicht überschreitet.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

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Approbation

Die Approbation ist die Voraussetzung, um in Deutschland dauerhaft die Zahnheilkunde ausüben zu können. Alle Regelungen dazu sind im Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) erfasst.

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arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung

Die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung ist notwendig und gehört zur gesundheitlichen Fürsorge des Arbeitgebers gegenüber seinen Mitarbeiter/innen. www.slaek.de

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Arbeitsschutz

Alle Bestrebungen zum Arbeitsschutz dienen der Vermeidung von Arbeitsunfällen bzw. Gefährdungen der Beschäftigen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Die vom Arbeitgeber einzuhaltenden Anforderungen sind dazu im Arbeitsschutzgesetz geregelt.
Um eine optimale Prävention zum Thema Arbeitsschutz im der Zahnarztpraxis realisieren zu können, sind Gefährdungsbeurteilungen zum Beispiel beim Umgang mit Gefahrstoffen, mit Röntgenstrahlen, mit Laserstrahlen, mit Biostoffen, mit physischen Belastungen und vielem mehr. Auch die Betrachtungen zur Gefahr von Allergisierungen (Haut und Atemwege) der Augenschutz, die besonderen Anforderungen an bestimmte Lebenssituationen (z. B. Schwangerschaft) sind dabei mit zu berücksichtigen.
Eine Hilfestellung bei der Realisierung dieser Anforderungen erhalten Sie im Rahmen der Betreuung der ZAP durch den kammereigenen BuS-Dienst.

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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung)

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) ist der anerkannte Nachweis darüber, dass der Arbeitnehmer aufgrund einer Erkrankung arbeitsunfähig ist.

Weitere Informationen:

AU-Richtlinie

Muster AU-Bescheinigung

Ausfüllhinweise

Hinweise des GBA

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Arzneimittel

Die Arzneimittelkommission Zahnärzte, ein gemeinsames Gremium von KZBV und BZÄK, stellt die Information über Zahnärztliche Arzneimittel online - als E-Book bzw. pdf-Datei zum Download - zur Verfügung.
Damit besteht jederzeit die Möglichkeit, sich über die wesentlichen, in der Zahnmedizin angewendeten Arzneimittel aktuell zu informieren.
Seit 2017 müssen Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Anwendung von Medizinprodukten direkt elektronisch an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden.

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Assistent

Zahnärzte können beschäftigt werden als:

Grundlage für die Beschäftigung von Assistenten / Vertretern bilden die Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte (Zahnärzte-ZV) und die Grundsätze zur Beschäftigung von Assistenten und Vertretern des Vorstandes der KZV Sachsen.

Jeder Vertragszahnarzt mit einem vollen Versorgungsauftrag darf einen Assistenten in Vollzeit beschäftigen. Ein Vertragszahnarzt mit einem halben Versorgungsauftrag darf einen Assistenten halbtags beschäftigen.

Ein MVZ kann grundsätzlich, zur Sicherstellung des Ausbildungszweckes, einen Vorbereitungsassistenten in Vollzeit bzw. je Vertragszahnarzt im MVZ einen Assistenten beschäftigen.

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Auffälligkeitsprüfung

AU-Bescheinigung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung)

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) ist der anerkannte Nachweis darüber, dass der Arbeitnehmer aufgrund einer Erkrankung arbeitsunfähig ist.

Weitere Informationen:

AU-Richtlinie

Muster AU-Bescheinigung

Ausfüllhinweise

Hinweise des GBA

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Aufhebungsvertrag

Aufstiegsfortbildung

Aufbewahrung Patientenakte

Der Behandelnde hat die Patientenakte für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit nicht nach anderen Vorschriften andere Aufbewahrungsfristen bestehen.

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Ausbilder

Ausbilder für ZFA (Zahnmedizinische FAchangestellte) können alle approbierten und niedergelassenen Zahnärzte sein. Informationen für ausbildende Zahnärzte

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Ausbildung

Ausbildungsnachweis

Der Ausbildungsanchweishefter ist von jedem Auszubildenden zum/zur ZFA zu führen und vor der Abschlussprüfung bei der LZKS einzureichen. Der vollständig geführte Ausbildungsnachweis ist eine Zugangsvoraussetzung für die Abschlussprüfung.

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Ausbildungsregister

Jeder Auszubildende ist bei der Kammer anzumelden und wird in das Ausbildungsregister aufgenommen. Das Ausbildungsregister für Zahnmedizinische Fachangestellte wird im Ressort Ausbildung geführt.

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Ausbildungsverordnung

Die Ausbildung erfolgt nach gültiger Ausbildungsverordnung. Ausbildungsverordnung Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r

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Ausbildungsvertrag

Der Berufsausbildungsvertrag zum/zur ZFA muss in dreifacher Ausfertigung bei der LZKS eingereicht werden. Dieser kann beim Ressort Ausbildung der LZK Sachsen angefordert werden.

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Ausfall des Praxisinhabers

Der Leitfaden für Maßnahmen bei Ausfall des Praxisinhabers ist im Praxishandbuch eingestellt.

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Ausgelagerter Praxisraum

Der Vertragszahnarzt kann spezielle Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Ausnahmefall auch außerhalb seines Vertragszahnarztsitzes erbringen. Die getrennt liegenden Räume müssen funktional zur Praxis gehören. Speziell sind Leistungen dann, wenn sie bezogen auf das sonstige Leistungsspektrum der Praxis deutlich abgrenzbar und in zahnärztlicher Hinsicht tatsächlich als speziell anzusehen sind. Die Voraussetzungen im Einzelnen: grundsätzlich nur spezielle Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, räumliche Nähe zum Vertragsarztsitz (in der Regel nicht mehr als 30 Minuten entfernt), Erstkontakt nur am Vertragszahnarztsitz, kein Sprechstundenangebot am Ort der ausgelagerten Praxisräume, persönliche Leistungserbringung (kann auch durch angestellten Zahnarzt wahrgenommen werden), klare räumliche, personelle und organisatorische Abgrenzung zur Umgebung sowie ein eigenes Praxisschild. Ort und Zeitpunkt der Aufnahme der Tätigkeit in einem ausgelagerten Praxisraum sind der KZV unverzüglich anzuzeigen.

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Auskunftsersuchen

Hinweise sowie Musterformulare zum Umgang mit Auskunftsersuchen privater Krankenversicherer / Zusatzversicherer sind im GOZ-Infosystem der Landeszahnärztekammer Sachsen zum Download eingestellt.

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Auskunftspflicht

Der Zahnarzt ist nach der Berufsordnung verpflichtet,  auf Anfragen der Kammer, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben an ihn richtet, in angemessener Frist zu antworten. 

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außergerichtliche Klärung, Schlichtung

Die Landeszahnärztekammer Sachsen bietet u.a. ein Vermittlungsverfahren zur Beilegung berufsbezogener Streitigkeiten an. Den Verfahrensablauf regelt die Satzung über das Vermittlungsverfahren bei der Landeszahnärztekammer Sachsen. Gegenstand eines Vermittlungsverfahrens können u.a. vermutete oder tatsächliche Behandlungsfehler, Auseinandersetzungen zur zahnärztlichen Rechnungslegung sein. Ziel des Verfahrens ist eine außergerichtliche, selbstbestimmte und abschließende Klärung der Sachlage.

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Ausschüsse der KZVS

Zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben können von der Vertreterversammlung der KZVS Ausschüsse eingesetzt werden. Als ständige Ausschüsse bestehen laut Satzung:

Gemäß den gesetzlichen und vertraglichen Regelungen sind weitere Ausschüsse mit den Landesverbänden der Krankenkassen sowie den Ersatzkassen zu bilden:

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Ausschüsse der LZKS